Bürokraten, proofreader
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Mit seinem Schwiegervater hatte Hugo Distler Ende Juli 1936 von Berchtesgaden aus einen Ausflug nach Marquartstein gemacht, wo sie eine Tante seiner Frau besuchten. Distler behielt Marquartstein in so guter Erinnerung, dass er schon lange vor Kriegsbeginn seiner Frau ans Herz legte, mit den Kindern dorthin zu ziehen, falls ihm einmal etwas zustoßen sollte. | Mit seinem Schwiegervater hatte Hugo Distler Ende Juli 1936 von Berchtesgaden aus einen Ausflug nach Marquartstein gemacht, wo sie eine Tante seiner Frau besuchten. Distler behielt Marquartstein in so guter Erinnerung, dass er schon lange vor Kriegsbeginn seiner Frau ans Herz legte, mit den Kindern dorthin zu ziehen, falls ihm einmal etwas zustoßen sollte. | ||
So schrieb er in einem Brief an seinen Schwager Erich Thienhaus im September 1939: „''Ich beginne zu fürchten, dass der Augenblick kommt, wo Waltraut und die Kinder von hier weg müssen. Ich dachte etwa an Marquartstein. ( ... ) Außerdem werde ich ja sowie¬so über kurzem einrücken müssen. | So schrieb er in einem Brief an seinen Schwager Erich Thienhaus im September 1939: „''Ich beginne zu fürchten, dass der Augenblick kommt, wo Waltraut und die Kinder von hier weg müssen. Ich dachte etwa an Marquartstein. ( ... ) Außerdem werde ich ja sowie¬so über kurzem einrücken müssen. Wir haben in Marquartstein nicht nur die Tante von Waltraut sitzen, sondern auch die Familie eines uns befreundeten Malers.“'' | ||
Wir haben in Marquartstein nicht nur die Tante von Waltraut sitzen, sondern auch die Familie eines uns befreundeten Malers.“'' | |||
Waltraut Distler befolgte diesen Rat und zog mit ihren drei Kindern 1943 nach Marquartstein zu ihrer inzwischen verwitweten Tante Gertrud Dickhäuser in die Burgstraße. Dort lebte sie bis zu Ihrem Tod im Jahr 1998. | Waltraut Distler befolgte diesen Rat und zog mit ihren drei Kindern 1943 nach Marquartstein zu ihrer inzwischen verwitweten Tante Gertrud Dickhäuser in die Burgstraße. Dort lebte sie bis zu Ihrem Tod im Jahr 1998. | ||
So ist es nachvollziehbar, dass sie die Orgel Ihres Mannes gerne vor dem Krieg schützen wollte, und weshalb das Instrument schließlich in Marquartstein zu stehen kam. | So ist es nachvollziehbar, dass sie die Orgel Ihres Mannes gerne vor dem Krieg schützen wollte, und weshalb das Instrument schließlich in Marquartstein zu stehen kam. | ||