Sundern, Kloster Brunnen

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Außenansicht der Kirche von Kloster Brunnen.
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Frontaler Blick vom Kirchenschiff aus auf die Orgelempore.
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Seitlicher Blick von der Orgelempore aus auf Prospekt und Gehäuse.
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Spielanlage der Fromme-Orgel mit den Registerzügen.
Orgelbauer: Johann Georg Fromme (1738–1816), Soest
Baujahr: 1801
Geschichte der Orgel: Ursprünglich eine Einsiedelei in der Nähe von Sundern, wurde Kloster Brunnen 1722/1724 als Kapuzinerkloster gegründet. Die Kirche wurde 1748 fertiggestellt. Das Kloster wurde 1834 aufgehoben und diente fortan als Schule. Seit 1975 beherbergt es das Diözesan- und Bildungszentrum der Katholischen Jungen Gemeinde Paderborn.

1800 stiftete Freiherr Friedrich Leopold von Fürstenberg eine Orgel für Kloster Brunnen, die von Johann Georg Fromme (1738–1816), Soest, erbaut und 1801 fertiggestellt wurde. Die Einweihung des einmanualigen Instruments mit zehn Registern und angehängtem Pedal erfolgte beim Antoniusfest 1802.

1961 nahm Paul Ott, Göttingen, eine Reparatur sowie einen leichten Eingriff in die Disposition vor. Von 2002 bis 2013 wurde das Instrument durch Dieter Bensmann, Steinfurt, in seinen originalen Zustand zurückversetzt. Dabei wurden die Mixtur 4f sowie die Vox-humana 8' sowie Teile der Trompete 8' rekonstruiert. Ebenfalls neu kam ein Tremulant hinzu. Somit sind weite Teile des Pfeifenmaterials, das zu 98 Prozent aus Blei besteht, original erhalten. Ebenfalls noch komplett original erhalten sind das Gehäuse, die Spielanlage, die Windladen, die Trakturen und insbesondere die drei Keilbälge.

Stimmtonhöhe: a1 = 440 Hz
Temperatur (Stimmung): modifiziert mitteltönig
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 10
Manuale: 1 C-f3
Pedal: angehängt C-e0





Disposition nach der Restauration 2013

Praestant 8'

Hohlflöte 8'

Viola da Gamba 8'

Octave 4'

Duesflöte 4'

Quinte 3'

Octave 2'

Mixtur 4f 1'[1]

Trompete 8' (B/D)[2]

Vox-humana 8'[1]

Tremulant

  1. 1,0 1,1 Rekonstruktion durch Dieter Bensmann, Steinfurt, 2013.
  2. Teilweise Rekonstruktion durch Dieter Bensmann, Steinfurt, 2013; original erhalten sind die Becher sowie die Köpfe bis h0.



Disposition nach dem Umbau 1961 bis 2013[1]

Principal 8'

Rohrflöte 8'

Viola da Gamba 8'

Octav 4'

Gemshorn 4'

Quinte 3'

Octav 2'

Mixtur 4f 2'

Fagott 16'

Trompete 8' (B/D)

  1. Angaben aus orgbase.nl, vermutlich aus Rudolf Reuter: Historische Orgeln im Hochsauerlandkreis (Westfälische Kunststätten 9), Münster 1979.



Bibliographie

Quellen/Sichtungen: Eintrag zur Orgel bei orgbase.nl; Orgel Kloster Brunnen bei orgelbau-bensmann.de.
Literatur: Klaus Baulmann: Historische Orgel Kloster Brunnen, Sundern 2010.
Discographie: László Attila Almásy an der historischen Fromme-Orgel von 1801, Live-Mitschnitt des Konzertes vom 20. Oktober 2014 (9. Sunderner Orgelherbst), 2014.