Waltershausen, Stadtkirche Zur Gotteshilfe: Unterschied zwischen den Versionen

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|ANDERER NAME    = Trost-Orgel Waltershausen
 
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|GEBÄUDE        = evangelische Stadtkirche "Zur Gotteshilfe"
 
|GEBÄUDE        = evangelische Stadtkirche "Zur Gotteshilfe"
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Die Disposition mit vielen achtfüßigen und engmensurierten Registern zeigt, dass es sich um ein typisches mitteldeutsches Instrument des 18. Jahrhunderts handelt. Andererseits weist sie eine Reihe von Besonderheiten auf. Heute sind noch ca. 70 % der Originalsubstanz vorhanden.<sup>[http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel_der_Stadtkirche_(Waltershausen) Quelle]</sup>
 
Die Disposition mit vielen achtfüßigen und engmensurierten Registern zeigt, dass es sich um ein typisches mitteldeutsches Instrument des 18. Jahrhunderts handelt. Andererseits weist sie eine Reihe von Besonderheiten auf. Heute sind noch ca. 70 % der Originalsubstanz vorhanden.<sup>[http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel_der_Stadtkirche_(Waltershausen) Quelle]</sup>
 
|STIMMTONHÖHE    = a<sup>1</sup>= 466,8 Hz bei 15°C
 
|STIMMTONHÖHE    = a<sup>1</sup>= 466,8 Hz bei 15°C
|TEMPERATUR      = wohltemperierte Stimmung (<sup>1/</sup>/<sub>5</sub> pythagoreisches Komma), pyth. Terzen in Fs und As-Dur; Cs-F = 410 Cent (detaillierte Stimmungsangaben bei [https://www.musikundtheologie.de/69.html] musikundtheologie.de)
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|TEMPERATUR      = wohltemperierte Stimmung (<sup>1/</sup>/<sub>5</sub> pythagoreisches Komma), pyth. Terzen in Fs und As-Dur; Cs-F = 410 Cent; detaillierte Angaben bei [https://www.musikundtheologie.de/69.html musikundtheologie.de]
 
|WINDLADEN      = Schleifladen<br>Winddruck: 69 mm WS<br> Balgtretanlage<br>Windversorgung über vier Spanbälge (Keilbälge), Gesamtlänge aller Windkanäle: 159 m
 
|WINDLADEN      = Schleifladen<br>Winddruck: 69 mm WS<br> Balgtretanlage<br>Windversorgung über vier Spanbälge (Keilbälge), Gesamtlänge aller Windkanäle: 159 m
 
|SPIELTRAKTUR    = mechanisch
 
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Wald-Flöte 2′  
 
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Weihnachtliche Musik aus der Stadtkirche Waltershausen, Werke von Praetorius, Händel, Mendelssohn Bartholdy, T. Heinke u.v.a, Julia Kirchner (Sopran), Steffen Naumann (Trompete) und Theophil Heinke (Trost-Orgel), Munis Artifex, 2014, CD, erhältlich im Kirchenbüro der Stadtkirche Waltershausen u. [https://orgelbau-kutter.de Orgelbau Kutter]
 
Weihnachtliche Musik aus der Stadtkirche Waltershausen, Werke von Praetorius, Händel, Mendelssohn Bartholdy, T. Heinke u.v.a, Julia Kirchner (Sopran), Steffen Naumann (Trompete) und Theophil Heinke (Trost-Orgel), Munis Artifex, 2014, CD, erhältlich im Kirchenbüro der Stadtkirche Waltershausen u. [https://orgelbau-kutter.de Orgelbau Kutter]
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Klangfaszination Trostorgel 1, Theophil Heinke, Pfarramt Waltershauzsen
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Bach in Waltershausen, Ewald Kooiman Coronata COR1223, CD, 1999, vergriffen
  
 
Bach Organ Works, James Kibbie, [http://www.blockmrecords.org/bach Homepage]
 
Bach Organ Works, James Kibbie, [http://www.blockmrecords.org/bach Homepage]

Version vom 20. April 2020, 13:17 Uhr


Ansicht der Trost-Orgel
Weitere Ansicht des Prospekts
Spieltisch
Die Stadtkirche in Waltershausen
Alternativer Name: Trost-Orgel Waltershausen
Orgelbauer: Tobias Heinrich Gottfried Trost
Baujahr: 1724-1755
Geschichte der Orgel: 1995-1998: Restaurierung durch Orgelbau Waltershausen

1722: Für den fast fertiggestellten Kirchenneubau wird eine Orgel bei Trost in Auftrag gegeben.

1724: Die Arbeiten an der Orgel beginnen.

1730: Trost reist ab, ohne die Orgel vollendet zu haben. Durch die Zahlungsschwierigkeiten der Stadt beim Bau der Orgel sowie durch die geringe Rücksichtnahme auf den Orgelbau scheint es Trost schließlich unmöglich gewesen zu sein, die Orgel zu vollenden. Allerdings hatte er wohl keinen geringen Anteil an der verfahrenen Situation. Der Bürgermeister Marci dichtete über den „liederlichen Orgelmacher Trost“: „Vor gethan und nach bedacht, hat manchen, und auch Uns bey diesem gantzen Kirch-Bau, in viel Leid und Unglück bracht. Der Orgelmacher heisst zwahr Trost, doch giebt Er uns gar schlechten Trost, Ach weren wir vom Trost erlost.“

1755: Die Orgel wird von verschiedenen Orgelbauern vervollständigt.

1835-55: Umbau und Reparatur durch Michael Hesse, u.a. Höherstimmung.

1896: Einbau einer neuen Windanlage durch Hugo Böhm.

1958-59: Einbau einer neuen Windanlage und Austausch von Registern durch Firma Eule.

1993: Vertrag über eine Restaurierung mit der Firma Orgelbau Waltershausen.

1995-98: Vollständige Restaurierung der Orgel auf den ursprünglichen Zustand.

Die Disposition mit vielen achtfüßigen und engmensurierten Registern zeigt, dass es sich um ein typisches mitteldeutsches Instrument des 18. Jahrhunderts handelt. Andererseits weist sie eine Reihe von Besonderheiten auf. Heute sind noch ca. 70 % der Originalsubstanz vorhanden.Quelle

Gehäuse: Größe der Orgel: Höhe 8,3 m, Breite 8,8 m, Tiefe (ohne Pedaltürme) 2,2 m
Stimmtonhöhe: a1= 466,8 Hz bei 15°C
Temperatur (Stimmung): wohltemperierte Stimmung (1//5 pythagoreisches Komma), pyth. Terzen in Fs und As-Dur; Cs-F = 410 Cent; detaillierte Angaben bei musikundtheologie.de
Windladen: Schleifladen
Winddruck: 69 mm WS
Balgtretanlage
Windversorgung über vier Spanbälge (Keilbälge), Gesamtlänge aller Windkanäle: 159 m
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: - 47 klingende Register

- Anzahl aller Pfeifen: 2806

- Prospektpfeifen: 318

- Metallpfeifen: 2071 (ca. 75 %)

- Holzpfeifen: 458

- Zungenpfeifen: 277 (ca. 10 %)

- Anzahl der originalen Pfeifen: 1981, 40 Register (ca. 70 %)

Manuale: 3, C-c3
Pedal: C-d1
Spielhilfen, Koppeln: - Koppeln: III/I (Hakenkoppel), II/I (Schiebekoppel), II/P (Hakenkoppel), I/P (Windkoppel)

- Zug für die Sperrventile (ohne Funktion)

- Tremulant zu allen Manualen, Tremulant OW

- Zwei Cymbelsterne

- Calcant (=Motor)



Disposition

I Brustwerk II Hauptwerk III Oberwerk Pedal
Gedackt 8′

Nachthorn 8′

Principal 4′

Flöte douce 4′

Nachthorn 4′ [1]

Gemshorn 4′

Spitz-Qvinta 3′

Nassad-Qvinta 3′                

Octava 2′

Sesqvialtera II

Mixtura III-IV [2]

Hautbous 8′

Bortun-Untersatz 16′

Groß Qvintadena 16′          

Principal 8′

Gemshorn 8′

Viol d’Gambe 8′

Portun 8′

Qvintadena 8′

Unda maris 8′

Octava 4′

Salcional 4′ [3]

Röhr-Flöta 4′

Celinder-Qvinta 3′

Super-Octava 2′

Sesqvialtera II

Mixtura VI-VIII [2]

Fagott 16' [1]

Trompetta 8′


Cymbelstern [4]

Hohl-Flöte 8′

Flöte Dupla 8′ [5] [1]

Vagarr 8′

Geigen-Principal 4′ [6]

Liebl. Principal 4′

Flöte travers 4′ [7] [1]

Spitzflöte 4′

Gedackt Qvinta 3′ [1]

Wald-Flöte 2′

Vox humana 8′ [1]


Tremulant zum ganz. Werck [8]

Tremulant zur Vox Humana [9]

Groß Principal 16′

Sub-Bass 16′

Violon-Bass 16′

Octaven-Bass 8′

Celinder-Qvinta 6′

Posaunen-Bass 32′ [1]

Posaunen-Bass 16′

Trompetten-Bass 8′

Quintadenen-Bass 16' (TM) [10]

Viol d’Gamben-Bass 8' (TM) [10]

Portun-Bass 8' (TM) [10]

Super-Octava 4' (TM) [10]

Röhr-Flöten-Bass 4′ (TM) [10]

Mixtur-Bass VI (TM) [10]


Anmerkungen
  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 rekonstruiert
  2. 2,0 2,1 teilweise rekonstruiert (original weniger als 50%)
  3. trichterförmig
  4. 2 Cymbelsterne(Züge) in C und G
  5. zweifach: eine konische offene Reihe aus Holz, eine zylindrische gedeckte Reihe aus Metall
  6. steht auf einer eigenen Windlade, die mit einer Hakenkoppel an das Oberwerk gekoppelt wird
  7. Beschriftung: 8', überbläst zum 4'
  8. auf alle Manualwerke wirkend, Kanaltremulant
  9. Tremulant zum OW, Bocktremulant
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 10,5 Transmission aus HW, nur bis c1

Alle nicht markierten Register sind original oder überwiegend original (über 80%).


Aufbau der Mixturen: Quelle

Mixtura VIII
C–h: 2′ + 11/3 + 1′ + 4/5 + 2/3 + 1/2
c1-h1: 4′ + 22/3 + 2′ + 13/5 + 11/3 + 1′ + 4/5 + 2/3
Ab c2: 8′ + 51/3 + 4′ + 31/5 + 22/3 + 2′ + 13/5 + 11/3′.


Mixtura IV
C–h: 2′ + 11/3 + 1′ + 4/5
c1-h1: 2′ + 13/5 + 11/3 + 1′
Ab c2: 4′ + 22/3 + 2′ + 13/5′.



Bibliographie

Literatur: siehe orgbase.nl
Discographie: siehe orgbase.nl

+ u.a.
Bach - Das Orgelwerk, Jörg Halubek. Homepage, Youtube, streambar auf spotify

TRIO SONATAS Johann Sebastian Bach; Simon Reichert, Orgel; Paschen records PR160032, streambar bei spotify

Weihnachtliche Musik aus der Stadtkirche Waltershausen, Werke von Praetorius, Händel, Mendelssohn Bartholdy, T. Heinke u.v.a, Julia Kirchner (Sopran), Steffen Naumann (Trompete) und Theophil Heinke (Trost-Orgel), Munis Artifex, 2014, CD, erhältlich im Kirchenbüro der Stadtkirche Waltershausen u. Orgelbau Kutter

Klangfaszination Trostorgel 1, Theophil Heinke, Pfarramt Waltershauzsen

Bach in Waltershausen, Ewald Kooiman Coronata COR1223, CD, 1999, vergriffen

Bach Organ Works, James Kibbie, Homepage

Bach - Organ Works Vol. 10, Gerhard Weinberger, jpc/cpo, CPO 999 756-2 streambar bei spotify

Weblinks: - Homepage der Trost-Orgel Waltershausen

- Internationaler BACH-LISZT Orgelwettbewerb Erfurt-Weimar-Merseburg

- Die Trost-Orgel auf orgelbits.de

- Homepage der evangelisch-lutherischen Superintendentur Waltershausen-Ohrdruf

- Wikipedia-Artikel zur Stadtkirche Waltershausen

- Wikipedia-Artikel zur Trost-Orgel

Eintrag auf orgbase.nl


Nachweise

- Quelle: Wikipedia-Artikel zur Trost-Orgel, Disposition auf trost-orgel.de, PDF


Eine Führung durch die Trost-Orgel in Waltershausen - Theophil Heinke, Jörg Halubek (Playlist "Bachs gesamtes Orgelwerk", Homepage):

Bachs Praeludium pro Organo pleno (BWV 552) aus dem Dritten Theil der Clavierübung, Jörg Halubek:


Laissez paistre vos bestes, Weihnachtliche Musik aus der Stadtkirche Waltershausen, Steffen Naumann (Trompete), Julia Kirchner (Sopran), KMD Theophil Heinke (Orgel):


Das Orgelportrait (186): Die Trost-Orgel in der Ev. Stadtkirche "Zur Gotteshilfe", Waltershausen, Thorsten Pirkl: