München/Trudering, St. Augustinus: Unterschied zwischen den Versionen

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|ORT            = 81825 München-Trudering, Oberbayern, Bayern, Deutschland
 
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|GEBÄUDE        = Katholische Pfarrkirche St. Augustinus
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|ERBAUER        = Carl Schuster & Sohn
 
|ERBAUER        = Carl Schuster & Sohn
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:Im Pedal: Umarbeitung/Austausch des Rohrpommer 8' zu einer Flöte 8'.
 
:Im Pedal: Umarbeitung/Austausch des Rohrpommer 8' zu einer Flöte 8'.
  
- 2021/22 Generalsanierung, Schimmelbeseitigung und Austausch der Taschenladen durch Schleifladen durch Orgelbau Frenger (Bruckmühl). Die Disposition wurde bis auf den Platztausch der Mixturen von Schwell- und Hauptwerk nicht sichtlich verändert.
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- 2021/22 Generalsanierung, Schimmelbeseitigung und Austausch der Taschenladen durch Schleifladen durch Orgelbau Frenger (Feldkirchen-Westerham). Die Disposition wurde bis auf den Platztausch der Mixturen von Schwell- und Hauptwerk nicht sichtlich verändert.
 
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|GESCHICHTE      = Interessanterweise war im ersten Angebot von Carl Schuster von Schleifladen (Tonkanzellen) die Rede, das spätere Angebot beinhaltete die (letztendlich gebauten) und damals noch gängigen Taschenladen, was später zu den bekannten Problemen führte. Es ist daher zu vermuten, daß es Widerstand gegen den Bau des damals unüblichen Schleifladensystems gab (vgl. [1]). Insofern ist es eine Ironie des Schicksals, dass die Orgel nach dem jüngsten Umbau nun doch Schleifladen hat.
 
|GESCHICHTE      = Interessanterweise war im ersten Angebot von Carl Schuster von Schleifladen (Tonkanzellen) die Rede, das spätere Angebot beinhaltete die (letztendlich gebauten) und damals noch gängigen Taschenladen, was später zu den bekannten Problemen führte. Es ist daher zu vermuten, daß es Widerstand gegen den Bau des damals unüblichen Schleifladensystems gab (vgl. [1]). Insofern ist es eine Ironie des Schicksals, dass die Orgel nach dem jüngsten Umbau nun doch Schleifladen hat.

Aktuelle Version vom 19. Februar 2024, 11:45 Uhr


Schuster-Edouard-Frenger-Orgel in St. Augustinus Trudering
München-Trudering, St. Augustinus, Schuster-Orgel (2).jpg
München-Trudering, St. Augustinus, Schuster-Orgel (4).jpg
München-Trudering, St. Augustinus, Schuster-Orgel (7).jpg
Orgelbauer: Carl Schuster & Sohn
Baujahr: 1965
Geschichte der Orgel: Interessanterweise war im ersten Angebot von Carl Schuster von Schleifladen (Tonkanzellen) die Rede, das spätere Angebot beinhaltete die (letztendlich gebauten) und damals noch gängigen Taschenladen, was später zu den bekannten Problemen führte. Es ist daher zu vermuten, daß es Widerstand gegen den Bau des damals unüblichen Schleifladensystems gab (vgl. [1]). Insofern ist es eine Ironie des Schicksals, dass die Orgel nach dem jüngsten Umbau nun doch Schleifladen hat.
Umbauten: - 1971 Austausch der originalen Hauptwerkstrompete gegen eine „Französische Trompete“. Die Hauptwerkstrompete wurde 1971 zwischenzeitlich als Trompete 4' anstelle eines nicht namentliche bekannten ursprünglichen Registers ins Pedal eingebaut und bereits kurze Zeit später gegen das bis heute vorhandene Fagott 16' ausgetauscht.

- 1979 Umdisponierung durch Hubertus Graf von Kerssenbrock: Austausch beider Zungen im Positiv (Dulzian 16' anstelle von Musette 16' und neues Krummhorn 8').

- 1987 Austausch der originalen Quintadena 8' im Positiv gegen eine Rohrflöte.

- 1994 Erneuerung der Schwellsteuerung (stufenlose elektrische Steuerung anstelle der originalen mehrstufigen pneumatischen Anlage)

- 1998 Renovierung und Umdisponierung durch Jean-Paul Edouard (Huglfing):

Im Hauptwerk: Einbau einer Flûte harmonique 8' anstelle der Spillflöte 8' eines Clairon 4' anstelle der Scharfzimbel 1'; Umarbeitung des Gedacktpommer 16' zum Bourdon 16'.
Im Positiv:Aufrücken der Gemsquinte 11/3' zu Nasat 22/3' sowie der Zimbel von 1/2' zu 1'; Austausch des nicht originalen Dulzian 16' (Kerssenbrock) gegen eine Terz 13/5'.
Im Schwellwerk: Zusammenfassen der Einzelaliquoten Nasat 22/3' und Terz 13/5' zu einer Sesquialtera 2f und Einbau einer Vox coelestis auf dem freigewordenen Pfeifenstock; Umarbeitung des Glöckleitons 2' zur Flöte 2'; Umarbeitung/Aufrückung des Scharf 1' zum Plein jeu 11/3'.
Im Pedal: Umarbeitung/Austausch des Rohrpommer 8' zu einer Flöte 8'.

- 2021/22 Generalsanierung, Schimmelbeseitigung und Austausch der Taschenladen durch Schleifladen durch Orgelbau Frenger (Feldkirchen-Westerham). Die Disposition wurde bis auf den Platztausch der Mixturen von Schwell- und Hauptwerk nicht sichtlich verändert.

Windladen: Schleifladen (bis 2021 Taschenladen)
Spieltraktur: elektrisch (bis 2012 elektropneumatisch)
Registertraktur: elektrisch (bis 2012 elektropneumatisch)
Registeranzahl: 41
Manuale: 3 C-g3
Pedal: 1 C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Generalkoppel

Spielhilfen: Setzeranlage, 2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Tutti, Crescendowalze, Walze Ab, Handregister aus Crescendo, Koppeln aus Crescendo, Einzelabsteller für Labialregister aus der Crescendowalze[1], Zungeneinzelabsteller, Zungengeneralabsteller, Handregister zu den freien Kombinationen, Pianopedal Ab, Manual 16' Ab



München-Trudering, St. Augustinus, Schuster-Orgel (02).jpg
München-Trudering, St. Augustinus, Schuster-Orgel (03).jpg
München-Trudering, St. Augustinus, Schuster-Orgel (05).jpg


Disposition seit 2022

I Hauptwerk II Positiv III Schwellwerk Pedal
Bourdon 16'

Prinzipal 8'

Flûte harmonique 8'

Rohrflöte 8'

Oktave 4'

Offenflöte 4'

Oktave 2'

Mixtur 11/3' [2]

Trompete 8'

Clairon 4'

Rohrflöte 8'

Holzgedackt 8'

Singenprinzipal 4' [3]

Blockflöte 4'

Quinte 22/3'

Waldflöte 2'

Terz 13/5'

Zimbel 1'

Krummhorn 8'

Tremulant

Harfenprinzipal 8'

Metallgedackt 8'

Weidenpfeife 8'

Vox coelestis 8'

Prinzipal 4'

Koppelflöte 4'

Flöte 2'

Sesquialter 2f

Mixtur 2' [2]

Englisch Horn 16'

Oboe 8'

Rohrschalmei 4'

Tremulant

Prinzipal 16'

Subbass 16'

Oktavbass 8'

Flöte 8'

Choralbass 4'

Feldflöte 2'

Mixtur 22/3'

Posaune 16'

Fagott 16'

Trompete 8'


Anmerkungen:

  1. Hierbei handelt es sich um eine einzigartige Kuriosität!
  2. 2,0 2,1 2022 haben die Mixturen von Schwell- und Hauptwerk durch Frenger ihre Plätze getauscht.
  3. Sic! Siehe Spieltischfoto.


Spieltisch
Register links
Register rechts


Disposition 1998-2022

I Hauptwerk II Positiv III Schwellwerk Pedal
Bourdon 16'

Prinzipal 8'

Flûte harmonique 8'

Rohrflöte 8'

Oktave 4'

Offenflöte 4'

Oktave 2'

Mixtur 2'

Trompete 8'

Clairon 4'

Rohrflöte 8'

Holzgedackt 8'

Singenprinzipal 4' [1]

Blockflöte 4'

Quinte 22/3'

Waldflöte 2'

Terz 13/5'

Zimbel 1'

Krummhorn 8'

Tremulant

Harfenprinzipal 8'

Metallgedackt 8'

Weidenpfeife 8'

Vox coelestis 8'

Prinzipal 4'

Koppelflöte 4'

Flöte 2'

Sesquialter 2f

Plein jeu 11/3'

Englisch Horn 16'

Oboe 8'

Rohrschalmei 4'

Tremulant

Prinzipal 16'

Subbass 16'

Oktavbass 8'

Flöte 8'

Choralbass 4'

Feldflöte 2'

Mixtur 22/3'

Posaune 16'

Fagott 16'

Trompete 8'


Anmerkung:

  1. Sic! Siehe Spieltischfoto.
Firmenschild Schuster
Firmenschild Edouard
Firmenschild Frenger


Disposition 1987-1998

I Hauptwerk II Positiv III Schwellwerk Pedal
Gedacktpommer 16'

Prinzipal 8'

Rohrflöte 8'

Spillflöte 8'

Oktave 4'

Offenflöte 4'

Oktav 2'

Mixtur 2'

Scharfcymbel 1'

Trompete 8'

Holzgedackt 8'

Rohrflöte 8' [1]

Singenprinzipal 4'

Blockflöte 4'

Waldflöte 2'

Gemsquinte 11/3'

Zimbel 1/2'

Dulzian 16' [2]

Krummhorn 8'

Tremulant

Harfenprinzipal 8'

Metallgedackt 8'

Weidenpfeife 8'

Weitprinzipal 4'

Koppelflöte 4'

Nasat 22/3'

Glöckleinton 2'

Terz 13/5'

Scharf 1'

Englisch Horn 16'

Oboe 8'

Rohrschalmei 4'

Tremulant

Prinzipalbass 16'

Subbass 16'

Oktavbass 8'

Rohrpommer 8'

Choralbass 4'

Feldflöte 2'

Pedalmixtur 22/3'

Posaune 16'

Trompete 8'

Fagott 16'


Anmerkungen:

  1. 1987 neu.
  2. Bei der Benennung dieses Registers widerspricht sich die Festschrift: In der Disposition auf Seite 12 ist das Register als „Schalmey 16'“ bezeichnet, Bernhard Schmidt nennt allerdings in seinem ausführlichen Bericht über die Orgelhistorie auf Seite 11 mehrfach die Bezeichnung „Dulzian 16'“ und erwähnt explizit, dass dieses Register 1979 durch Kerssenbrock ein- und 1998 durch Edouard wieder ausgebaut wurde.
Prospekt im Jahr 2012


Disposition 1979-1987

I Hauptwerk II Positiv III Schwellwerk Pedal
Gedacktpommer 16'

Prinzipal 8'

Rohrflöte 8'

Spillflöte 8'

Oktave 4'

Offenflöte 4'

Oktav 2'

Mixtur 2'

Scharfcymbel 1'

Trompete 8'

Holzgedackt 8'

Quintadena 8'

Singenprinzipal 4'

Blockflöte 4'

Waldflöte 2'

Gemsquinte 11/3'

Zimbel 1/2'

Dulzian 16' [1]

Krummhorn 8' [2]

Tremulant

Harfenprinzipal 8'

Metallgedackt 8'

Weidenpfeife 8'

Weitprinzipal 4'

Koppelflöte 4'

Nasat 22/3'

Glöckleinton 2'

Terz 13/5'

Scharf 1'

Englisch Horn 16'

Oboe 8'

Rohrschalmei 4'

Tremulant

Prinzipalbass 16'

Subbass 16'

Oktavbass 8'

Rohrpommer 8'

Choralbass 4'

Feldflöte 2'

Pedalmixtur 22/3'

Posaune 16'

Trompete 8'

Fagott 16' [3]


Anmerkungen:

  1. Bei der Benennung dieses Registers widerspricht sich die Festschrift: In der Disposition auf Seite 12 ist das Register als „Schalmey 16'“ bezeichnet, Bernhard Schmidt nennt allerdings in seinem ausführlichen Bericht über die Orgelhistorie auf Seite 11 mehrfach die Bezeichnung „Dulzian 16'“ und erwähnt explizit, dass dieses Register 1979 durch Kerssenbrock ein- und 1998 durch Edouard wieder ausgebaut wurde.
  2. 1979 neu.
  3. Vermutlich bereits vor 1979 anstelle der Trompete 4' eingebaut.


Disposition 1971 (1965)-1979

I Hauptwerk II Positiv III Schwellwerk Pedal
Gedacktpommer 16'

Prinzipal 8'

Rohrflöte 8'

Spillflöte 8'

Oktave 4'

Offenflöte 4'

Oktav 2'

Mixtur 2'

Scharfcymbel 1'

Trompete 8'

Holzgedackt 8'

Quintadena 8'

Singenprinzipal 4'

Blockflöte 4'

Waldflöte 2'

Gemsquinte 11/3'

Zimbel 1/2'

Musette 16'

Krummhorn 8'

Tremulant

Harfenprinzipal 8'

Metallgedackt 8'

Weidenpfeife 8'

Weitprinzipal 4'

Koppelflöte 4'

Nasat 22/3'

Glöckleinton 2'

Terz 13/5'

Scharf 1'

Englisch Horn 16'

Oboe 8'

Rohrschalmei 4'

Tremulant

Prinzipalbass 16'

Subbass 16'

Oktavbass 8'

Rohrpommer 8'

Choralbass 4'

Feldflöte 2'

Pedalmixtur 22/3'

Posaune 16'

Trompete 8'

Trompete 4' [1]


Anmerkung:

  1. 1971 aus der erneuerten Trompete 8' des Hauptwerks umgearbeitet, kurze Zeit später durch das heutige Fagott 16' ersetzt. Es ist derzeit leider nicht bekannt welches Register sich von 1965 bis 1971 an diesem Platz befunden hatte. Mit Ausnahme dieses unbekannten Registers entspricht die hier wiedergegebene Disposition dem originalen Stand von 1965.





Bibliographie

Anmerkungen: Einige Pfeifen der ursprünglichen Orgel wurden zur Finanzierung des Umbaus von 1998 bei einem Basar versteigert.
Quellen/Sichtungen: - Eigene Sichtung - Februar 2024

- Festschrift zur Wiederweihe: Die Schuster-Edouard-Frenger-Orgel (1965-1999-2022) von St. Augustinus München - Eine Dokumentation

- Beschreibung der Orgel auf der Webseite der Kirchengemeinde - April 2023.

Weblinks: Presseartikel zur Orgelsanierung (abgerufen im Sept.2021)[1]

Informationen zur Orgelsanierung