Düsseldorf/Düsseltal, St. Paulus (Hauptorgel): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Organ index
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Markierungen: Mobile Bearbeitung Mobile Web-Bearbeitung Erweiterte mobile Bearbeitung
(Informationen zum Vorgängerinstrument hinzugefügt)
Zeile 214: Zeile 214:
|LANDKARTE      =  
|LANDKARTE      =  
|GEBÄUDE        =  
|GEBÄUDE        =  
|ERBAUER        = Johanne Klais, Orgelbau, Bonn
|ERBAUER        = Johannes Klais Orgelbau, Bonn
|BAUJAHR        = 1930
|BAUJAHR        = 1930
|UMBAU          =
|UMBAU          =
|GEHÄUSE        =  
|GEHÄUSE        =  
|GESCHICHTE      = 1930 Neubau durch Klais als Opus 753.
|GESCHICHTE      = 1930 Neubau durch Hans Klais als Opus 753.
1936 Erweiterung durch Klais auf IV + P / 76, worüber keine weiteren Angaben vorliegen
1936 Erweiterung durch Klais auf IV + P / 76, worüber keine weiteren Angaben vorliegen


Die Orgelgeschichte vor 1930 in der 1910 - 1913 erbauten Kirche ist nicht bekannt.   
Die Orgelgeschichte vor 1930 in der 1910 - 1913 erbauten Kirche ist nicht bekannt.   
|STIMMTONHÖHE    =  
|STIMMTONHÖHE    = vermutlich ca. a<sup>1</sup> = 435 Hz<ref name=Verm>Angaben, die mit vermutlich gekennzeichnet sind, berufen sich auf vergleichbare erhaltene Instrumente der Erbauerfirma</ref>
|TEMPERATUR      =
|TEMPERATUR      =
|WINDLADEN      =  
|WINDLADEN      = vermutlich Kegelladen<ref name=Verm/>
|SPIELTRAKTUR    = elektrisch
|SPIELTRAKTUR    = elektropneumatisch
|REGISTERTRAKTUR = elektrisch
|REGISTERTRAKTUR = elektropneumatisch
|REGISTER        = 67
|REGISTER        = 67
|MANUALE        = 4 Manuale, C-g<sup>3</sup>
|MANUALE        = 4 Manuale, C-g<sup>3</sup>
|PEDAL          = C-f<sup>1</sup>
|PEDAL          = C-f<sup>1</sup>
|SPIELHILFEN    = Koppeln und Spielhilfen sind nicht dokumentiert.
|SPIELHILFEN    = Koppeln und Spielhilfen sind nicht dokumentiert. Vermutlich waren neben sämtlichen Normalkoppeln auch zahlreiche Oktavkoppeln sowie freie Kombinationen vorhanden<ref name=Verm/>
}}
}}


Zeile 252: Zeile 252:
Kleincymbel 2-3f
Kleincymbel 2-3f


Schalmei 8’
Schalmei 8’<ref>im Faltblatt der Firma Klais steht an dieser Stelle Krummhorn 8'.</ref>


|WERK 2          = II Hauptwerk
|WERK 2          = II Hauptwerk
Zeile 302: Zeile 302:
Quintflöte 4’
Quintflöte 4’


Querflöte 2’
Querflöte 2’<ref>bei Klais als 4' aufgelistet, es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen Tippfehler</ref>


Quinte 2<sup>2</sup>/<sub>3</sub>’
Quinte 2<sup>2</sup>/<sub>3</sub>’
Zeile 341: Zeile 341:
Singend Regal 4’
Singend Regal 4’
   
   
|WERK 5          = Pedal
|WERK 5          = Pedal<ref>möglicherweise wurden einige Pedalregister durch Extensionen gewonnen</ref>
|REGISTER WERK 5 = Untersatz 32’
|REGISTER WERK 5 = Untersatz 32’


Zeile 350: Zeile 350:
Subbass 16’
Subbass 16’


Echobass 16’
Echobass 16’<ref name=TrSW>vermutlich Transmission aus dem Schwellwerk</ref>


Quintbass 10<sup>2</sup>/<sub>3</sub>’
Quintbass 10<sup>2</sup>/<sub>3</sub>’
Zeile 363: Zeile 363:


Rauschpfeife 4f     
Rauschpfeife 4f     
Contraposaune 32'


Posaune 16’
Posaune 16’


Bombarde 16’
Bombarde 16’<ref name=TrSW/>


Basstrompete 8’
Basstrompete 8’


Schalmey 4’
Schalmey 4’
Contraposaune 32’
}}
}}


Zeile 395: Zeile 395:
[[Kategorie:Klais, Orgelbau]]
[[Kategorie:Klais, Orgelbau]]
[[Kategorie:Kreisfreie Stadt Düsseldorf]]
[[Kategorie:Kreisfreie Stadt Düsseldorf]]
[[Kategorie:Nordrhein-Westfalen]]
[[Kategorie:Stadtbezirk 2]]
[[Kategorie:Stadtbezirk 2]]
[[Kategorie:Nordrhein-Westfalen]]
[[Kategorie:Weimbs Orgelbau]]
[[Kategorie:Weimbs Orgelbau]]

Version vom 30. März 2026, 17:02 Uhr


Blick aus dem Kirchenschiff
Blick in die Orgelnische hinter dem Altarraum Richtung Süden
Blick in die Orgelnische hinter dem Altarraum Richtung Norden
Orgelbauer: Johannes Klais Orgelbau, Bonn
Baujahr: 1954 (Opus 1066)
Geschichte der Orgel: Nach Zerstörung der Kirche im II. Weltkrieg wurde die Kirche 1951 bis 1954 neu aufgebaut; die Orgel konnte 1954 vor allem durch die Spende des Bankiers und Generalkonsuls Leo Gottwald angeschafft werden. Der frühere Organist Wolfgang Rengier hatte auf seiner Internetseite über die Geschichte der Orgel berichtet und dabei auch auf die Inschrift am Unterbau der Orgel hingewiesen, die auf den Spender hinweist, gleichzeitig ein Chronogramm ist (die darin groß geschriebenen Buchstaben ergeben, als römische Zahlziffern zusammengezählt, 1954) und die folgendermaßen lautet:

SOLVE + VT + LEO + LABIA + ET + LINGVAS, + ORGANVM, + IN + SERVITIIS + REGIS, + LEONIS + ET +

AGNI, + PERENNITER + INVERTIBILIS, + QVO + LEONI + CONSVLI + ET + HELENAE + VXORI, +

QVI + REGIBVS + EVERSIS + REGALI + BENEFICENTIA + TE + OBTVLERVNT, + CANAS + GRATIAS. +

Der darin mehrfach erwähnte LEO meint sowohl den Löwen als auch den Vornamen des Spenders.

Leider ist die Inschrift für den normalen Kirchenbesucher nicht sichtbar, da die Orgel im Osten der Kirche hinter dem Altarbereich steht und Spieltisch, Chorpodeste und Orgelunterbau durch den Altarbereich verdeckt werden.

Geschichte der Orgeln vor 1954: Die Kirche wurde 1910-1913 gebaut, aber die Geschichte der Orgeln vor 1930 ist noch nicht bekannt. 1930 erhielt die Kirche bereits eine Orgel von Johannes Klais, Bonn, (Opus 753) - siehe unten. Kirche und Orgel wurde Pfingsten 1943 durch Bomben zerstört.

Umbauten: 1986 neuer Spieltisch, neue Setzeranlage durch Johannes Klais Orgelbau, Bonn

2008 Reinigung und Umintonierung, Austausch zweier Register, Sequenzertasten für die Setzeranlage ergänzt, durch Josef Weimbs Orgelbau, Hellenthal.

Windladen: Kegelladen
Spieltraktur: elektropneumatisch
Registertraktur: elektropneumatisch
Registeranzahl: 60
Manuale: 4 Manuale, C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: III/I, IV/I, I/II, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P;

neue Setzeranlage [1]:32 Setzerkombinationen, Walze, Tutti, Einzelabsteller für Zungen, Gruppenabsteller: Mixturen ab, Zungen ab; zusätzlich zur Setzeranlage neue Drücker für Sequenzer [2]



Anmerkungen:

  1. seit 1986
  2. seit 2008


Disposition

I Positiv II Hauptwerk Oberwerk Schwellwerk Pedal

Quintade 8’

Stillgedackt 8’

Blockflöte 4’

Hohlflöte 2’ [1]

Rohrflöte 2’

Superoktave 1’

Cymbel 4f

Vox humana 8’

Trichterregal 4’

Prinzipal 16’

Oktave 8’

Grobgedackt 8’

Gemshorn 8’

Große Quinte 51/3

Superoktav 4’

Rohrflöte 4’

Große Terz 31/5

Prinzipal 2’ [2]

Rauschpfeife 3f

Mixtur 6-8f.

Bombarde 16’

Trompete 8’

Kopftrompete 4’

Prinzipal 8’

Rohrflöte 8’

Weidenpfeife 8’

Oktav 4’

Koppelflöte 4’

Nasat 22/3

Schwegel 2’

Sifflöte 11/3

Scharff 4-6f

Trompete 8’

Krummhorn 8’

Tremulant

Gedacktpommer 16’

Holzprinzipal 8’

Gambe 8’

Prinzipal 4’

Spitzflöte 4’

Flachflöte 2’

Sesquialter 2f

Mixtur 5-6f

Septimzimbel 3f

Dulzian 16’

Schalmei 8’

Zink 4’

Tremulant

Untersatz 32’

Prinzipal 16’

Subbass 16’

Gedacktpommer 16’

Oktavbass 8’

Gedackt 8’

Choralbass 4’

Bassflöte 4’

Nachthorn 2’

Mixtur 6f

Hintersatz 4f

Posaune 16’

Trompete 8’

Singend Cornett 2’


Anmerkungen:

  1. bis 2008 im Hauptwerk
  2. bis 2008 im Positiv




Bibliographie

Anmerkungen: Sichtung durch Frank Berger

Der frühere Organist Wolfgang Michael Rengier hatte bis zu seinem Tod 2003 eine Internetseite mit Informationen zur Geschichte der Orgeln in St. Paulus und zu seiner Hausorgel (Jann, 1978, opus 28), die heute laut Jann-Homepage in Remscheid steht. Die Informationen der damaligen Internetseite sind hier mit verwertet worden.

Literatur: Oskar Gottlieb Blarr / Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf, Düsseldorf 1982, S. 171

Programmhefte IDO Festival 2009, 2010, 2012, 2013, 2015, 2017

Weblinks: Christian Masur: Improvisation über Christist erstanden und Victimae paschali laudes [ https://www.youtube.com/watch?v=ZNctdxZC_Mw ]

Christian Masur: Gustav Holst, Aus: Planeten : Mars [ https://www.youtube.com/watch?v=FRc1zlrTpnQ ]



Klais - Orgel 1930 bis 1943

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Johannes Klais Orgelbau, Bonn
Baujahr: 1930
Geschichte der Orgel: 1930 Neubau durch Hans Klais als Opus 753.

1936 Erweiterung durch Klais auf IV + P / 76, worüber keine weiteren Angaben vorliegen

Die Orgelgeschichte vor 1930 in der 1910 - 1913 erbauten Kirche ist nicht bekannt.

Stimmtonhöhe: vermutlich ca. a1 = 435 Hz[1]
Windladen: vermutlich Kegelladen[1]
Spieltraktur: elektropneumatisch
Registertraktur: elektropneumatisch
Registeranzahl: 67
Manuale: 4 Manuale, C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln und Spielhilfen sind nicht dokumentiert. Vermutlich waren neben sämtlichen Normalkoppeln auch zahlreiche Oktavkoppeln sowie freie Kombinationen vorhanden[1]



Disposition

I Rückpositiv II Hauptwerk III Schwellwerk IV Brustwerk Pedal[2]

Rohrgedackt 8’

Quintadena 8’

Praestant 4’

Blockflöte 4’

Flageolett 2’

Nachthorn 1’

Terzflöte 13/5

Kleincymbel 2-3f

Schalmei 8’[3]

Kupferprincipal 16’

Kupferprincipal 8’

Offenflöte 8’

Nachthorngedackt 8’

Dolce 8’

Kupferoctave 4’

Doppelflöte 4’

Spillpfeife 4’

Spitzquinte 22/3

Superoctave 2’

Mixtur 4f

Cornett 3-4-5f

Dulzian 16’

Trompete 8’

Kopftrompete 4’

Stillgedackt 16’

Hornprincipal 8’

Violdigamba 8’

Holzflöte 8’

Salicional 8’

Vox coelestis 8’

Octave 4’

Quintflöte 4’

Querflöte 2’[4]

Quinte 22/3

Glöckleinton 2f

Nachthornterz 13/5

Cymbel 4f

Progressio 3-5f

Bombarde 16’

Solotrompete 8’

Klarine 4’

Harfenprinzipal 8’

Rohrflöte 8’

Schweizerpfeife 8’

Geigend Principal 4’

Spitzflöte 4’

Gemshorn 2’

Nasard 11/3

Scharff 3-4f

Oboe 8’

Singend Regal 4’

Untersatz 32’

Principalbass 16’

Violon 16’

Subbass 16’

Echobass 16’[5]

Quintbass 102/3

Oktavbass 8’

Flötenbass 8’

Bassflöte 4’

Flachflöte 2’

Rauschpfeife 4f

Contraposaune 32'

Posaune 16’

Bombarde 16’[5]

Basstrompete 8’

Schalmey 4’



Bibliographie

Literatur: Oskar Gottlieb Blarr / Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf, Düsseldorf 1982, S. 77 – 78

Fischer, Hermann unnd Wohnhaas, Theodor: Zur Ästhetik der Freipfeifenprospekte in: Reichling, Alfred (Hrsg.): Aspekte der Orgelbewegung. Verlag Merseburger Berlin GmbH, Kassel, 1995, Text S. 227 (Anmerkung 27)

Manfred Becker-Huberti (Hrsg.), Düsseldorfer Kirchen - Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf; Köln, 2009, S. 160 , Nr. 49

Weblinks: Klais Informationen 1928 - 1932 : https://klais.de/m.php?tx=123&q=1931
  1. 1,0 1,1 1,2 Angaben, die mit vermutlich gekennzeichnet sind, berufen sich auf vergleichbare erhaltene Instrumente der Erbauerfirma
  2. möglicherweise wurden einige Pedalregister durch Extensionen gewonnen
  3. im Faltblatt der Firma Klais steht an dieser Stelle Krummhorn 8'.
  4. bei Klais als 4' aufgelistet, es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen Tippfehler
  5. 5,0 5,1 vermutlich Transmission aus dem Schwellwerk