Wildon, St. Maria Magdalena


Pfarrkirche hl Magdalena Wildon Interior 12.jpg
Foto: C.Stadler/Bwag
Willdon Prospekt.JPG
Orgelbauer: Reinisch-Pirchner Orgelbau
Baujahr: 1988 (Weihe am 23. Oktober)
Geschichte der Orgel: Die imposante Kanzel, das Orgelgehäuse und die Orgelbrüstung, alles Werke aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurden 1789 aus dem von Kaiser Joseph II. aufgehobenen Karmeliterkloster in Graz erworben. Ursprünglich besaß die Orgel 2 Manuale und 17 Register.

P. Laurentius Hora hatte noch Glück, die alte Orgel noch zu sehen, denn schon 1926 baute die Tiroler Firma Karl Reinisch ein neues großes Werk mit 30 Registern, wozu auch ein neubarocker Mittelteil eingefügt wurde. Dieser Zubau wurde 1988 wieder entfernt, als die Nachfolgefirma von Reinisch, nämlich Orgelbau Pirchner, ein neues Instrument mit 22 Registern in die alten Gehäuse einfügte. [1] Auch hier hat die in den 1990er Jahren noch immer grassierende Dogmatik der Rückkehr zur Schleiflade ein bemerkenswertes Denkmal des romantischen Orgelbaus- in Verbindung mit dem sehr geschmackvollen Gehäusezubau - vernichtet.

Gehäuse: um 1720
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 22
Manuale: 2 C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Normalkoppeln


Die Reinisch-Orgel von 1926-1988

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Karl (II) Reinisch, Steinach a.Br.
Baujahr: 1926 (Weihe am 2. Oktober)
Windladen: Kegelladen
Spieltraktur: elektropneumatisch
Registertraktur: elektropneumatisch
Registeranzahl: 28 (30)
Manuale: 2 C-f3
Pedal: C-d1
Spielhilfen, Koppeln: Normalkoppeln, Oktavkoppeln, Freie Kombination, Aut. Pedalumschaltung




Disposition

I Hauptwerk II Schwellwerk Pedalwerk

Bordun 16'

Principal 8'

Wienerflöte 8'

Gedeckt 8'

Gambe 8'

Dolce 8'

Octav 4'

Konzertflöte 4'

Nasat 22/3' [1]

Flautino 2'

Mixtur V 22/3'

Trompete 8'

Stillgedackt 16'

Prinzipalino 8'

Flute harm. 8'

Quintatön 8'

Echogamba 8'

Aeoline 8'

Vox celestis 8'

Gemshorn 4'

Rohrflöte 4'

Cornett-
Mixtur V 22/3'

Oboe 8'

Principalbass 16'

Subbass 16'

Violonbass 16'

Zartbass 16' [2]

Octavbass 8'

Cello 8'

Posaune 16'

Anmerkungen
  1. vermutl. Auszug aus Mixtur V
  2. Transmission Stillgedackt 16'

Die Orgel von 1789-1926

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: nicht bekannt
Baujahr: um 1720
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 17
Manuale: 2 CDEFGA-d3
Pedal: CDEFGA-a0




Disposition 1789-1926

I Hauptwerk II Rückpositiv Pedal

Principal 8’

Gedackt 8’

Gamba 8’

Oktav 4’

Flöte 4’

Quint 3’

Oktav 2’

Mixtur III

Copel 8’

Principal 4’

Flöte 4’

Oktav 2’

Violon 16’

Principal 8’

Portun 8’

Quint 51/3

Oktav 4’



Bibliographie

Quellen/Sichtungen: Allmer, Gottfried: Orgeltransferierungen im Zeitalter des Josephinismus in der Steiermark. Der Principal 23 (2020), 22-28