Luzern, Hofkirche St. Leodegar (Hauptorgel)

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Kuhn-Orgel aus 2015
Luzern Hof Spieltisch.jpg
Luzern Leodegar prospekt.jpg
Luzern Hofkirche Hauptorgel Pfeifenwerk.jpg
Orgelbauer: Kuhn Orgelbau AG
Baujahr: 2015
Geschichte der Orgel: 1640-1650 Orgelneubau nach Kirchenbrand (1633) durch Johann Geissler aus Salzburg, II/P/48

1820 Emporenvergrösserung, Rückpositiv wird funktionslos

1858 - 1862 Orgelumbau durch Friedrich Haas, der sich anschliessend in Luzern niederliess (IV/P/70).

1898 - 1899 Umbau und Pneumatisierung durch Friedrich Goll, dem Geschäftsnachfolger von Haas.

1972 - 1977 Neubau durch Orgelbau Th. Kuhn AG (V/P/81). Das Gehäuse von 1650 und 56 alte Register von 1650 und 1862 finden wieder Verwendung. Das Rückpositiv wird rekonstruiert.

1999 Einbau einer Setzeranlage mit 15 x 256 Kombinationen.

2001 Wiedereinbau von drei durchschlagenden Zungenregistern von Haas (1862) in einem separaten Schwellkasten in die Tonhalle (Schallkanal des Fernwerks).

2015 Neubau Echowerk auf der nördlichen Chorempore unter Verwendung von historischem Pfeifenmaterial (II/P/19); Ersatz der Schleifenzugmotoren in der Hauptorgel durch Magnete, Erneuerung der Elektrik, neue Setzeranlage mit Touchscreen.

Umbauten: Große Orgel 1977, Echowerk aus 2015
Windladen: Schleifladen und Registerkanzellenladen
Spieltraktur: mechanisch + elektrisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 103
Manuale: 5
Pedal: 30 Töne
Spielhilfen, Koppeln: Manualkoppeln: I-II, III-II, IV-II, III-I, IV-III, V-III; Koppeln Echowerk: I, II, III, IV, V, P; Pedalkoppeln: I-P, II-P, III-P, IV-P, V-P;

Koppeln, Fernwerk und Echowerk elektrisch, Setzeranlage, MIDI-Recorder



Disposition

Rückpositiv (I) Hauptwerk (II) Oberwerk (III) Récit (IV, SW) Fernwerk (V) Pedal
Rohrgedackt 8'

Quintatön 8'

Principal 4'

Kleingedackt 4'

Sesquialtera 2f. 2

Octave 2'

Nachthorn 2'

Quinte 1 11/3

Octave 1'

Scharf 4f. 1'

Rankett 16'

Krummhorn 8'

Tremulant

Zimbelstern


Echowerk 1. Abteilung

Bourdon 16’

Violon 16’

Gambe 8’

Dulciana 8’

Harmonica 8’

Flûte harmonique 8’

Flötenschwebung (ab c) 8’

Gedacktquinte 51/3

Violine 4’

Holzflöte 4’

Flautino 2’

Harmonia aeth. 5-7f. 51/3

Piccolo 1’

Flügeltremulant

Principal 16'

Gambe 16'

Octave 8’

Hohlflöte 8’

Gemshorn 8’

Quinte 51/3

Octave 4’

Koppelflöte 4’

Viola di Gamba 4’

Terz 31/5

Octave 2’

Mixtur major 6f. 22/3

Mixtur minor 4f. 11/3

Cornet 3-5f. 8’

Bombarde 16’

Trompete 8'



Echo - Hochdruck:

Alphorn 16'

Alphorn 8'

Alphorn 4'

Streicherkornett III-V 8'

Sennschellen

Bätruef

Pommer 16’

Principal 8’

Gedackt 8’

Octave 4’

Gemshorn 4’

Quinte 22/3'

Octave 2'

Terz 13/5'

Mixtur 5f. 11/3'

Cymbel 3f. 1/2

Zinke 8’

Schalmei 4’

Tremulant

Bourdon 16’

Principal 8’

Bourdon 8’

Salicional 8’

Voix céleste (ab A) 8’

Octave 4’

Flûte traversière 4’

Nasard 22/3

Flageolet 2’

Plein jeu 5-6f. 2’

Basson 16’

Trompette harm. 8’

Hautbois 8’

Clairon 4’

Tremulant

Bourdon 16’

Principal 8’

Bourdon 8’

Spitzflöte 8’

Octave 4’

Spitzflöte 4’

Quinte 22/3

Octave 2’

Trompete 8’

Vox humana 8’

Tremulant

Regenmaschine

Fagott 16’

Physharmonica 8’

Clarinette 8’

Principal 32’

Octave 16’

Subbass 16’

Gedackt 16’

Octave 8’

Flöte 8’

Violon 8’

Quarte 51/3’ + 4’

Octave 4’

Spillflöte 4’

Grossterz 31/5

Mixtur 4f. 22/3

Kontrafagott 32’

Tuba 16’

Posaune 16’

Trompete 8’

Clairon 4’


schwellbar:

Violonbass 16’

Echobass 16’

Quinte 102/3

Violoncello 8’

Flöte 8’

Sousaphon 32’

Euphonium 16’

Sennschellen



Bibliographie

Anmerkungen: ganz oder teilweise alt 1650, Johann Geissler; tlw. vor 1862,

Diese Orgel geht zurück auf ein Instrument, das in den Jahren 1640 bis 1648 von dem Orgelbauer Johann Geisler aus Salzburg erbaut wurde. Das Gehäuse wurde 1648 von Niklaus Geisler geschaffen und ist original erhalten. Diese Orgel hatte 48 Register (2.826 Pfeifen) auf zwei Manualwerken und Pedal. Im Zuge einer Emporenvergrösserung im Jahre 1820 wurde das Rückpositiv entfernt. In den Jahren 1858 bis 1862 wurde die Orgel durch den Orgelbauer Friedrich Haas auf 70 Register auf vier Manualen und Pedal erweitert. Das Instrument wurde zudem mit einem Fernwerk ausgestattet, welches auf dem Dachboden der Kirche untergebracht wurde.

In den Jahren 1972 bis 1977 wurde die Orgel durch die Orgelbaufirma Kuhn umgebaut, restauriert und erweitert. Das Rückpositiv wurde rekonstruiert. Im historischen Prospekt der Orgel steht eine Pfeife aus dem Jahr 1648, welche die längste und schwerste Orgelpfeife der Welt aus dieser Zeit ist: Sie misst 9,7 m und wiegt 383 kg.[1] Einige Register wurden entfernt, und werden nun (2015) als Echowerk auf der nördlichen Empore wieder in das Orgelensemble eingebunden (s. u.). 2001 wurden im Schallkanal des Fernwerkes, der sog. Tonhalle, drei durchschlagende Zungenregister wiedereingebaut, die Haas im Jahre 1862 erbaut hatte. Es handelt sich dabei um romantische Klangfarben, die den Klängen eines Harmoniums oder eines Akkordeons ähnlich sind (www.wikipedia.at).