Scheibenberg, St. Johanniskirche

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Scheibenberg_Kreuzbachorgel
Scheibenberg_Orgelprospekt
Scheibenberg_Spieltisch
Orgelbauer: Erbauer: Kreutzbach, Richard (nicht Urban Kreutzbach, wie auf dem Firmenschild steht). Urban Kreutzbach lebte 1885 nicht mehr.
Baujahr: 1885
Geschichte der Orgel: Die Kirche wurde von 1559 bis 1571 erbaut, 1754 bis 1756 umfassend erneuert und im 20. Jahrhundert mehrfach restauriert.

1599 gab es bereits eine Orgel. Der Name des Orgelbauers ist nicht bekannt.

Umbauten: 1883/84 Kreutzbach, Richard: Spieltraktur mit Barkerhebel (als eine Art „Zugmotor“ vor den Registerschleifen eingesetzt.

1913 Orgelbauer Johannes Jahn: Flauto amabile 8‘ durch Geigenprincipal 8‘ ersetzt.

1920 Orgelbauer Johannes Jahn: Zinnprospektpfeifen eingebaut.

1928 Orgelbaufirma Eule: Neues Magazingebläse, Elektroventilator auf dem Dachboden über der Orgel.

1954 Gebrüder Jehmlich (Otto & Rudolf): Umdisponierung. Salicional 8‘ von II nach I statt Gambe 8‘, neue Rohrflöte 4‘ in II. Gambe 8‘ wurde Choralbaß 4‘ auf neuer Kegellade im Pedal. Geigenprincipal 8‘ und Gemshorn 4‘ wurden Principal 4‘ und Gemshorn 2‘. Scharff 3f. und Sifflöte 1‘ neu in II zusätzlich auf neuer Kegellade.

1985 Orgelbauer Georg Wünning: Sn-Prospektpfeifen. Umdisponierung und Erweiterung; spätere Kegelladen entfernt, Zusatzschleifen an alte Laden angebaut. Neuer Elektroventilator. Ausgebaute Register und Mechanikteile auf dem Dachboden gelagert.

Seit 1985 Wartung durch die Orgelbaufirma Georg Wünning.

2006 Georg Wünning: Orgel gereinigt, Schimmelbefall beseitigt.

Stimmtonhöhe: 437 Hz
Windladen: Schleiflade
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: kombiniert
Registeranzahl: 21
Manuale: 2
Pedal: 1
Spielhilfen, Koppeln: Manualkoppel II-I

Pedalkoppel I

Feste Kombinationen (Gruppen)

Piano, Fortissimo



Disposition 1985 nach Umdisponierung und Erweiterung durch Georg Wünning

I. Manual (C-f) II. Manual (C-f) Hinterwerk Pedal (C-d')
Bordun 16'

Prinzipal 8'

Rohrflöte 8'

Salicional 8'

Oktave 4'

Hohlflöte 4'

Quinte 2 2/3'

Oktave 2'

Cornett 4fach, durchgehend

Mixtur 2' 3fach

Trompete 8'

Gedeckt 8'

Prinzipal 4'

Rohrflöte 4'

Gemshorn 2'

Sifflöte 1'

Scharf 1' 3fach

Subbaß 16'

Violonbaß 16'

Prinzipalbaß 8'

Choralbaß 4'

Posaune 16'


Disposition NB Richard Kreutzbach 1885

Hauptwerk C-f‘‘‘ Hinterwerk C-f‘‘‘ Pedal C-d‘
Bordun 16‘

Principal 8‘

Viola di Gamba 8‘

Rohrflöte 8‘

Principal 4‘

Hohlflöte 4‘

Quinte 2 2/3‘

Octave 2‘

Cornett [3-]4fach 2 2/3‘

Mixtur 3 fach

Trompete 8‘

Salicional 8‘

Flauto amabile 8‘

Gedackt 8‘

Gemshorn 4‘

Violonbaß 16‘

Subbaß 16‘

Principalbaß 8‘

Posaune 16‘

Nebenzüge:

Manualcoppel

Pedalcoppel

Klingel zum Calcant

2 Collectivzüge für piano und fortissimo

Literatur: Klaus Walter (+) / Gert Rothe (*) / Wolfram Hackel / Jiri Koucourek. Richard Kreutzbach (1839-1903). Leben und Werk. In: Acta organologica 34 (2015), S. 129-338 (Scheibenberg)



Bibliographie

Literatur: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, Orgeldatenbank ORKASA

Oehme, Fritz: Handbuch über ältere, neuere und neueste Orgelwerke im Königreich Sachsen, Leipzig, Edition Peters, Reprints, 1978

Klaus Walter (+) / Gert Rothe (*) / Wolfram Hackel / Jiri Koucourek. Richard Kreutzbach (1839-1903). Leben und Werk. In: Acta organologica 34 (2015), S. 129-338 (Scheibenberg)

St. Johannis Scheibenberg. Ein Kleinod unter den Kirchen des Erzgebirges. Herausgeber: Ev.-Luth. St. Johannis-Kirchgemeinde Scheibenberg. Text: Stephan Schmidt-Brücken, Pfarrer. Fotos und Gestaltung: Frohmut Naumann, Lydia Kandler. Druck: Druck und Stempelservice Thiele, Bärenstein.

St. Johanniskirche Scheibenberg. 100 Jahre Kreutzbachorgel. Erbaut 1885. Generalreparatur und Erweiterung 1985. [Faltblatt]

Weblinks: Wikipedia, Johanniskirche Scheibenberg

Scheibenberg, Evangelisch-Lutherische Kirche