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|GEBÄUDE = Hauptkirche St. Jacobi (14./15.Jh.) | |GEBÄUDE = Hauptkirche St. Jacobi (14./15.Jh.) | ||
|LANDKARTE = 53.550434,10.000465 | |LANDKARTE = 53.550434,10.000465 | ||
|WEITERE ORGELN = [[Hamburg, St. Jacobi ( | |WEITERE ORGELN = [[Hamburg, St. Jacobi (Schnitger-Orgel)|Schnitger-Orgel]], [[Hamburg, St. Jacobi (Kemper-Orgel)|Kemper-Orgel]], [[Hamburg, St. Jacobi (Orgelpositiv)|Orgelpositiv]] | ||
|ANDERER NAME = | |ANDERER NAME = | ||
|ERBAUER = Arp Schnitger | |ERBAUER = Arp Schnitger | ||
|BAUJAHR = | |BAUJAHR = 1689–1693 | ||
|UMBAU = Diverse kleinere Änderungen in den Jahren zwischen 1722 und 1890 durch verschiedene Orgelbauer; | |UMBAU = Diverse kleinere Änderungen in den Jahren zwischen 1722 und 1890 durch verschiedene Orgelbauer; 1959–1961 provisorische Wiederaufstellung nach dem 2. Weltkrieg zunächst im Südschiff, 1959–1961 an der ursprünglichen Stelle; 1986 Rekonstruktion und Restaurierung durch Jürgen Ahrend | ||
|GEHÄUSE = Rekonstruiertes Gehäuse nach dem originalen, welches im 2. Weltkrieg zerstört wurde | |GEHÄUSE = Rekonstruiertes Gehäuse nach dem originalen, welches im 2. Weltkrieg zerstört wurde | ||
|GESCHICHTE = '''Vorgänger-Orgel:''' | |GESCHICHTE = '''Vorgänger-Orgel:''' 1512–1516 von Jacob Iversand und Harmen Stüven erbaut, daraus wurde von Schnitger wertvolles altes Pfeifenmaterial in seinen Neubau übernommen. | ||
1689–1693 erbaute Arp Schnitger die Hauptorgel für die Jacobikirche, wobei er einige Register der Vorgängerinstrumente (unter anderem von der Orgelbauerfamilie Scherer sowie Gottfried Fritzsche) wiederverwendete. Diese Orgel wurde im 18. und 19. Jahrhundert immer wieder geringfügig umgebaut und umdisponiert. Letztlich entging sie nur knapp einer umfassenden Pneumatisierung. | |||
1890 Einbau einer pneumatischen Zusatzlade zum Brustwerk durch Marcussen (Apenrade) | 1890 Einbau einer pneumatischen Zusatzlade zum Brustwerk durch Marcussen (Apenrade) | ||
1917 Abgabe sämtlicher Zinn-Prospektpfeifen an die Heeresverwaltung für die Kriegswirtschaft, | 1917 Abgabe sämtlicher Zinn-Prospektpfeifen an die Heeresverwaltung für die Kriegswirtschaft, 1928–1930 Ersatz durch Kemper (Lübeck) | ||
Während des 2. Weltkriegs lagerte man 1942 das Pfeifenwerk sowie die Windladen und weitere Kleinteile (geschnitzte Prospektverzierungen) in einen Schutzraum unterm Kirchturm aus, wodurch diese im Gegensatz zum Orgelgehäuse, Mechanik, Spieltisch erhalten blieben (diese verbrannten im Juni 1944 bei einem Luftangriff). Da nach dem Krieg einige unsachgemäße Rekonstruktions- und Wiederaufbauversuche stattfanden, zeigte die Schnitger-Orgel immer mehr Schwächen. | Während des 2. Weltkriegs lagerte man 1942 das Pfeifenwerk sowie die Windladen und weitere Kleinteile (geschnitzte Prospektverzierungen) in einen Schutzraum unterm Kirchturm aus, wodurch diese im Gegensatz zum Orgelgehäuse, Mechanik, Spieltisch erhalten blieben (diese verbrannten im Juni 1944 bei einem Luftangriff). Da nach dem Krieg einige unsachgemäße Rekonstruktions- und Wiederaufbauversuche stattfanden, zeigte die Schnitger-Orgel immer mehr Schwächen. | ||
1983 beauftragte man schließlich Jürgen Ahrend mit einer sachgemäßen Restaurierung des Bestandes und einer damit verbundenen Rückführung auf den Originalzustand von 1693 (als Opus 139 [http://www.orgelbau-ahrend.de/sites/html/opus139w.htm Ahrend-Homepage]), Durchführung | 1983 beauftragte man schließlich Jürgen Ahrend mit einer sachgemäßen Restaurierung des Bestandes und einer damit verbundenen Rückführung auf den Originalzustand von 1693 (als Opus 139 [http://www.orgelbau-ahrend.de/sites/html/opus139w.htm Ahrend-Homepage]), Durchführung 1989–1993 | ||
|STIMMTONHÖHE = a<sup>1</sup> = 495,45 Hz bei | |STIMMTONHÖHE = a<sup>1</sup> = 495,45 Hz bei 18 °C | ||
|TEMPERATUR = | |TEMPERATUR = modifizierte Mitteltönigkeit (<sup>1</sup>/<sub>5</sub> synt. Komma) | ||
|WINDLADEN = Schleifladen | |WINDLADEN = Schleifladen | ||
|SPIELTRAKTUR = mechanisch | |SPIELTRAKTUR = mechanisch | ||
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|REGISTER = 60 | |REGISTER = 60 | ||
|MANUALE = 4; Hauptwerk, Oberwerk, Brustwerk: CDEFGA–c<sup>3</sup>; Rückpositiv: CDE–c<sup>3</sup> | |MANUALE = 4; Hauptwerk, Oberwerk, Brustwerk: CDEFGA–c<sup>3</sup>; Rückpositiv: CDE–c<sup>3</sup> | ||
|PEDAL = C–d<sup>1</sup> (Bem: Das große ''Cis'' im Pedal ist eine Oktavkoppelung des ''cis<sup>0</sup>'') | |PEDAL = C–d<sup>1</sup> (Bem.: Das große ''Cis'' im Pedal ist eine Oktavkoppelung des ''cis<sup>0</sup>'') | ||
|SPIELHILFEN = III/II, IV/II, Trommel | |SPIELHILFEN = III/II, IV/II, Trommel | ||
}} | }} | ||
| Zeile 196: | Zeile 196: | ||
"Die schönsten Orgeln" - Orgelkalender 2008 (St. Benno-Verlag Leipzig) | "Die schönsten Orgeln" - Orgelkalender 2008 (St. Benno-Verlag Leipzig) | ||
|WEBLINKS = [http://www.jacobus.de/neu/deutsch/index_5_5.html | |WEBLINKS = [http://www.jacobus.de/neu/deutsch/index_5_5.html Website der Kirchengemeinde] | ||
[http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel_der_Hauptkirche_Sankt_Jacobi_(Hamburg) Ausführlicher Wikipedia-Artikel zur Schnitger-Orgel] | [http://de.wikipedia.org/wiki/Orgel_der_Hauptkirche_Sankt_Jacobi_(Hamburg) Ausführlicher Wikipedia-Artikel zur Schnitger-Orgel] | ||
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twhk.de -block. | twhk.de -block. | ||
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== Videos == | |||
'''D. Buxtehude: Praeludium und Fuge d-Moll BuxWV 140 – Rudolf Kelber:''' <youtube>https://youtu.be/JRP8g0vryMM</youtube> | |||
'''J.S. Bach: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ BWV 649 – Rudolf Kelber:''' <youtube>https://youtu.be/obQNMfka7JI</youtube> | |||
[[Kategorie:1650-1699]] | [[Kategorie:1650-1699]] | ||