Wiesbaden, St. Bonifatius
Anmerkungen:
Adresse: Luisenstraße 33, 65185 Wiesbaden, Hessen, Deutschland
Gebäude: Katholische Pfarrkirche St. Bonifatius
| Orgelbauer: | Hugo Mayer Orgelbau |
| Baujahr: | 1985 |
| Geschichte der Orgel: | Beim Bau der Orgel 1985 wurde fast das vollständige Pfeifenwerk der Vorgängerorgel, die Romanus Seifert & Sohn, Kevelaer, 1954 mit III/40 (lt. Hollingshaus/Lenz "real 35") erbaut hatte, überarbeitet und weiterverwendet. (Disposition der Seifert-Orgel siehe weiter unten.) Im Pedal der Mayer-Orgel wurden sämtliche Register in 8' und 4'-Lage (auch die Zunge) 1985 neu angefertigt, wobei die übrigen Pedalregister von 1954 übernommen wurden.
1995 erfolgte der Einbau von drei elektronischen Registern im Pedal. 1998 erfolgte eine Neuintonation der Orgel sowie der Ersatz zweier Register. Auch zusätzliche Koppeln wurden bei dieser Gelegenheit ergänzt. Im September 2025 findet eine "Kick-Off Veranstaltung" für einen Orgelneubau statt. Hierzu teilt die Kirchengemeinde auf der Internetseite mit: "Die katholische Innenstadtkirche St. Bonifatius in Wiesbaden erhält im Zuge der Gesamtsanierung der Kirche eine neue Orgel. In einem international angelegten Ausschreibungsprozess setzte sich eine deutsche Orgelbaufirma mit einem überragenden Gesamtkonzept, das insbesondere eine grandiose äußerliche Gestaltung der neuen Orgel mit sich bringt, gegen die Mitbewerber durch." |
| Gehäuse: | Das Pfeifenwerk des Pedals ist freistehend hinter der Orgel aufgestellt, lediglich die Pfeifen des Principal 16' bilden den Prospekt in den goßen Feldern vor dem Hauptwerk (linke Seite des Gehäuses) und dem Schwellwerk (rechte Seite des Gehäuses). In der Mitte steht das schwellbare Positiv, in dessen Prospekt der Principal 4' steht. |
| Windladen: | Schleifladen |
| Spieltraktur: | mechanisch |
| Registertraktur: | elektrisch |
| Registeranzahl: | 48 (53) + 3 Digitale Register ==> 51 (56) |
| Manuale: | 3 C-g3 |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | Koppeln:
Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P Suboktavkoppeln: II/I, II/II, Chamaden/I, Chamaden/II Superoktavkoppel: III/P
|
Disposition
| I Hauptwerk | II Schwellpositiv | III Schwellwerk | Pedal |
- ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 Überarbeitetes Register aus der Vorgängerorgel
- ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 Register von Hugo Mayer aus dem Jahr 1985
- ↑ repetiert auf c0, c1, c2, c3
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 Transmission aus dem Schwellpositiv (II)
- ↑ 5,0 5,1 5,2 Register von Hugo Mayer aus dem Jahr 1998
- ↑ 6,0 6,1 Im Prospekt
- ↑ repetiert auf A, a0, a1, a2, d3
- ↑ 8,0 8,1 auf dem Gehäusedach des in der Mitte stehenden Positivs liegend angeordnet
- ↑ repetiert auf c0, g0, g1, g2
- ↑ 10,0 10,1 10,2 Digitales Register, 1995 hinzugefügt
- ↑ Windabschwächung aus dem Subbass 16'
- Wiesbaden, Kath. St. Bonifatius, Mayer-Orgel (2).jpg
- Wiesbaden, Kath. St. Bonifatius, Mayer-Orgel (3).jpg
Seifert-Orgel 1954 bis 1985
Orgelbeschreibung
| Orgelbauer: | Romanus Seifert & Sohn, Kevelaer |
| Baujahr: | 1954 |
| Geschichte der Orgel: | In dem unten genannten Buch von Markus Frank Hollingshaus und Carsten Lenz wird die Orgelgeschichte kurz angerissen, darin wird gesagt, dass die Orgel über "real 35 Register" verfügte (da das Pedal aus Extensionsreihen bestand), was angesichts der Größe des Kirchenraums unzureichend erscheint. Darauf deutet auch der Hinweis bei Hollingshaus: "Schon sechs Jahre später wird über Erweiterungen nachgedacht". |
| Stimmtonhöhe: | a¹ = 440 Hz |
| Temperatur (Stimmung): | gleichstufig |
| Windladen: | Kegelladen (nach Musik und Kirche) oder Schleifladen (nach Hollingshaus/Lenz) |
| Spieltraktur: | elektrisch |
| Registertraktur: | elektrisch |
| Registeranzahl: | 40 Register, darunter mehrere Extensionen im Pedal |
| Manuale: | 3 Manuale, Tonumfang C-g³ |
| Pedal: | C-f¹ |
| Spielhilfen, Koppeln: | Normalkoppeln: I/II, III/II, III/I, I/P, II/P, III/P
Suboktavkoppel: I/II Superoktavkoppel: III/P 2 freie Kombinationen |
Disposition
| I Rückpositiv | II Hauptwerk | III Oberwerk | Pedalwerk |
Lieblich Gedackt 8' Quintaden 8' Blockflöte 4' Prinzipal 2' Nasard 1 1/3' Scharf III-IV Krummhorn 8' |
Gedacktpommer 16' Prinzipal 8' Gemshorn 8' Oktave 4' Rohrflöte 4' Schwiegel 2' Sesquialtera II Mixtur V-VI Trompete 16' Trompete 8' Helltrompete 4' |
Prinzipal 8' Holzflöte 8' Weidenpfeife 8' Prinzipal 4' Querflöte 4' Quinte 2 2/3' Nachthorn 2' Mixtur V Septimenzimbel III 1 1/7' Dulzian 16' Schalmei 8' Kopftrompete 4' |
Prinzipalbaß 16' Subbaß 16' Quintbaß 10 2/3' Oktavbaß 8' Gedacktbaß 8' Choralbaß 4' Flachflöte 2' Hintersatz IV 2 2/3' Posaune 16' Baßtrompete 8' |
Verweise
Bibliographie
| Anmerkungen: | Ein Orgelneubau ist geplant (Stand: August 2025; vgl. Veranstaltungshinweis).
Die Disposition am Spieltisch wurde bei einer Besichtigung des Users jrbecker am 7. Dezember 2014 verifiziert. Sichtung durch Matthias Bruckmann - März 2024 |
| Literatur: | Mayer-Orgel: Markus Frank Hollingshaus und Carsten Lenz, Orgeln in Wiesbaden, Wiesbaden 2003, ISBN 3-9808889-0-8
Seifert-Orgel: Zeitschrift Musik und Kirche, Heft 1/1955, S. 78 |
| Discographie: | s. orgbase.nl |
| Weblinks: | Webseite der Kirchengemeinde
YouTube: |
Videos
F. Liszt: Praeludium und Fuge über B-A-C-H – Gabriel Dessauer:
C.M. Widor: Symphonie pour orgue et orchestre (op. 42bis) – Johannes Schröder: