Bochum, Hauptfriedhof (Große Trauerhalle)
Adresse: Immanuel-Kant-Straße 52, 44803 Bochum
Gebäude: Große Trauerhalle im Hauptfriedhof
Weitere Orgeln: Große Trauerhalle - Kleine Trauerhalle
Datei:Bochum Trauerhalle 1938.png Blick ins Pfeifenwerk (Aufn. 1939) |
| Orgelbauer: | E.F. Walcker & Cie (Ludwigsburg) |
| Baujahr: | 1938 • op.2613 |
| Geschichte der Orgel: | Es handelt sich um eine sogenannte Tonhallenorgel (alle Register stehen in einem Generalschweller. Bei der Erbauung wurde eine spätere Erweiterung vorbereitet, die jedoch nicht realisiert wurde. So sind im Spieltisch noch heute je 2 Reservewippen für das I. Manual und Pedal, und 3 Reservewippen für das II. Manual vorhanden.
Die Orgeln in beiden Trauerhallen des Hauptfriedhofs waren lange Zeit unspielbar. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat im März 2026 glücklicherweise beschlossen, die Sanierung zweier Orgeln in den Trauerhallen des Bochumer Hauptfriedhofs mit 125.000 Euro zu fördern. Die Mittel stammen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Insgesamt sind für die Ertüchtigung und Restaurierung der beiden Instrumente rund 250.000 Euro vorgesehen. Die Stadt Bochum stellt dafür einen Eigenanteil in gleicher Höhe bereit. "Mit der Förderung kann ein bedeutendes Zeugnis der Orgelbaukunst des frühen 20. Jahrhunderts gesichert werden und bald wieder erklingen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll nach Bewilligung der Fördermittel zeitnah erfolgen." |
| Spieltraktur: | elektropneumatisch |
| Registertraktur: | elektropneumatisch |
| Registeranzahl: | 14 (17) |
| Manuale: | 2 C-g3 |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | II/I, II/P, I/P, Ober II/I, Unter II/I; Handregister ab; Crescendo-Walze mit Anzeiger; Tutti; 2 freie Kombinationen; Koppeln aus der Walze; Schweller für ganzes Werk. |
Disposition am Spieltisch[1]
| I. Manual | II. Manual[2] | Pedal |
- Anmerkungen
Bibliographie
| Anmerkungen: | Die Gebäude am Haupteingang entstanden erst nach der Eröffnung vom Hauptfriedhof Bochum zwischen 1935 und 1939. Sie bestehen aus Ruhrsandstein und sind in einem repräsentativen Baustil ihrer Zeit gehalten. Sie sind monumental und von klaren vertikalen, also senkrechten Strukturen geprägt. Fast alle Gebäude sind miteinander verbunden und bilden ein Ensemble, das heute unter Denkmalschutz steht.
Das größte Bauwerk ist die zentrale Trauerhalle mit einem hohen Atrium, das den Blick in den Himmel öffnet. Die Größe des Bauwerks wird im Foto erst im Vergleich mit der blonden Person deutlich. Rechts und links des Portals stehen sechs überlebensgroße Figuren, zu denen die Besuchenden hinaufschauen müssen. Nebenan befindet sich eine kleinere Trauerhalle mit einer weiteren Statue, die das architektonische Ensemble ergänzt. Der Bochumer Anzeiger vom 22. März 1939 berichtet: "Die neue Orgel der großen Trauerhalle ist ein kleines Wunderwerk. Musikdirektor Mehrmann (Bochum), nach dessen Angaben sie erbaut wurde und der sie auch bereits zur Probe spielte, gibt darüber folgendes Urteil ab: |
| Literatur: | Walcker-Opusbuch Nr.36, S. 470-475 |
| Weblinks: | Wikipedia
Der Hauptfriedhof auf www.ruhrgebiet-industriekultur.de Zeitungsbericht über Friedhof und Orgel im Bochumer Anzeiger |