Niederstetten/Vorbachzimmern, Nikolauskirche

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Laukhuff-/Bornefeld-Orgel in Vorbachzimmern
Orgel im Raum
Kirchenraum
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Außenansicht mit modernem Anbau
Orgelbauer: August Laukhuff KG, Weikersheim
Konzept und Disposition: Helmut Bornefeld, Heidenheim (Brenz)
Baujahr: 1971
Geschichte der Orgel: Ursprünglich Filial von Niederstetten, erst in der Reformation, angeblich schon 1524 von Finsterlohr eigene Pfarrei eingerichtet.

1778 Neubau einer Orgel mit 1 Manual und Pedal

1920 Neubau duch August Schäfer (Craintal), pneumatische Kegelladen (II/20)

1941 Neobarocker Umbau durch Aug. Laukhuff nach Plänen von Helmut Bornefeld

1967 Neubau des Kirchenschiffs und Planung der neuen Orgel, welche im März 1970 bei Aug. Laukhuff in Auftrag gegeben wird. Statt der ursprünglich geplanten 17 Register entwirft Bornefeld aufgrund der Notwendigkeit einer Kosteneinsparung einen alternativen Vorschlag mit 10 Registern; letztendlich wird das Werk mit 14 Registern realisiert.

1971 Einbau der Orgel und Einweihung am Sonntag Kantate, dem 9. Mai 1971. Das Einweihungskonzert mit Geistlicher Abendmusik spielte Konrad G. Cramer (Erlingheim).

Gehäuse: Gehäuse aus Ahorn, gebeizt, unterteilt in Kasten mit asymmetrisch angeordneten Fenstern (Rahmen aus Eichenholz, Prospektpfeifen aus Brasilkiefer);
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 14
Manuale: 2, C–g3
Pedal: C–f1
Spielhilfen, Koppeln: Normalkoppeln: II/I, I/P, II/P



Disposition

I Hauptwerk II Brustwerk Pedal

Holzflöte 8'[1][2]

Prinzipal 4'

Rauschharfe 4' + 22/3'

Waldflöte 2'

Mixtur 4-6f 11/3'

Tremulant

Gedackt 8'[1][3]

Rohrflöte 4'

Prinzipal 2'

Hörnlein 13/5' + 11/7'

Cymbel 3f 1/2'

Tremulant

Untersatz 16'[1][4]

Holzprinzipal 8'

Choralflöte 4' + 2'

Anmerkungen
  1. 1,0 1,1 1,2 Brasilkiefer
  2. Ds-e° im Prospekt
  3. Ds-cs° im Prospekt
  4. C-E im Prospekt

Schäfer-Orgel 1920-1962

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: August M. Schäfer (Craintal)
Baujahr: 1920
Umbauten: 1941 Neobarocker und somit klanglich entstellender Umbau nach Plänen von Helmut Bornefeld (seit 1937 als Orgelpfleger in Heidenheim tätig). Dabei werden die Spielhilfen und Oktavkoppeln entfernt.

1967 Abriss des alten Kirchenschiffs und anschl. Neubau

1971 Neue Orgel nach Plänen von Helmut Bornefeld

Gehäuse: 1778
Windladen: Kegelladen
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: pneumatisch
Registeranzahl: 18 (20)
Manuale: 2 C-g3[1]
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln: II/I, I/P, II/P, 1920-1941: Super I/P, Super II/P, Super I, Super II, Super II/I, Sub II, Sub II/I.

Spielhilfen: Freie Kombination, Autom. Pianopedal, Generaltutti, Feste Kombinationen, eingebauter Selbstspielapparat.[2]




Disposition 1920-1941

I. Manual II. Manual Pedalwerk

Bourdon 16'

Principal 8'

Flöte 8'

Gamba 8'

Gedeckt 8'

Octav 4'

Viola 4'

Cornett 3-5f 8'[3]

Rohrgedackt 8'

Fugara 8'

Aeoline 8'

Celeste 8'

Traversflöte 4'

Quintflöte 22/3'

Piccolo 2'

Terz 13/5'

Echocornett 3f 22/3'[4]

Subbaß 16'

Violonbass 16'

Zartgedeckt 16' [5]

Violoncello 8'



Disposition 1941-1962

I. Manual II. Manual Pedalwerk

Quintade 16'

Principal 8'

Holzflöte 8'

Octave 4'

Spitzquinte 22/3'

Waldflöte 2'

Mixtur 3-4f 11/3'

Gedackt 8'

Rohrflöte 4'

Oktave 2'

Sesquialter 2f

Nasat 11/3'

Sifflöte 1'

Zimbel doppelt 1/2'

Subbaß 16'

Oktavbass 8'[6]

Rauschbass 3f 51/3'[7]

Choralbass 4'+2'

Anmerkungen
  1. Ausgebaute Superkoppeln (68 Töne)
  2. bis auf die Normalkoppeln wurden alle Spielhilfen 1941 beseitigt.
  3. tatsächlich 3fach (Quinte, Waldflöte 2' und Terz)
  4. Gruppenzug
  5. Transmission aus Bourdon 16' (I. Man.)
  6. aus Violonbass 16'
  7. 51/3' (aus Cello 8') + 4' (aus Gamba 8')+ 22/3' (aus Vix coelestis 8' (sic!)

Verweise

Bibliographie

Quellen/Sichtungen: Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, Cod. hist. 4° 758, C-I, 1, Vorbachzimmern (1)+(2)

Jörg Martin: Der Komponist Helmut Bornefeld (1906–1990) – Verzeichnis seines Nachlasses in der Württembergischen Landesbibliothek. Teil 2: Restliche Korrespondenz, Orgelakten, Bildnerischer Nachlass, Tonaufnahmen und anderes. [Augsburg:] Wißner-Verlag (2011), S. 149

Literatur: Faltblatt zur Einweihung der Orgel am Sonntag Kantate, 9. Mai 1971. Evangelische Kirchengemeinde Vorbachzimmern
Weblinks: Verbundkirchengemeinde Vorbachzimmern

kirchbau.de