Linz, alter Dom (Brucknerorgel)

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Prospektansicht Orgel
Bruckner-Gedenktafel am Dom
Orgelbauer: Franz Xaver Krismann (Chrismann) / Leopold Breinbauer/Ottensheim
Baujahr: 1764-66 / 1856-67
Geschichte der Orgel: 1857-1893 Umbauten durch Leopold Breinbauer nach Wünschen Anton Bruckners

nach verschiedenen Veränderungen: 1979/80 Renovierung (Rückbau, auf Bruckner bezogen) durch Fa. Rieger (u.a. Zungenstimmen komplett erneuert)

1980 Restaurierung durch Rieger-Orgelbau, Schwarzach

2016 Restaurierung durch Kuhn (Männedorf, Schweiz)

Gehäuse: 1790 von Franz Xaver Chrismann
Temperatur (Stimmung): gleichstufige Stimmung
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 32
Manuale: 3, CDEFGABHC – c’’’ (kurze Oktave)
Pedal: CDEFGABHC – GIS (kurze Oktave, 12 Töne repetierend, 17 Tasten)
Spielhilfen, Koppeln: Coppula II/I, Coppula III/I; Sperrventile für I, II und III



Disposition

I Hauptwerk II Mittelmanual III Oberwerk Pedal
Portun 16‘

Salicional 8‘

Coppel 8‘

Quint 6‘

Octav 4‘

Picolo 4‘

Quint 3‘

Superoctav 2‘

Mixtur 7f.

Cornett 4f.

Flauto 16‘

Principal 8‘

Coppel 8‘

Gamba 8‘

Vox humana 8‘

Echo 8‘

Octave 4‘

Flöte 4‘

Vagott 8' (Baß C-h)

Trompete 8' (Diskant c1 - c3)

Principal 8‘

Coppel 8‘

Salicet 8‘

Spitzfloete 4‘

Quint 3‘

Superoctav 2‘

Mixtur 3f.

Principalbas 16‘ + 8‘

Subbas 16‘

Octavbas 8‘

Pedal Mixtur 6f. (1)

Pombarton 16‘

(1) = Die Pedalmixtur ist nur dann spielbar, wenn das Register "Principalbas" gezogen ist.


Bibliographie

Anmerkungen: Dieses bedeutende Instrument wird auch als "Bruckner-Orgel" bezeichnet, wirkte doch Anton Bruckner hier 13 Jahre als Organist und befindet sich dieses Instrument noch weitgehend im Originalzustand.

Als im Jahre 1786 das Stift Engelszell säkularisiert wurde, beschloss das Linzer Domkapitel, die Orgel der Stiftskirche Engelszell in die neue Linzer Domkirche zu transferieren. Diese Arbeit samt Adaption und neuem Orgelgehäuse wurden 1790 durch den ursprünglichen Erbauer Franz Xaver Chrismann durchgeführt. Die ehemalige Jesuitenkirche von Linz wurde 1784 zur Domkirche von Linz erhoben.

Ursprünglich als Orgel süddeutscher Tradition des 18. Jhdts. mit einem relativ kleinen Pedalwerk ausgestattet, wurde dieses Instrument in weiterer Folge nach den klanglichen Vorstellungen Anton Bruckners durch Leopold Breinbauer umgebaut. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass die Tonumfänge des Pedals (kurze Oktaven, repetierendes 17-Töne-Pedal) bei diesem Umbau unverändert blieben. Allerdings wurde das in barocker Tradition ursprünglich vorhandene Blockwerk geteilt, das Emporenpositiv in das Hauptgehäuse integriert (mittig zwischen die Haupttürme, hinterm Spieltisch) und diverse Grundstimmen anstelle der Aliquotenstimmen eingebaut, um diese Orgel dem romantischen Zeitgeist anzupassen.

In Anbetracht des Umstandes, dass andere Bruckner-Orgeln inzwischen baulich verändert bzw. einem Neubau wichen (Stadtpfarrkirche Linz, Orgel des Augustiner Chorherrenstiftes St. Florian/Linz) erweist sich dieses Instrument noch original erhaltene Bruckner-Orgel. Eine Gedenktafel an der Fassade des Alten Domes erinnert an Anton Bruckners Wirken als Linzer Domorganist.

Discographie: siehe auf orgbase.nl
Literatur: siehe auf orgbase.nl
Weblinks: Beschreibung der Orgel auf der Seite http://dioezese-linz.at

restauriert 2016: Orgelbau Kuhn AG, Männedorf

Wikipedia

Restaurierung durch Kuhn

Beschreibung auf orgelmusik.at