Weimar, St. Peter und Paul (Herderkirche)

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Standort

Orgellandkarte

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Adresse: Herderplatz, 99423 Weimar
Gebäude: evangelisch-lutherische Stadtkirche St. Peter und Paul (Herderkirche)

Orgelbeschreibung

Prospekt der Sauer-Orgel
Spieltisch
Prospektdetail
Orgelbauer: Orgelmanufaktur Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder), opus 2264
Baujahr: 1999
Geschichte der Orgel: 1684-1727: Christoph Junge (Laußnitz): Orgelneubau

1810/13: Johann Gottlob Trampeli (Adorf/ Vogtland), ab 1812 Friedrich Wilhelm Trampeli (Neffe): Gehäuse erhalten

1824/26: Johann Friedrich Schulze (Paulinzella) und Christian Friedrich Schaffenberg (Querfurt): Hauptreparatur unter Mitwirkung von Joh. Gottlob Töpfer, veränderte Disposition (58 Register)/ neue Mechanik/ Pfeifen um- und neugegossen/ neue Bälge/ neue Windladen, Orgelprospekt mit Initialen von Großherzog Carl August

11. November 1826: Übergabetermin, Orgelabnahme durch Johann Christian Adam Gerhard (Dornburg) und Johann Christian Barthel (Altenburg): „Durch diese Veränderungen, wovon die veränderte Disposition eine der geringsten ist, wurde das Orgelwerk, was Ton, Spielart und Brauchbarkeit anlangt, ein ganz anderes. Jeder Sachkenner... bewundert die Stärke und Fülle des vollen Werkes.“ (Töpfer 1833)

1908: E. F. Walcker & Cie (Ludwigsburg): 70 Register

1945: schwere Beschädigungen

1953/1954 und 1964: W. Sauer (Frankfurt/ Oder): Wiederherstellung des Werkes/ 55 Register/ 3 Manuale

1978: W. Sauer (Frankfurt/ Oder): Ergänzung einer Chamade 8' auf einer separaten Windlade auf der oberen rechten Seitenempore

1998/1999: W. Sauer Orgelbau Frankfurt (Oder) GmbH op. 2264, Neubau unter Wiederverwendung mehrerer erhaltener Walcker-Register von 1908 sowie der Chamade 8' von Sauer (1978); Wiederverwendung des Gehäuses von 1812, Rückpositiv Neubau

2014: Farbliche Neugestaltung des Rückpositivgehäuses im Zuge einer umfassenden Sanierung des Innenraums der Kirche

Gehäuse: 1810/13: Johann Gottlob Trampeli (Adorf/Vogtland), ab 1812 Friedrich Wilhelm Trampeli: Gehäuse erhalten
Stimmtonhöhe: 440 Hz
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 53 Register (braunes Naturholz/ Beschriftung als Intarsienarbeit dunkelbraun)
Manuale: III, C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: - Normalkoppeln: I/II; III/II; III/I; I/P; II/P; III/P

- Suboktavkoppeln: III/III; III/II; III/P

- Superoktavkoppeln: III/III; III/II

- Tutti (Druckknopf und Piston); Pistons: Handregister ab, Zungen ab, Crescendo an; Einzelabsteller für die Zungenregister, 128-fache Setzeranlage (elektrisch), Registercrescendo, Handregister ab, Zungen ab, Tremulanten in der Geschwindigkeit regulierbar



Disposition

Rückpositiv Hauptwerk Schwellwerk Pedal
Prinzipal 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Blockflöte 4'

Ital. Prinzipal 2'

Quinte 1 1/3'

Oktave 1'

Scharff IV

Sesquialtera II 2 2/3'

Krummhorn 8'

Tremulant

Bordun 16'

Prästant 8'

Hohlflöte 8'

Quintadena 8'

Oktave 4'

Rohrflöte 4'

Quinte 2 2/3'

Superoktave 2'

Terz 1 3/5'

Mixtur IV-V

Mixtur IV

Fagott 16' W

Trompete 8' W

Chamade 8' [1]

Tremulant

Gedackt 16'

Geigenprinzipal 8'

Rohrflöte 8'

Aeoline 8' W

Schwebung 8' W

Oktave 4'

Flöte 4'

Nasat 2 2/3'

Gemshorn 2'

Quinte 1 1/3'

Sifflöte 1'

Mixtur IV-V

Dulzian 16' W

Franz. Trompete 8' W

Oboe 8' W

Tremulant

Untersatz 32' W

Prinzipalbaß 16'

Subbaß 16'

Gedacktbaß 16'

Oktavbaß 8'

Baßflöte 8'

Nachthorn 4'

Oktave 2'

Baßaliquot III

Hintersatz IV

Bombarde 32' W

Posaune 16' W

Trompete 8' W

Singend Cornett 4' W


Anmerkungen

W = Register erhalten und übernommen aus der Walcker-Orgel von 1908



Bibliographie

Weblinks: - Homepage der evangelischen Kirchgemeinde Weimar

- Förderverein für Musik an der Herderkirche

- Disposition und Bilder bei orgbase.nl

- Wikipedia-Eintrag zur Herderkirche

- Klangbeispiel auf YouTube - Max Reger: Variationen und Fuge über "Heil dir im Siegerkranz" (Robert Smith, Orgel)

- Klangbeispiel auf YouTube - Herbert Howells: Paean" (Robert Smith, Orgel)


}}

  1. 1978 von Sauer auf der rechten oberen Seitenempore hinzugefügt; derzeit stillgelegt.