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Eisenbarth-Chororgel im Passauer Dom
Orgelbauer: Ludwig Eisenbarth Orgelbau
Baujahr: 1980
Geschichte der Orgel: Die Passauer Domorgeln ersetzen die direkten Vorgängerinstrumente der Firma G. F. Steinmeyer & Co., welche zwischen 1924 und 1928 erbaut worden waren. Einzig und allein die Fernorgel auf dem Dachgeschoss ist noch von Steinmeyer. Beim Neubau durch Eisenbarth wurden zahlreiche Register wiederverwendet.
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch (vom Generalspieltisch aus elektrisch)
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 38
Manuale: 3 C-c4
Pedal: 1 C-g1
Spielhilfen, Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, 2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination,, Tutti, Crescendowalze, Zungeneinzelabsteller



Disposition

I Hauptwerk II Schwellwerk III Positiv Pedal
Quintade 16'

Principal 8'

Rohrflöte 8'

Octave 4'

Spitzflöte 4'

Quinte 22/3'

Superoctave 2'

Mixtur 5-7f 11/3'

Trompete 16'

Trompete 8'

Violflöte 8'

Nachthorngedackt 8'

Principal 4'

Blockflöte 4'

Rohrpfeife 2'

Nachthorn 1'

Sesquialtera 2f 22/3'

Scharff 4f 1'

Rankett 16'

Krummhorn 8'

Tremulant

Barem 8'

Rohrflöte 4'

Principal 2'

Nasat 11/3'

Cymbel 3f 1/2'

Vox humana 8'

Tremulant

Principal 16'

Subbass 16'

Praestant 8'

Holzoctave 8'

Gedackt 8'

Octave 4'

Sifflöte 2'

Rauschpfeife 4f 22/3'

Posaune 16'

Dulcian 16'

Trompete 8'

Singend Kornett 2'



Bemerkung zur Disposition: Die Passauer Domorgelanlage gilt als eine der größten Orgelwerke der Welt. Sie besteht allerdings aus vier separaten Orgeln, die sich auf mehrere Standorte im Dom verteilen und allesamt von einem einzigen Generalspieltisch aus bedienbar sind. Die Hauptorgel besitzt zusätzlich einen eigenen mechanischen Spielschrank, von dem aus 75 (mit Carillon 76) der insgesamt 148 Register angespielt werden können, diese sind in der Disposition mit einem ♪ gekennzeichnet. Die Evangelienorgel besitzt keinen eigenen Spieltisch, sondern wird nur vom Generalspieltisch aus bedient. Aus diesem Grund wird die Evangelienorgel im Gegensatz zu ihrem Pendant auf der Epistelseite in dieser Beschreibung nicht als eigenständiges Instrument, sondern als Teilwerk der Hauptorgel gewertet. Die Epistelorgel dagegen ist hinsichtlich ihrer Konzeption und dem eigenen Spieltisch als eigenständige Orgel anzusehen. Die schwellbare Fernorgel dagegen besitzt zwar zu Stimmzwecken auf dem Dachboden einen eigenen Spieltisch, wird jedoch in der Regel entweder vom V. Manual des Generalspieltisches oder dem III. Manual der Chororgel gespielt.


Die Werkverteilung am Generalspieltisch gestaltet sich wie folgt:

* I Hauptwerk (Hauptorgel), Hauptwerk (Epistelorgel)

* II Positiv (Hauptorgel), Positiv (Epistelorgel), Hauptwerk (Chororgel)

* III Schwellwerk (Hauptorgel), Schwellwerk (Chororgel)

* IV Brustwerk (Hauptorgel), Positiv (Chororgel)

* V Evangelienorgel, Fernorgel



Steinmeyer-Orgel 1927-1978

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: G. F. Steinmeyer & Co.
Baujahr: 1927
Geschichte der Orgel: Die Chororgel wurde 1927 durch Steinmeyer im Zuge des Neubaus der Hauptorgel erbaut. Ihre Dispositionen und Mensuren entwarf Christian Mahrenholz. Im Jahr 1958 wurde das Instrument aus der Mauernische hervorgesetzt und erhielt einen neuen Freipfeifenprospekt. Im Jahr 1978 wurde die zu diesem Zeitpunkt ungeliebte Orgel abgebaut und durch die heutige Eisenbarth-Chororgel ersetzt.
Windladen: Taschenladen
Spieltraktur: elektropneumatisch
Registertraktur: elektropneumatisch
Registeranzahl: 34
Manuale: 2 C-c4
Pedal: 1 C-g1



Disposition

I Hauptwerk II Schwellwerk Pedal
Quintade 16'

Principal 8'

Violflöte 8'

Rohrflöte 8'

Octave 4'

Spitzflöte 4'

Rauschquinte 2f 22/3'

Mixtur 5-7f 2'

Cymbel 3f 1/3'

Trompete 16'

Gemshorn 8'

Nachthorngedeckt 8'

Principal 4'

Blockflöte 4'

Nasat 22/3'

Octave 2'

Rohrflöte 2'

Nachthorn 1'

Sesquialter 2f 22/3'

Scharff 3-4f 1'

Rankett 16'

Krummhorn 8'

Vox humana 8'

Tremolo

Principal 16'

Subbass 16'

Octave 8'

Gedeckt 8'

Octave 4'

Sifflöte 2'

Rauschquinte 5f 22/3'

Posaune 16'

Dulcian 16'

Trompete 8'

Kornett 2'


Bemerkung: Die Chororgel war vom fünfmanualigen Spieltisch der Hauptorgel mit anspielbar. Dabei wurde das Hauptwerk vom III. Manual der Hauptorgel und das Schwellwerk vom IV. Manual aus angespielt.




Bibliographie

Literatur: Die Passauer Domorgel, Hans Leitner und Wolfgang Eisenbarth, Schnell & Steiner Verlag 2002

Göttert / Isenberg: Orgelführer Deutschland Band 1 (S. 215)

Weblinks: Die Orgelanlage auf der Webseite des Doms St. Stephan Passau

Ausführlicher Wikipedia-Artikel über die Passauer Domorgeln