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Trompete 8' | Trompete 8' | ||
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Grobgedackt 8' | Grobgedackt 8' | ||
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|ANMERKUNGEN | |ANMERKUNGEN =Kempff würdigt die Orgel im Abnahmegutachten wie folgt (vgl. Lit.): | ||
"''„Besonderes Gewicht ist auf die Ausgestaltung des Pedals gelegt, welches auch das besondere Kennzeichen dieser Orgel sein dürfte. Damit ist auf die wesentlichsten Errungenschaften und neuen Erkenntnisse der deutschen Orgelreformbewegung zurückgegangen worden. Jedes Klavier hat 14 Stimmen erhalten, auch das Pedalklavier. Der Gegensatz der beiden Manuale, des Hauptwerkes mit seinen gewichtigen Stimmen und des Oberwerkes ist von hoher charakteristischer künstlerischer Bedeutung geworden. Der Spieler selbst hört das Pedal etwas zu stark, unten in der Kirche jedoch ist die Orgel in einem Maße, daß männlicher Klang mit festlichstem Gepräge sich mischt und das erdgebundene Grundwerk der Orgel wie von einer Kristallwölbung überdacht wird. Was in dieser Disposition reiche Farbentönung hervorruft, ist vor allem der Zungenchor, ein wertvolles Stück der Gößweinsteiner Orgel. | |||
''Da ist es das Fagott 16' im Hauptwerk, eine Stimme, die Johann Sebastian Bach besondere Freude machen würde durch charakteristische Ansprache, Ebenso ist es mit der Posaune 16' im Pedal, welche von oben etwas knorrig, unten im Kirchenraum aber bestimmt und doch weich klingt, sodaß dieser Baß mit dem durch die Quinte 10 gebildeten 32' etwas unerhört Majestätisches in sich hat. Die Trompete 8' im Hauptwerk ist in der Intonation ebenso gelungen wie in der Mensuration; der mehr helle mischfreudige Klang sei besonders erwähnt. | |||
''Denn es ist die Trompetenstimme im modernen Orgelbau am meisten problematisch von allen Registern der Orgel überhaupt. Die stillen Rohrwerke stehen im Oberwerk, eine Sackpfeife 8', welche sich solistisch wie auch akkordisch gezeichnet macht, und ein Geigend-Regal 16, welches in die mystische Klangwelt führt. Auch hier ist die Intonation meister-haft. Die Windladen (beim Hauptwerk und Pedal Taschenladen, beim Oberwerk Kegelladen) werden elektrisch gesteuert und funktionieren äußerst präzis; der bei diesen Läden härtere Ansatz wird durch die Akustik der Kirche wett gemacht. Die Höhe des Winddruckes ist auf 83 bis 85 mm Wassersäule gemessen worden. Dies ist für den großen Raum der gegebene Druck." | |||
Schließlich wird im Artikel der ''Zeitschrift für Instrumentenbau'' bemerkt: | |||
"''Ein Schwellwerk (Jalousieschweller) ist auf Wunsch von Prof. Kempff weggeblieben, daher der unmittelbare Klang des Kronpositives aus der Höhe der Kirche." | |||
|QUELLEN = Angaben: [http://www.lampl-orgelzentrum.com/HTML/Orgeln_Im_Alten_Schloss_Goessweinstein.htm Webseite des Orgelzentrums Valley] | |||
|DISCOGRAPHIE = | |DISCOGRAPHIE = | ||
|LITERATUR = | |LITERATUR = Lampl, Sixtus: Das Orgelmuseum Valley, Ausdruck eines gewandelten Orgelbewusstseins. Ars Organi 50 (2002) 22-26. | ||
Neue Orgel in der Kirche zu Gößweinstein. Zeitschrift für Instrumentenbau 59 (1938/39) 105 | |||
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