Greiz, Bonhoefferhaus: Unterschied zwischen den Versionen

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Seit 1927 befand sich hier die „Deutsche Aufbauschule mit Lyzeum“, die 1945 geschlossen wurde. Heute ist hier die Volkshochschule Greiz.  
 
Seit 1927 befand sich hier die „Deutsche Aufbauschule mit Lyzeum“, die 1945 geschlossen wurde. Heute ist hier die Volkshochschule Greiz.  
  
Seit 1945 stand die Orgel fast unbenutzt in der Schule.
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Seit 1945 stand das Instrument fast unbenutzt in der Schule.
  
1952 wurde die Orgel von der Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich (Otto & Rudolf), Dresden, abgetragen im Lutherhauses der Stadtkirche Greiz sachgemäß gelagert. Im Oktober desselben Jahres, nach einer gründlichen Reinigung und Reparatur der Orgel, konnte diese im Saal des Lutherhauses aufgestellt werden.1998 verkaufte die Gemeinde das Lutherhaus.
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1952 wurde die Orgel von der Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich (Otto & Rudolf), Dresden, abgetragen und im Lutherhauses der Stadtkirche Greiz sachgemäß gelagert. Im Oktober desselben Jahres, nach einer gründlichen Reinigung und Reparatur der Orgel, konnte diese im Saal des Lutherhauses aufgestellt werden. 1998 verkaufte die Gemeinde das Lutherhaus.
  
 
Die Orgel wurde erst einmal in der Stadtkirche zwischengelagert bis 2003 Orgelbaumeister Gerd Christian Bochmann aus Kohren-Salis das Instrument im Bonhoeffer-Haus der Stadt Greiz aufstellen konnte.
 
Die Orgel wurde erst einmal in der Stadtkirche zwischengelagert bis 2003 Orgelbaumeister Gerd Christian Bochmann aus Kohren-Salis das Instrument im Bonhoeffer-Haus der Stadt Greiz aufstellen konnte.
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Klaus Walter (+) / Gert Rothe (*) / Wolfram Hackel / Jiri Koucourek. Richard Kreutzbach (1839-1903). Leben und Werk. In: Acta organologica 34 (2015), S.230-231.
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Klaus Walter () / Gert Rothe () / Wolfram Hackel / Jiri Koucourek. Richard Kreutzbach (1839-1903). Leben und Werk. In: Acta organologica 34 (2015), S.230-231.
  
 
Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH
 
Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

Aktuelle Version vom 3. Februar 2023, 10:28 Uhr


Greiz, Gemeindehaus Dietrich Bonhoeffer, 2015
Orgelbauer: Richard Kreutzbach aus Borna
Baujahr: 1886
Geschichte der Orgel: Richard Kreutzbach erbaute die Orgel 1886 für die Aula des Fürstlich-Reußischen Lehrerseminars in Greiz. Das Gebäude entstand in den Jahren 1883 bis 1884. Architekt war der Fürstliche Landbaumeister E. F. Oberländer. 1907 erhielt das Gebäude einen Anbau des Ostflügels.

Seit 1927 befand sich hier die „Deutsche Aufbauschule mit Lyzeum“, die 1945 geschlossen wurde. Heute ist hier die Volkshochschule Greiz.

Seit 1945 stand das Instrument fast unbenutzt in der Schule.

1952 wurde die Orgel von der Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich (Otto & Rudolf), Dresden, abgetragen und im Lutherhauses der Stadtkirche Greiz sachgemäß gelagert. Im Oktober desselben Jahres, nach einer gründlichen Reinigung und Reparatur der Orgel, konnte diese im Saal des Lutherhauses aufgestellt werden. 1998 verkaufte die Gemeinde das Lutherhaus.

Die Orgel wurde erst einmal in der Stadtkirche zwischengelagert bis 2003 Orgelbaumeister Gerd Christian Bochmann aus Kohren-Salis das Instrument im Bonhoeffer-Haus der Stadt Greiz aufstellen konnte.

Stimmtonhöhe: 436,5 Hz bei 18°C
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 9
Manuale: 2
Pedal: 1
Spielhilfen, Koppeln: Manualcoppel

Pedalcoppel

Calcantenruf



Disposition seit 2003 nach Acta organologica 2015

I.MANUAL C-f³ II.MANUAL C-f³ PEDAL C-d1
Principal 8‘

Flöte aus II. 8‘

Octave 4‘

Mixtur 3fach 1 1/3' °

Gedackt 8‘

Prinzipal 4‘ +

Waldflöte 2‘ *

Subbaß 16‘

Gedacktbaß 8‘


°=neu (Schmeisser?)
+=aus Salizional 8‘ I. gekürzt
*=aus Fugara 4‘ II. gekürzt


Disposition der Orgel von 1886 nach Acta organologica 2015

I.MANUAL C-f³ II.MANUAL C-f³ PEDAL C-d1
Principal 8‘

Salicional 8‘

Gedackt 8‘

Octave 4‘

Flauto amabile 8‘

Fugara 4‘

Clarinette* 8‘ [durchschlagend]

*=zusätzl. Zum KA v. 1884
Subbaß 16‘

Gedacktbaß* 8‘

NEBENREGISTER
Manualcoppel
Pedalcoppel
Calcant
BEMERKUNGEN
Durchschobene Schleiflade für die Manuale. 
Sämtliches Pfeifenwerk chromatisch aufgesstellt. 
Spieltraktur für alle 3 Werke: Strahlenabstrakten. 
Registratur mechanisch.



Bibliographie

Anmerkungen: „Historischer Bestand: Orgel (ohne Kastenbälge), 6 Register weitgehend vollständig, 2 umgebaut; Klarinette 8‘ fehlt. Gehäusefassung jetzt grau, früher offenbar dunkller.“ Acta organologica 2015
Literatur: Klaus Walter (†) / Gert Rothe (†) / Wolfram Hackel / Jiri Koucourek. Richard Kreutzbach (1839-1903). Leben und Werk. In: Acta organologica 34 (2015), S.230-231.

Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

Weblinks: Greiz, Fürstlich-Reußisches Lehrerseminar, veröffentlicht von Gottfried Rudolf

Greiz, Lutherhaus, veröffentlicht von Gottfried Rudolf

Vogtlandspiegel. Wenn Instrumente erzählen könnten. Kreutzbach-Orgel im Bonhoefferhaus Greiz