Ostritz, Kloster St. Marienthal, Zisterzienserinnenabtei, Klosterkirche (Vleugels-Orgel)

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Ostritz, Kloster St. Marienthal, Zisterzienserinnenabtei, Klosterkirche, Vleugels Orgel
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Ostritz, Kloster St. Marienthal, Zisterzienserinnenabtei, Klosterkirche, Vleugels Orgel im Raum.
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Ostritz, Kloster St. Marienthal, Zisterzienserinnenabtei, Klosterkirche, Vleugels Chororgel.
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Ostritz, Kloster St. Marienthal, Zisterzienserinnenabtei, Klosterkirche, Vleugels Orgel Spieltisch.
Orgelbauer: Vleugels Orgelmanufactur, Hardheim, op.476
Baujahr: 2025
Geschichte der Orgel: In der Regie des Freundeskreises der Abtei St. Marienthal e.V. wurde nach langer Vorbereitungszeit 2025 eine neue Orgel gebaut. Fördermittel konnten eingeworben werden. Die Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch sprach dazu bei der Orgelweihe in Ostritz. Das Bistum Dresden-Meißen unterstützte den Orgelbau ebenso finanziell, wie Bischof Heinrich Timmerevers am 21.Dezember 2025 in einem Festgottesdienst betonte.

Die Orgelmanufactur Vleugels aus Hardheim erhielt nach einem zuvor erfolgten Auswahlverfahren dafür den Auftrag. Den ersten Kontakt nach Ostritz hatte die Orgelbaufirma im Dezember 2021. Ein Jahr später fand der erste Ortstermin statt. Im Jahr 2024 erhielten sie den Auftrag. Der Bau der neuen Orgel war in der Klosterkirche auf der Beamtenempore vorgesehen. Die bisherige Chororgel von der Orgelbaufirma Jehmlich sollte ersetzt werden. Es entstand ein 3-manualigen Neubau mit einer Verteilung der Teilwerke auf die Schwesternempore und die sog. Beamtenempore. Die Orgel wird gespielt vom neuen 3-manualigen Spieltisch auf der Schwesternempore. Das System der vollelektrischen Traktur wurde genutzt, um ein Aufnahme- und Wiedergabesystem zu installieren. Damit können Organisten ihre Registrierungen bequem aus dem Kirchenraum abhören.

Die Orgel besitzt 3 Manuale und 32 spielbare Register inklusive mehrerer Transmissionen/Verlängerungen (Extensionen). Die Ton- und Registertraktur ist voll elektrisch. Bei den Windladen handelt es sich um eine Mischung aus Schleifladen und Einzeltonladen.

Weiter verwendet wurde das historische Gehäuse der Gebrüder Feller, welches auf dem Klosterspeicher eingelagert war. Dort befanden sich Restbestände von Holzpfeifen von Feller 1862 und Jehmlich von 1911, des Weiteren die beiden Giesecke-Zungenregister von 1985, die nie eingebaut wurden. Vom Jehmlich-Schwellwerk(Chororgel) aus dem Jahre 1989 konnten nur einzelne Register verwendet werden. Das jetzt vorhandene Schwellwerk (Chororgel) ist ein kompletter Neubau von Vleugels. Am 21. Dezember 2025 wurde die wiedererrichtete große Orgel in einem Festgottesdienst eingeweiht.

Gehäuse: Altbestand von 1862, Gebrüder Feller, Königswald, Böhmen
Stimmtonhöhe: 440 Hz bei 15°C
Temperatur (Stimmung): gleichstufig temperiert mit á
Windladen: Mischung aus Schleifladen und Einzeltonladen
Spieltraktur: elektrisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 32
Manuale: 3, C-g³
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln:

I-P, II-P, III-P, III-I, III-II Super III-P, Sub III-I, Sub III-II, Super III-II, Sub III, Super III

Tremulant I.+II. ETL (Einzeltonlade) und Tremulant III.

Crescendotritt

Cymbelstern

6 Sequenzerpositionen (unter II. und III. M. abstellbar)

Elektrische Setzeranlage + SPS (Heuss)

Einschaltung in Schublabe links Touch-Monitor in Schublade rechts

Funktion Aufnehmen/Abspielen über Midi-Rekorder

Digitaler Tastenhalter (Heuss App)

Pfeifenanzahl: 1158 klingend und 14 stumm = 1172

2 Gebläse: SL 14/105 und SL 8/80



Disposition

I.MANUAL, HAUPTWERK II.MANUAL, POSITIV (aus HW) III.MANUAL, SCHWELLWERK PEDAL 1 (Hinter HW), PEDAL2 (am SW)
Liebich Gedackt 16‘ [1]

Principal 8‘ [2]

Flöte* 8‘ [3]

Gamba 8‘ [4]

Octave 4‘ [5]

Spitzflöte 4‘ [6]

Nasard 2 2/3‘ [7]

Superoctave 2’ [8]

Flageolet 2‘ [9]

Terz 1 3/5‘ [10]

Mixtur 3-f. 1 1/3‘ [11]

Trompete 8‘ [12]

Flöte 8‘ [13]

Spitzflöte 4‘ [14]

Nasard 2 2/3‘ [15]

Flageolet 2‘ [16]

Terz 1 3/5‘ [17]

Bourdon 16‘ [18]

Gedackt 8‘ [19]

Traversflöte 8‘ [20]

Salicional 8‘ [21]

Vox coelestis 8‘ [22]

Rohrflöte 4‘ [23]

Principal 2‘ [24]

Oboe 8‘ [25]

PEDAL1

Subbass 16’ [26]

Gedacktbass 8’ [27]

Flötbass 4’ [28]

Octavbass 8’ [29]

Choralbass 4’ [30]

Posaune 16‘ [31]

PEDAL2

Bourdon 16’ [32]

  1. ETL, Transmission zu 26. aus Pedal
  2. SL, C-Ds Holz offen 1862 Feller, E+F neu, ab Fis Prospekt Sn neu
  3. ETL, Transmission Nr. 13
  4. SL, Sn neu
  5. SL, Sn neu
  6. ETL, Transmission, Pb konisch, Verlängerung zu 3. v. L.
  7. ETL, Transmission, Pb neu
  8. SL, Sn neu
  9. ETL, Transmission, Pb Verlängerung zu 3. v. L.
  10. ETL, Transmission, Pb neu
  11. SL, Sn neu
  12. SL, vorh. Giesecke 1985
  13. ETL, C-H Holz ged. 1862 Feller, ab c° Pb ergänzt, Diskant mit Rohr
  14. ETL, Verlängerung von 3./13. v. L.
  15. ETL
  16. ETL, Verlängerung von 3./13. v. L.
  17. ETL
  18. ETL, C-h° von 1911 Jehmlich, ab c‘ neu
  19. ETL, Verlängerung zu 18. mit vorh. Pfeifen
  20. SL, C-H Holz ged. 1862 Feller, ab c° Pb neu
  21. SL, C-H vorh., ab c° neu
  22. SL, ab c° schwebend Sn vorh.
  23. SL, vorh.
  24. SL, vorh.
  25. SL, Sn neu, C-f° dt., ab fis° franz. Konstruktion
  26. ETL, Holz 1862 Feller, 19 Pfeifen (3 gekröpft), Rest neu Holz
  27. ETL, Verlängerung zu 26.
  28. ETL, Verlängerung zu 26.
  29. ETL, Cis-H Holz 1862 Feller (3 gekröpft), Rest ergänzt
  30. ETL, Verlängerung v. L.
  31. ETL, vorh. Giesecke 1985
  32. ETL, Transmission zu 18.



Bibliographie

Quellen/Sichtungen: Vleugels Orgelmanufactur
Weblinks: Orgelweihe im Kloster St. Marienthal 2025

Wikipedia, Orgelbau Vleugels