Geisenfeld, St. Emmeram und Mariä Himmelfahrt

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Orgelbauer: Romanus Seifert & Sohn
Baujahr: 2026 (geplant)
Geschichte der Orgel: Die bisherige Weise-Orgel aus dem Jahr 1924 war in den folgenden Jahrzehnten bis zur Unkenntlichkeit umgebaut worden und vermochte es aufgrund technischer und klanglicher Mängel nicht den Kirchenraum angemessen zu füllen. Durch den Einsatz der Organisten Sascha Ebert, Jens Elflein und Dr. Steffen Link wurde der Neubau einer angemessenen Orgel unter Verwendung brauchbaren Pfeifenmaterials der Vorgängerorgel angeregt und der Auftrag an die Firma Seifert aus Kevelaer vergeben. Die Fertigstellung der neuen Seifert-Orgel ist für Ende 2026 geplant.
Gehäuse: Neubarockes Orgelgehäuse der Vorgängerorgel von 1924
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: elektrisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 38 (54)
Manuale: 3 C-g3
Pedal: 1 C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln:

Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

Suboktavkoppel: II/I, II/II

Superoktavkoppeln: II/I, II/II, II/P

Melodiekoppel: III/I


Spielhilfen: Setzeranlage, II Äquallage Ab, ...



Disposition

I Hauptwerk II Schwellwerk III Solo [1] Pedal

Bordun 16' [2]

Principal 8'

Harmonieflöte 8'

Bordun 8' [3]

Gambe 8'

Quinte 51/3'

Octave 4' [2]

Rohrflöte 4' [2]

Quinte 22/3' [4]

Superoctave 2' [2]

Terz 13/5'

Larigot 11/3' [4] [2]

Oktävlein 1' [2]

Mixtur 4f 11/3' [2]

Cornett 5f 8' [5]

Trompete 8'

Geigenprincipal 8'

Gedackt 8' [2]

Salicional 8' [2]

Vox coelestis 8' [6]

Traversflöte 4'

Violine 4'

Nasard 22/3' [2]

Waldflöte 2'

Terz 13/5' [2]

Harmonia aetheria 3f 22/3'

Cymbel 2f 1/2' [2]

Horn 16' [7]

Trompete 8' [2]

Oboe 8'

Clarine 4'

Tremulant

Seraphongedackt 8' [8]

Seraphonvioline 8' [8]

Fugara 4'

Seraphongedackt 4' [9]

Seraphonvioline 4' [10]

Gemshorn 2' [11]

Aeolsharfe 2f 2' [2]

Septime 11/7'

Violcornett 3f 22/3'

Bassklarinette 16' [12]

Klarinette 8' [13]

Tremulant

Contrabass 16' [2]

Subbass 16' [2]

Zartbass 16' [3]

Quintbass 102/3' [2]

Octavbass 8' [2]

Violoncello 8' [14]

Gedacktbass 8' [15]

Choralbass 4' [16]

Posaune 16' [2]

Harmonikabass 16' [17]

Basstrompete 8' [18]

Clarine 4' [19]


Anmerkungen:

  1. Schwellbar.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 Registerbestand ganz oder teilweise aus der Vorgängerorgel übernommen.
  3. 3,0 3,1 Extension/Transmission aus dem Hauptwerk (I), Bordun 16'.
  4. 4,0 4,1 Extensionen aus der Quinte 51/3'.
  5. Gruppenzug von Bordun 8', Rohrflöte 4', Quinte 22/3', Superoctave 2', Terz 13/5'.
  6. ab c0.
  7. Extension aus der Trompete 8'.
  8. 8,0 8,1 Doppelt labiert.
  9. Extension aus dem Seraphongedackt 8'.
  10. Extension aus der Seraphonvioline 8'.
  11. Vorabzug aus der Aeolsharfe 2f 2'.
  12. Extension aus der Klarinette 8'.
  13. Durchschlagend, Bauweise nach Ӕolian.
  14. Extension aus dem Contrabass 16'.
  15. Extension aus dem Subbass 16'.
  16. Extension aus dem Octavbass 16'.
  17. Transmission aus dem Solo (III), Bassklarinette 16' (durchschlagend).
  18. Extension aus der Posaune 16'.
  19. Transmission aus dem Schwellwerk (II), Clarine 4'.


Winddrücke:

• Hauptwerk: 75 mmWS
• Schwellwerk: 85 mmWS
• Solo und Pedal: 110 mmWS


Weise-Hirnschrodt-Adam-Rickert-Orgel 1924-2026

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Michael Weise
Baujahr: 1924
Geschichte der Orgel: Die derzeitige Orgel der Stadtpfarrkirche Geisenfeld geht in Teilen zurück auf das mechanische Vorgängerinstrument von Max Maerz aus dem Jahr 1877, aus dem noch einige Pfeifen in der heutigen Orgel erhalten sind. Gegen Ende des Jahres 1924 wurde das Instrument durch die Firma Michael Weise (Plattling) neu gebaut und am 22. Januar 1925 durch Josef Renner aus Regensburg abgenommen. Aus finanziellen Gründen wurden von den ursprünglich 20 geplanten Registern lediglich 15 Register als Teilausbau realisiert. Der heutige Zustand ist das Resultat dreier zum Teil tief in die Substanz eingreifender Umbauten und Erweiterungen (Hirnschrodt 1937, Adam 1976, Rickert 1986), die den Charakter der ursprünglichen Weise-Orgel zur Unkenntlichkeit verändert haben. Die Weise-Orgel wird in der zweiten Januarhälfte 2026 abgebaut und bis Herbst desselben Jahres durch einen Neubau der Firma Seifert ersetzt.
Umbauten: - 1937 Umbau und Erweiterung durch Eduard Hirnschrodt (Regensburg).

- 1976 Umbau und Erweiterung durch Paul Adam (Straßburg).

- 1986 Umbau, Elektrifizierung und neuer Spieltisch durch Johann Rickert (Regensburg).

Gehäuse: Neubarockes Orgelgehäuse von 1924.
Windladen: Membranladen
Spieltraktur: elektropneumatisch [ursprünglich: pneumatisch]
Registertraktur: elektropneumatisch [ursprünglich: pneumatisch]
Registeranzahl: 21 (22)
Manuale: 2 C-g3
Pedal: 1 C-d1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln:

Normalkoppeln: II/I, I/P, II/P

Suboktavkoppel: II/I

Superoktavkoppeln: I/I, II/I


Spielhilfen: 2 freie Kombinationen, Piano, Mezzoforte, Forte, Tutti, Pianopedal, Crescendowalze, Walze Ab, Auslöser


Datei:Geisenfeld, St. Emmeram und Mariä Himmelfahrt, Weise-Hirnschrodt-Adam-Rickert-Orgel (21).jpg
Seitlicher Blick auf die Windladen des Schwellwerks: Die linke Membranlade mit vier Registern stammt mutmaßlich noch von Weise (1924). Rechts davon wurde die Schwellwerkswindlade in mehreren Bauphasen durch Zubauten erweitert.



Aktuelle Disposition

I Hauptwerk II Schwellpositiv Pedal

Bourdon 16'

Prinzipal 8' [1]

Rohrflöte 8'

Oktave 4'

Prinzipal 2'

Mixtur 4f 11/3'

Trompete 8' [2]

Clarine 4'

Gedeckt 8'

Salicional 8'

Blockflöte 4'

Schwiegel 22/3'

Gemshorn 2'

Terz 13/5'

Larigot 11/3'

Zimbel 3f 1'

Krummhorn 8' [3]

Tremulant [4]

Kontrabass 16'

Subbass 16'

Zartbass 16' [5]

Oktavbass 8'

Posaune 16'


Anmerkungen:

  1. Seit mehreren Jahren ist die Registereinschaltung des Prinzipal 8' defekt und aufgrund der Unerreichbarkeit der entsprechenden Membran nicht ohne erheblichen Aufwand reparierbar.
  2. Vermutlich 1976 durch Paul Adam außerhalb des Gehäuses links und rechts aufgestellt. Die Trompete ist bedingt durch ihre Aufstellung übermäßig präsent. Darüber hinaus führen die unterschiedlich langen Kondukten zwischen C- und Cis-Seite zu einem erheblichen Unterschied in der Repetitionsqualität zwischen C- und Cis-Seite.
  3. Aufgrund zahlreicher Winddurchstecher ist das Krummhorn 8' nicht mehr spielbar.
  4. Einstellbar.
  5. Windabschwächung aus dem Subbass 16'.




Bibliographie

Quellen/Sichtungen: Angaben zur neuen Seifert-Orgel: Mitteilung durch Sascha Ebert und Marco Ellmer - Januar 2026


Angaben zur Weise-Hirnschrodt-Adam-Rickert-Orgel:

Eigene Sichtung - Oktober 2024

Staatsarchiv München, Bestand Bezirksamt Pfaffenhofen/Ilm Nr. 48923 Reparatur der Orgel in der Pfarr-Kirche in Geisenfeld 1877/Erbauung einer neuen Orgel in der Pfarrkirche zu Geisenfeld 1924
(Recherche durch Mark Vogl)

Weblinks: Webseite der Kirchengemeinde