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(Zusammensetzung Octave 1-4f. 4' ergänzt) |
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|BAUJAHR = 1928 als Opus 2213 | |BAUJAHR = 1928 als Opus 2213 | ||
|UMBAU = Die Orgel wurde zu einem noch nicht ermittelten Zeitpunkt (wahrscheinlich in den 1960er/-70er Jahren) im Sinne der Orgelbewegung verändert. Dabei wurde die Voix Celeste zu einem flötig klingenden 2'-Register umgearbeitet, außerdem folgende Änderungen an den technischen Einrichtungen vorgenommen: | |UMBAU = Die Orgel wurde zu einem noch nicht ermittelten Zeitpunkt (wahrscheinlich in den 1960er/-70er Jahren) im Sinne der Orgelbewegung verändert. Dabei wurde die Voix Celeste zu einem flötig klingenden 2'-Register umgearbeitet, außerdem folgende Änderungen an den technischen Einrichtungen vorgenommen: | ||
- Die Lade für die Erweiterung der ausgebauten Oberoktavkoppel für das II. Manual wurde stillgelegt oder | - Die Lade für die Erweiterung der ausgebauten Oberoktavkoppel für das II. Manual wurde stillgelegt oder entfernt, bei den ursprünglich bis g<sup>4</sup> ausgebauten Registern endet die Wirkung der Koppel bei g<sup>2</sup>(=Ton g<sup>3</sup> des Registers). | ||
- Die Schwelljalousien für das II. Manual wurden sillgelegt oder ausgebaut, da auch der dazugehörige Schwelltritt im Spieltisch entfernt wurde, spricht dies für einen Ausbau. (Der genaue Sachverhalt ist noch zu klären.) | - Die Schwelljalousien für das II. Manual wurden sillgelegt oder ausgebaut, da auch der dazugehörige Schwelltritt im Spieltisch entfernt wurde, spricht dies für einen Ausbau. (Der genaue Sachverhalt ist noch zu klären.) | ||
|GEHÄUSE = | |GEHÄUSE = | ||
|GESCHICHTE = Gemäß dem Walcker-Opusbuch (s. unten) wurde die Orgel am 12. | |GESCHICHTE = Gemäß dem Walcker-Opusbuch (s. unten) wurde die Orgel am 12. April 1928 bestellt, als Lieferzeit ist "bis Oktober 1928" genannt, als Ablieferungstermin der 30. November 1928 eingetragen. Die Orgel verfügte demnach von Anfang an über ein "Walcker'sches Orgelgebläse "Aeolus" mit Drehstrommotor/3 Phasen, 220 Volt, 50 Perioden für die ganze Orgel. Hierzu eine Schöpfer- und Tretvorrichtung." | ||
Bemerkenswert für die Bauzeit des Instrumentes ist, dass keine einzige Pfeife mit einer 40%igen Zinnlegierung verbaut wurde, sondern alle kleineren Zinnpfeifen (525 St.) in einer 75%igen Legierung geliefert wurden. 105 Pfeifen sind aus Holz, 84 aus Zink. | Bemerkenswert für die Bauzeit des Instrumentes ist dieser Quelle zufolge, dass keine einzige Pfeife mit einer 40%igen Zinnlegierung verbaut wurde, sondern alle kleineren Zinnpfeifen (525 St.) in einer 75%igen Legierung geliefert wurden. 105 Pfeifen sind aus Holz, 84 aus Zink. | ||
|STIMMTONHÖHE = a<sup>1</sup> = 441,4 Hz im I. Manual und 438,4 Hz im II. Manual bei gottesdienstlich geheizter Kirche<ref>Gemessen vor einem Gottesdienst, Thermometer war nicht verfügbar. Die Kirche war angenehm geheizt, das I. Manual hat über den Prospekt direkte Verbindung zum Kirchenraum, dahinter liegt der schmale Durchgang zum Spieltisch, es folgt das Pedalregister, das II: Manual steht dann leicht erhöht im nicht beheizten Turmraum.</ref> | |STIMMTONHÖHE = a<sup>1</sup> = 441,4 Hz im I. Manual und 438,4 Hz im II. Manual bei gottesdienstlich geheizter Kirche<ref>Gemessen vor einem Gottesdienst, Thermometer war nicht verfügbar. Die Kirche war angenehm geheizt, das I. Manual hat über den Prospekt direkte Verbindung zum Kirchenraum, dahinter liegt der schmale Durchgang zum Spieltisch, es folgt das Pedalregister, das II: Manual steht dann leicht erhöht im nicht beheizten Turmraum.</ref> | ||
|TEMPERATUR = gleichstufig | |TEMPERATUR = gleichstufig | ||
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|REGISTERTRAKTUR = pneumatisch | |REGISTERTRAKTUR = pneumatisch | ||
|REGISTER = 12, davon 1 Windabschwächung und 1 Transmission | |REGISTER = 12, davon 1 Windabschwächung und 1 Transmission | ||
|MANUALE = 2, Tonumfang: C - g<sup>3</sup><ref>Bei der Besichtigung durch jrbecker lag in der Traktur des II. Manuals ein technischer Defekt im Spieltisch vor, sodass das II. Manual nur bis fis<sup>3</sup> spielbar war, dieser Hinweis konnte dem an der Orgel liegenden Wartungsheft der Werkstatt Förster & Nicolaus entnommen werden.</ref>, Oberoktavkoppel im II. Manual bei 4 Registern bis g<sup>4</sup> ausgebaut<ref>Bei der Besichtigung durch jrbecker war die hierfür erforderliche zusätzliche Windlade mit den Pfeifen für die oberste Oktave der Oberoktavkoppel stillgelegt oder sogar entfernt.</ref> | |MANUALE = 2, Tonumfang: C - g<sup>3</sup><ref>Bei der Besichtigung durch jrbecker lag in der Traktur des II. Manuals ein technischer Defekt im Spieltisch vor, sodass das II. Manual nur bis fis<sup>3</sup> spielbar war, dieser Hinweis konnte dem an der Orgel liegenden Wartungsheft der Werkstatt Förster & Nicolaus entnommen werden.</ref>, Oberoktavkoppel im II. Manual ursprünglich bei 4 Registern bis g<sup>4</sup> ausgebaut<ref>Bei der Besichtigung durch jrbecker war die hierfür erforderliche zusätzliche Windlade mit den Pfeifen für die oberste Oktave der Oberoktavkoppel stillgelegt oder sogar entfernt.</ref> | ||
|PEDAL = Tonumfang: C-f<sup>1</sup> | |PEDAL = Tonumfang: C-f<sup>1</sup> | ||
|SPIELHILFEN = Normalkoppeln: II/I, I/Ped, II/Ped | |SPIELHILFEN = Normalkoppeln: II/I, I/Ped, II/Ped | ||
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Dulciana 8′ | Dulciana 8′ | ||
Octave I-IV 4′<ref>nach den Angaben im Opusbuch 1-4fach, auch sind hier insgesamt 144 Pfeifen angegeben: 12 aus Zink und 132 aus 75%-igem Zinn. Die Zusammensetzung konnte bei einem ersten Besuch des Instruments am 15. März 2026 noch nicht geklärt werden. Das Register beginnt bei C als 4', weitere Chöre treten bei h<sup>0</sup> und | Octave I-IV 4′<ref>nach den Angaben im Opusbuch 1-4fach, auch sind hier insgesamt 144 Pfeifen angegeben: 12 aus Zink und 132 aus 75%-igem Zinn. Die Zusammensetzung konnte bei einem ersten Besuch des Instruments am 15. März 2026 noch nicht abschließend geklärt werden. Im Opusbuch sindauf der Seite 173 zwar Eintragungen zur Zusammensetzung sichtbar, jedoch ist die Schriftstärke so dünn bzw. schwach, dass der Aufbau des Registers nicht erkennbar ist. Das Register beginnt bei C als 4', weitere Chöre treten bei h<sup>0</sup> und gis<sup>2</sup> hinzu, bei letztem Punkt auch ein 8'. Die Sichtung der Opusbücher Nr. 30 und 31 durch den User jrbecker ergab, dass dieses Register von Walcker seinerzeit häufig in kleinere Orgeln eingebaut wurde, vier Beispiele sind: <br> | ||
* op. 2190 (Roxheim/Pfalz, ev. Kirche, abgeliefert 18.02.1928, Opusbuch Nr. 30, S. 514ff.),<br> | |||
* op. 2199 (Bergen/Norwegen, Fana Kirche, abgeliefert 1928, Opusbuch Nr. 31, S. 8ff.),<br> | |||
* op. 2203 (Vikebjyd/Norwegen, Kirche, abgeliefert 04.06.1928, Opusbuch Nr. 31, S. 42ff.) und<br> | |||
* op. 2229 (Oberstein, Felsenkirche, abgeliefert 30.04.1929, Opusbuch Nr. 31, S. 364ff.)<br> | |||
Bei all diesen Orgeln ist der Aufbau des Registers identisch und zudem in den Opusbüchern gut lesbar, daher ist davon auszugehen, dass auch hier in Krumbach die Zusammensetzung wie in diesen vier weiteren Beispielen ist: C: 4', h<sup>0</sup> 4'+2 <sup>2</sup>/<Sub>3</Sub>′, dis<sup>1</sup>: 4'+2 <sup>2</sup>/<Sub>3</Sub>′+2', fis<sup>1</sup>: 4'+2 <sup>2</sup>/<Sub>3</Sub>′+2'+1 <sup>1</sup>/<Sub>3</Sub>′, gis<sup>2</sup>: 8'+4'+2 <sup>2</sup>/<Sub>3</Sub>′+2'</ref> | |||
|WERK 2 = II. Manual<ref>ursprünglich schwellbar, Schwelltritt im Spieltisch wurde ausgebaut, wahrscheinlich auch die Jalousien.</ref> | |WERK 2 = II. Manual<ref>ursprünglich schwellbar, Schwelltritt im Spieltisch wurde ausgebaut, wahrscheinlich auch die Jalousien.</ref> | ||
|REGISTER WERK 2 =Hornflöte 8'<ref name="ausg">ausgebaut bis g<sup>4</sup></ref> | |REGISTER WERK 2 =Hornflöte 8'<ref name="ausg">ausgebaut bis g<sup>4</sup></ref> | ||