Nesslau/Neu St. Johann, ehem. Klosterkirche

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Johann Michael Grass-Orgel, rekonstruiert von Späth Orgelbau
Orgelbauer: Späth Orgelbau, Rapperswil (CH)
Baujahr: 1988
Geschichte der Orgel: 1779 Bau einer Orgel mit 29 Registern durch Johann Michael Grass.
Mehrere Umbauten und Pneumatisierung der Orgel zwischen 1906 und 1972 durch Goll Orgelbau (Luzern), Späth Orgelbau und Hubert Senn (Unterengstringen).
Neubau 1988, als Rekonstruktion der historischen Orgel von Johann Michael Grass, unter Verwendung des erhaltenen Pfeifenbestandes und Gehäuses, mit Erweiterung auf 40 Register.
2011 Revision durch Späth Orgelbau.
Gehäuse: 1779, Johann Michael Grass, Lommis TG (CH)
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 40
Manuale: 3 Manuale, C-f3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln (als Tritte, mechanisch): II-I, I-P, II-P.



Disposition

I Hauptwerk II Brüstungspositiv III Kronwerk Pedal

Bourdon 16'

Principal ** 8'

Viola da Gamba * 8'

Flauto Major * 8'

Coppel ** 8'

Waldflöte ** 8'

Biffara II ** 8'[1]

Octav * 4'

Spitzflöte * 4'

Quint * 22/3'

Superoktav * 2'

Mixtur IV * 2'

Cornett V * 8'[2]

Sesquialter III * 22/3'

Trompete * 8'

Principal ** 8'

Coppel * 8'

Fugara * 8'

Flauto ** 4'

Hohlquinte * 22/3'

Octav 2'

Flageolet 2'

Mixtur III * 11/3'

Vox humana 8'

Kanaltremulant *

Rohrflöte 8'

Principal ** 4'

Copel ** 4'

Sesquialter II 22/3'

Octav * 2'

Quint 11/3'

Sifflöte 1'

Principalbass 16'

Subbass * 16'

Principal ** 8'

Koppelflöte 8'

Quintbass * 51/3'

Octav ** 4'

Mixtur V * 22/3'

Bombard * 16'

Trompete 8'


(**) = Erhalten.
(*) = Rekonstruiert (nach überlieferten Mensuren).
Ohne Kennzeichnung = Neu.

Anmerkungen:

  1. Schwebung, ab h0.
  2. Ab g0.



Bibliographie

Anmerkungen: Das Kloster war eine Neugründung des Klosters St. Johann im etwa 10 Kilometer talaufwärts gelegenen und später so genannten Ort Alt St. Johann. Dieses seit dem 12. Jahrhundert bestehende Kloster brannte 1626 nieder.
Die neuen Klostergebäude wurden im damaligen Ort Sidwald (später Neu St. Johann) bis 1680 in südschweizerisch geprägtem Barockstil errichtet. Die Bauleitung lag in den Händen des Misoxer Baumeisters Pietro Andreota[1] und des Zimmermeisters Kaspar Lederli aus dem Bregenzerwald. Das Kloster war im konfessionell gemischten Toggenburg ein Instrument der gegenreformatorischen Bestrebungen der Fürstäbte von St. Gallen. 1805 wurde das Kloster aufgehoben. Die ehemalige Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche der katholischen Kirchgemeinde in Neu St. Johann. In den übrigen Gebäuden ist heute das Heilpädagogische Zentrum Johanneum untergebracht.
Weblinks: Eintrag auf www.spaeth.ch
Eintrag auf Wikipedia