Mölln, St. Nicolai: Unterschied zwischen den Versionen

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[https://www.flentrop.nl/restauratie/molln_nicolai.html Die Orgel auf der Website von Flentrop Orgelbau]
 
[https://www.flentrop.nl/restauratie/molln_nicolai.html Die Orgel auf der Website von Flentrop Orgelbau]
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[http://twhk.de/kirchenorgeln/nicolai%20moelln.htm Beschreibung und Bilddokumentation] auf den Seiten von Thomas W. Koppermann
  
 
<youtube>https://www.youtube.com/watch?v=berHy3AVMa8</youtube>
 
<youtube>https://www.youtube.com/watch?v=berHy3AVMa8</youtube>

Version vom 23. Dezember 2022, 12:53 Uhr


Mölln St. Nicolai Orgel.jpg
Orgelbauer: Jacob Scherer, Hamburg und Christoph Julius Bünting, Lübeck
Baujahr: 1555-58 und 1754-66
Geschichte der Orgel: Nach Wikipedia, der Website der Orgelbauer Flentrop und Seggermann/Weidenbach geht die Orgel auf folgende wichtige Arbeiten zurück:

1436 – Bereits um diese Zeit muss es eine Orgel gegeben haben, die wahrscheinlich ein Blockwerk war.

ca. 1500 – Die Pfeifenreihen des Blockwerks werden durch einen unbekannten Orgelbauer durch Einrichtung von Schleifen auf der Windlade einzeln ansteuerbar gemacht.

1555/58 –Jacob Scherer konzipiert ein neues Instrument, in das er jedoch die vorhandenen Register offensichtlich weitgehend übernimmt: 7 Register erhält das Hauptwerk, 6 das Pedal, außerdem wird ein Brustwerk angelegt, das aber wahrscheinlich noch nicht von einem eigenen Manual angespielt wird.

1567 – Reparatur durch den Orgelbauer Hans Köster, nachdem ein Blitzschlag der Orgel Schaden zugefügt hatte. Er fügt ein Rückpositiv hinzu, das lt. Wikipedia 10 Register umfasst. Dort wird nun eine Größe von II/24 genannt.

1637-41 – Friedrich Stellwagen baut ein neues Brustwerk mit 5 Registern und ergänzt die anderen Werke nach Seggermann/Weidenbach wie folgt: RP + 1 Stimme, HW + 4 Stimmen, Pedal + 3 Stimmen. Erstmals ist die Orgel dreimanualig.

1754-66 - Reparatur durch Christoph Julius Bünting, der einen neuen Prospekt mit barockem Schnitzwerk baute, der bis heute erhalten ist. Auch fügt er weitere Register hinzu, die Orgel verfügt nun über III/38.

Dazwischen und danach werden noch weitere Arbeiten an der Orgel durchgeführt, u. a. 1854/55 durch Marcussen, wobei das Rückpositiv zu einem schwellbaren Oberwerk umgebaut wird. Die Registerzahl wird auf 33 reduziert.

Eine Restaurierung wurde 1954 durch Eberhard Tolle, Preetz, begonnen und in verschiedenen Abschnitten ausgeführt. Die bei der unten aufgeführten Dispositionssammlung nach Musik und Kirche wiedergegebene Disposition bietet den Zustand nach dem ersten Bauabschnitt, in dem das Rückpositiv noch nicht wieder hergestellt war und das Brustwerk und das Pedal noch eine abweichende Gestalt von der nach Abschluss dieser Arbeiten durch Eberhard Tolle in den Jahren 1972/75 bestehenden Disposition hatten. Seggermann/Weidenbach stellen die Disposition seit 1972 dar, auch diese wird untern wiedergegeben.

2018-22 – Die Orgelbauwerkstatt Flentrop aus Zaandam (Niederlande) restauriert die Orgel nach streng denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, wobei die Disposition nach den Arbeiten von Bünting als Ausgangspunkt der Arbeiten gesetzt wird. Nach den Angaben auf der Website von Flentrop Orgelbau war die Fertigstellung im Jahr 2021 geplant, wurde jedoch noch einmal verschoben. Die Wiedereinweihung fand im Mai 2022 statt.

Umbauten: siehe oben
Gehäuse: Das heutige Gehäuse wurde im Rahmen der in den Jahren 1754 bis 1766 durchgeführten Reparatur durch den Orgelbauer Christoph Julius Bünting angefertigt.
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch[1]
Registeranzahl: 40 Register[2]
Manuale: 3 Manuale, Tonumfang: CD-d³[3]
Pedal: Tonumfang: CD-d¹[4]
Spielhilfen, Koppeln: 2 Zimbelsterne

Bock-Tremulant

Normalkoppeln: RP/HW, BW/HW¹[5], RP/Ped, HW/Ped

Sperrventile zu jedem Werk

Spielhilfen zwischen 1972 und 2018: Schellenspiel, Zimbelstern, Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/Ped, II/Ped, III/Ped, 5 freie Kombinationen, Tutti, Zungeneinzelabsteller




Disposition seit 2021

Rückpositiv Hauptwerk Brustwerk (III) Pedalwerk
Prinzipal 8'

Gedact 8'

Kammer-Gedact 8‘

Octava 4'

Flöte 4'

Octava 2'

Sifflöte 1 1/3‘

Sesquialter II

Mixtur IV

Cimbel II

Oboe 8'

Quintadena 16'

Prinzipal 8'

Spitzflöte 8'

Quintatön 8'

Holpipen 8‘

Octava 4'

Holfloiten 4'

Quint 3'

Nasat 3‘

Octava 2'

Mixtur IV

Scharff/Cymbel III

Trommet 8'

Gedact 8'

Quintatön 4'

Waldflöte 2'

Sifflöte 1'

Sesquialtera II

Trichter-Regal 8'

Prinzipal 16'

Sub-Bass 16'

Octava 8'

Gedact 8'

Octava 4'

Quint 3'

Mixtur IV

Posaune 16'

Trommet 8'

Trommet 4'


Anmerkungen
  1. von 1954 – 2018 elektrisch
  2. nach Seggermann/Weidenbach und Musik und Kirch hat die Orgel nur 39 Register. Dort fehlt gegenüber der damaligen Darstellung bei Wikipedia.de die Flöte 2' im Pedal.
  3. von 1954 – 2018: C-g³
  4. von 1954 – 2018: C-f¹
  5. Schiebekoppel¹


Disposition seit 1972

Hauptwerk (I) Rückpositiv (II) Brustwerk (III) Pedalwerk
Quintadena 16'

Prinzipal 8'

Spitzflöte 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Rohrflöte 4'

Quinte 2 2/3'

Superoktave 2'

Terz 1 3/5'

Sifflöte 1'

Mixtur IV [2']

Zimbel III [1/2']

Schalmey 8'


Tremulant

Prinzipal 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Blockflöte 4'

Oktave 2'

Sesquialter II

Scharff IV

Dulzian 16'

Krummhorn 8'


Tremulant

Gedackt 8'

Flöte 4'

Prinzipal 2'

Waldflöte 2'

Quinte 1 1/3'

Scharfzimbel III

Regal 8'


Tremulant

Prinzipal 16'

Subbaß 16'

Offenbaß 8'

Gedackt 8'

Choralbaß 4'

Flöte (Quintade) 4'

Flöte 2'

Rauschpfeife IV [2 2/3']

Posaune 16'

Trompete 8'

Cornett 2'


Anmerkungen



Disposition 1954

II Hauptwerk III Brustwerk I Oberwerk Pedalwerk
Quintadena 16'

Prinzipal 8'

Spitzflöte 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Rohrflöte 4'

Quinte 2 2/3'

Superoktave 2'

Terz 1 3/5'

Sifflöte 1'

Mixtur IV 2'

Zimbel III 1/2'

Schalmei 8'


Tremulant

Gedackt 8'

Flöte 4'

Waldflöte 2'

Zimbel II 1/2'+1/4'

Regal 8'

Singend Regal 4'


Tremulant

Quintadena 8'

Lieblich Gedackt 8'

Prinzipal 4'

Blockflöte 4'

Oktave 2'

Kleinflöte 2'

Quinte 1 1/3'

Sesquialtera II 2 2/3'

Scharf IV 1'

Dulzian 16'

Krummhorn 8'


Tremulant

Prinzipal 16'

Subbaß 16'

Offenbaß 8'

Gedacktbaß 8'

Oktavbaß 4'

Rauschpfeife V 2 2/3'

Posaune 16'

Trompete 8'

Kornett 2'



Bibliographie

Literatur: Musik und Kirche 6/1958, S. 287

Seggermann/Weidenbach, Denkmalorgeln zwischen Nord- und Ostsee, S. 82

Weblinks: Website der Gemeinde

Website des Orgelbauvereins Mölln

Kirche und Orgel auf Wikipedia.de

Die Orgel auf der Website von Flentrop Orgelbau

Beschreibung und Bilddokumentation auf den Seiten von Thomas W. Koppermann