Mölln, St. Nicolai: Unterschied zwischen den Versionen

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|ERBAUER        = Jacob Scherer, Hamburg
 
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|BAUJAHR        = 1555-58
 
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|UMBAU          = Nach Seggermann/Weidenbach geht die Orgel auf folgende wichtigen Arbeiten zurück:
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|UMBAU          = Nach Wikipedia, der Website der Orgelbauer Flentrop und Seggermann/Weidenbach geht die Orgel auf folgende wichtige Arbeiten zurück:
  
1555/58 - Neubau durch Jacob Scherer mit 15 Registern auf zwei Manualen und Pedal (offensichtlich Rückpositiv und Hauptwerk).
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1436 – Bereits um diese Zeit muss es eine Orgel gegeben haben, die wahrscheinlich ein Blockwerk war.
  
1641 - Friedrich Stellwagen baut ein neues Brustwerk mit 5 Registern und ergänzt die anderen Werke: RP + 1 Stimme, HW + 4 Stimmen, Pedal + 3 Stimmen.
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ca. 1500 – Die Pfeifenreihen des Blockwerks werden durch einen unbekannten Orgelbauer durch Einrichtung von Schleifen auf der Windlade einzeln ansteuerbar gemacht.
  
1755/62 - Reparatur durch Chr. Julius Bünting, der einen neuen Prospekt mit barockem Schnitzwerk baute, der bis heute erhalten ist.
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1555/58 –Jacob Scherer konzipiert ein neues Instrument, in das er jedoch die vorhandenen Register offensichtlich weitgehend übernimmt: 7 Register erhält das Hauptwerk, 6 das Pedal, außerdem wird ein Brustwerk angelegt, das aber wahrscheinlich noch nicht von einem eigenen Manual angespielt wird.
  
Dazwischen und danach wurden jedoch weitere Arbeiten an der Orgel durchgeführt, u. a. 1854/55 durch Marcussen, wobei das Rückpositiv zu einem Oberwerk umgebaut wurde.
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1567 – Reparatur durch den Orgelbauer Hans Köster, nachdem ein Blitzschlag der Orgel Schaden zugefügt hatte. Er fügt ein Rückpositiv hinzu, das lt. Wikipedia 10 Register umfasst. Dort wird nun eine Größe von II/24 genannt.
  
Eine Restaurierung wurde 1954 durch Eberhard Tolle, Preetz, begonnen und in verschiedenen Abschnitten ausgeführt. Die unten nach Musik und Kirche wiedergegebene Disposition bietet den Zustand nach dem ersten Bauabschnitt, in dem das Rückpositiv noch nicht wieder hergestellt war und das Brustwerk und das Pedal noch eine abweichende Gestalt von der nach Abschluss dieser Arbeiten durch Eberhard Tolle in den Jahren 1972/75 bestehenden Disposition hatten. Seggermann/Weidenbach stellen die Disposition seit 1972 dar. Nach [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Nicolai_%28M%C3%B6lln%29 Wikipedia] wird eine Restaurierung angestrebt.
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1637-41 – Friedrich Stellwagen baut ein neues Brustwerk mit 5 Registern und ergänzt die anderen Werke nach Seggermann/Weidenbach wie folgt: RP + 1 Stimme, HW + 4 Stimmen, Pedal + 3 Stimmen. Erstmals ist die Orgel dreimanualig.
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1754-66 - Reparatur durch Christoph Julius Bünting, der einen neuen Prospekt mit barockem Schnitzwerk baute, der bis heute erhalten ist. Auch fügt er weitere Register hinzu, die Orgel verfügt nun über III/38.
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Dazwischen und danach werden noch weitere Arbeiten an der Orgel durchgeführt, u. a. 1854/55 durch Marcussen, wobei das Rückpositiv zu einem schwellbaren Oberwerk umgebaut wird. Die Registerzahl wird auf 33 reduziert.
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Eine Restaurierung wurde 1954 durch Eberhard Tolle, Preetz, begonnen und in verschiedenen Abschnitten ausgeführt. Die bei der unten aufgeführten Dispositionssammlung nach Musik und Kirche wiedergegebene Disposition bietet den Zustand nach dem ersten Bauabschnitt, in dem das Rückpositiv noch nicht wieder hergestellt war und das Brustwerk und das Pedal noch eine abweichende Gestalt von der nach Abschluss dieser Arbeiten durch Eberhard Tolle in den Jahren 1972/75 bestehenden Disposition hatten. Seggermann/Weidenbach stellen die Disposition seit 1972 dar, auch diese wird untern wiedergegeben.
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2018-21 – Die Orgelbauwerkstatt Flentrop aus Zaandam (Niederlande) restauriert die Orgel nach streng denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, wobei die Disposition nach den Arbeiten von Bünting als Ausgangspunkt der Arbeiten gesetzt wird. Nach den Angaben auf der Website von Flentrop Orgelbau erfolgte die Fertigstellung im Jahr 2021 erfolgt.
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|GESCHICHTE      = 1754 bis 1766 Christoph Julius Bünting
 
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|REGISTER        = 40 Register<ref>nach Seggermann/Weidenbach und Musik und Kirch hat die Orgel nur 39 Register. Dort fehlt gegenüber der damaligen Darstellung bei Wikipedia.de die Flöte 2' im Pedal.</ref>
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Version vom 23. Januar 2022, 23:29 Uhr


Mölln St. Nicolai Orgel.jpg
Orgelbauer: Jacob Scherer, Hamburg
Baujahr: 1555-58
Geschichte der Orgel: 1754 bis 1766 Christoph Julius Bünting
Umbauten: Nach Wikipedia, der Website der Orgelbauer Flentrop und Seggermann/Weidenbach geht die Orgel auf folgende wichtige Arbeiten zurück:

1436 – Bereits um diese Zeit muss es eine Orgel gegeben haben, die wahrscheinlich ein Blockwerk war.

ca. 1500 – Die Pfeifenreihen des Blockwerks werden durch einen unbekannten Orgelbauer durch Einrichtung von Schleifen auf der Windlade einzeln ansteuerbar gemacht.

1555/58 –Jacob Scherer konzipiert ein neues Instrument, in das er jedoch die vorhandenen Register offensichtlich weitgehend übernimmt: 7 Register erhält das Hauptwerk, 6 das Pedal, außerdem wird ein Brustwerk angelegt, das aber wahrscheinlich noch nicht von einem eigenen Manual angespielt wird.

1567 – Reparatur durch den Orgelbauer Hans Köster, nachdem ein Blitzschlag der Orgel Schaden zugefügt hatte. Er fügt ein Rückpositiv hinzu, das lt. Wikipedia 10 Register umfasst. Dort wird nun eine Größe von II/24 genannt.

1637-41 – Friedrich Stellwagen baut ein neues Brustwerk mit 5 Registern und ergänzt die anderen Werke nach Seggermann/Weidenbach wie folgt: RP + 1 Stimme, HW + 4 Stimmen, Pedal + 3 Stimmen. Erstmals ist die Orgel dreimanualig.

1754-66 - Reparatur durch Christoph Julius Bünting, der einen neuen Prospekt mit barockem Schnitzwerk baute, der bis heute erhalten ist. Auch fügt er weitere Register hinzu, die Orgel verfügt nun über III/38.

Dazwischen und danach werden noch weitere Arbeiten an der Orgel durchgeführt, u. a. 1854/55 durch Marcussen, wobei das Rückpositiv zu einem schwellbaren Oberwerk umgebaut wird. Die Registerzahl wird auf 33 reduziert.

Eine Restaurierung wurde 1954 durch Eberhard Tolle, Preetz, begonnen und in verschiedenen Abschnitten ausgeführt. Die bei der unten aufgeführten Dispositionssammlung nach Musik und Kirche wiedergegebene Disposition bietet den Zustand nach dem ersten Bauabschnitt, in dem das Rückpositiv noch nicht wieder hergestellt war und das Brustwerk und das Pedal noch eine abweichende Gestalt von der nach Abschluss dieser Arbeiten durch Eberhard Tolle in den Jahren 1972/75 bestehenden Disposition hatten. Seggermann/Weidenbach stellen die Disposition seit 1972 dar, auch diese wird untern wiedergegeben.

2018-21 – Die Orgelbauwerkstatt Flentrop aus Zaandam (Niederlande) restauriert die Orgel nach streng denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, wobei die Disposition nach den Arbeiten von Bünting als Ausgangspunkt der Arbeiten gesetzt wird. Nach den Angaben auf der Website von Flentrop Orgelbau erfolgte die Fertigstellung im Jahr 2021 erfolgt.

Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch[1]
Registeranzahl: 40 Register[2]
Manuale: 3 Manuale, Tonumfang: CD-d³[3]
Pedal: Tonumfang: CD-d¹[4]
Spielhilfen, Koppeln: 2 Zimbelsterne

Bock-Tremulant

Normalkoppeln: RP/HW, BW/HW¹[5], RP/Ped, HW/Ped

Sperrventile zu jedem Werk

Spielhilfen zwischen 1972 und 2018: Schellenspiel, Zimbelstern, Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/Ped, II/Ped, III/Ped, 5 freie Kombinationen, Tutti, Zungeneinzelabsteller




Disposition seit 2021

Rückpositiv Hauptwerk Brustwerk (III) Pedalwerk
Prinzipal 8'

Gedact 8'

Kammer-Gedact 8‘

Octava 4'

Flöte 4'

Octava 2'

Sifflöte 1 1/3‘

Sesquialter II

Mixtur IV

Cimbel II

Oboe 8'

Quintadena 16'

Prinzipal 8'

Spitzflöte 8'

Quintatön 8'

Holpipen 8‘

Octava 4'

Holfloiten 4'

Quint 3'

Nasat 3‘

Octava 2'

Mixtur IV

Scharff/Cymbel III

Trommet 8'

Gedact 8'

Quintatön 4'

Waldflöte 2'

Sifflöte 1'

Sesquialtera II

Trichter-Regal 8'

Prinzipal 16'

Sub-Bass 16'

Octava 8'

Gedact 8'

Octava 4'

Quint 3'

Mixtur IV

Posaune 16'

Trommet 8'

Trommet 4'


Anmerkungen
  1. von 1954 – 2018 elektrisch
  2. nach Seggermann/Weidenbach und Musik und Kirch hat die Orgel nur 39 Register. Dort fehlt gegenüber der damaligen Darstellung bei Wikipedia.de die Flöte 2' im Pedal.
  3. von 1954 – 2018: C-g³
  4. von 1954 – 2018: C-f¹
  5. Schiebekoppel¹


Disposition seit 1972

Hauptwerk (I) Rückpositiv (II) Brustwerk (III) Pedalwerk
Quintadena 16'

Prinzipal 8'

Spitzflöte 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Rohrflöte 4'

Quinte 2 2/3'

Superoktave 2'

Terz 1 3/5'

Sifflöte 1'

Mixtur IV [2']

Zimbel III [1/2']

Schalmey 8'


Tremulant

Prinzipal 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Blockflöte 4'

Oktave 2'

Sesquialter II

Scharff IV

Dulzian 16'

Krummhorn 8'


Tremulant

Gedackt 8'

Flöte 4'

Prinzipal 2'

Waldflöte 2'

Quinte 1 1/3'

Scharfzimbel III

Regal 8'


Tremulant

Prinzipal 16'

Subbaß 16'

Offenbaß 8'

Gedackt 8'

Choralbaß 4'

Flöte (Quintade) 4'

Flöte 2'

Rauschpfeife IV [2 2/3']

Posaune 16'

Trompete 8'

Cornett 2'


Anmerkungen



Disposition 1954

Hauptwerk Brustwerk Oberwerk Pedalwerk
Quintadena 16'

Prinzipal 8'

Spitzflöte 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Rohrflöte 4'

Quinte 2 2/3'

Superoktave 2'

Terz 1 3/5'

Sifflöte 1'

Mixtur IV 2'

Zimbel III 1/2'

Schalmei 8'


Tremulant

Gedackt 8'

Flöte 4'

Waldflöte 2'

Zimbel II 1/2'+1/4'

Regal 8'

Singend Regal 4'


Tremulant

Quintadena 8'

Lieblich Gedackt 8'

Prinzipal 4'

Blockflöte 4'

Oktave 2'

Kleinflöte 2'

Quinte 1 1/3'

Sesquialtera II 2 2/3'

Scharf IV 1'

Dulzian 16'

Krummhorn 8'


Tremulant

Prinzipal 16'

Subbaß 16'

Offenbaß 8'

Gedacktbaß 8'

Oktavbaß 4'

Rauschpfeife V 2 2/3'

Posaune 16'

Trompete 8'

Kornett 2'



Bibliographie

Literatur: Musik und Kirche 6/1958, S. 287

Seggermann/Weidenbach, Denkmalorgeln zwischen Nord- und Ostsee, S. 82

Weblinks: Website der Gemeinde

Kirche und Orgel auf Wikipedia.de

Die Orgel auf der Website von Flentrop Orgelbau