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Epistelorgel auf der südlichen Seitenempore
Passau, St. Stephan (Epistelorgel).jpg
Passau, Dom St. Stephan (Epistelorgel) (1).jpg
Spieltisch der Epistelorgel (Im Hintergrund der Generalspieltisch)
Orgelbauer: Ludwig Eisenbarth Orgelbau
Baujahr: 1980
Geschichte der Orgel: Die Passauer Domorgeln ersetzten die direkten Vorgängerinstrumente der Firma G. F. Steinmeyer & Co., welche zwischen 1924 und 1928 erbaut worden waren. Einzig und allein die Fernorgel auf dem Dachgeschoss ist noch von Steinmeyer. Beim Neubau durch Eisenbarth wurden zahlreiche Register wiederverwendet.
Gehäuse: Im historischen Gehäuse von Johann Ignaz Egedacher aus dem Jahr 1732
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch (vom Generalspieltisch aus elektrisch)
Registertraktur: mechanisch (vom Generalspieltisch aus elektrisch)
Registeranzahl: 25
Manuale: 2 C-c4
Pedal: 1 C-g3
Spielhilfen, Koppeln: II/I, I/P, II/P



Disposition

I Grand'Organo II Positivo Pedale
Principale 8'

Amorosa 8'

Piffaro 8' (ab c0)

Ottava 4'

Alba 4'

XII 22/3'

Flauto in XV 2'

Ripieno 6f 2'

Tromba 8'

Tremolante'

Flauto a camino 8'

Principalino 4'

Divinare 4'

Ottavino 2'

XII 11/3'

XV 1'

XVII 4/5'

XIX 2/3'

XXII 1/2'

Tromboncini 16'

Tremolante

Contrabassi 16'

Subbassi 16'

Principale 8'

Pileata 8'

Ottave 3f 4' + 2' + 1'

Buccina 16'


Bemerkung zur Disposition: Die Passauer Domorgelanlage gilt als eine der größten Orgelwerke der Welt. Sie besteht allerdings aus vier separaten Orgeln, die sich auf mehrere Standorte im Dom verteilen und allesamt von einem einzigen Generalspieltisch aus bedienbar sind. Die Hauptorgel besitzt zusätzlich einen eigenen mechanischen Spielschrank, von dem aus 75 (mit Carillon 76) der insgesamt 148 Register angespielt werden können, diese sind in der Disposition mit einem ♪ gekennzeichnet. Die Evangelienorgel besitzt keinen eigenen Spieltisch, sondern wird nur vom Generalspieltisch aus bedient. Aus diesem Grund wird die Evangelienorgel im Gegensatz zu ihrem Pendant auf der Epistelseite in dieser Beschreibung nicht als eigenständiges Instrument, sondern als Teilwerk der Hauptorgel gewertet. Die Epistelorgel dagegen ist hinsichtlich ihrer Konzeption und dem eigenen Spieltisch als eigenständige Orgel anzusehen. Die schwellbare Fernorgel dagegen besitzt zwar zu Stimmzwecken auf dem Dachboden einen eigenen Spieltisch, wird jedoch in der Regel entweder vom V. Manual des Generalspieltisches oder dem III. Manual der Chororgel gespielt.


Die Werkverteilung am Generalspieltisch gestaltet sich wie folgt:

* I Hauptwerk (Hauptorgel), Hauptwerk (Epistelorgel)

* II Positiv (Hauptorgel), Positiv (Epistelorgel), Hauptwerk (Chororgel)

* III Schwellwerk (Hauptorgel), Schwellwerk (Chororgel)

* IV Brustwerk (Hauptorgel), Positiv (Chororgel)

* V Evangelienorgel, Fernorgel



Bibliographie

Literatur: Die Passauer Domorgel, Hans Leitner und Wolfgang Eisenbarth, Schnell & Steiner Verlag 2002

Göttert / Isenberg: Orgelführer Deutschland Band 1 (S. 215)

Weblinks: Die Orgelanlage auf der Webseite des Doms St. Stephan Passau

Ausführlicher Wikipedia-Artikel über die Passauer Domorgeln