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Lorch (Rheingau), St. Martin


Prospekt
Registerzüge
Scherzregister "Riesling 2f."
Mechanismus und Inhalt des Scherzregisters
Orgelbauer: Fischer + Krämer, Endingen a.K.
Baujahr: 1985
Geschichte der Orgel: 1732 Neubau einer Orgel

1880 Neubau durch die Brüder Wilhelm (1846-1911) und Anton August Ratzmann (1852-1928), die die Firma des Vaters August Wilhelm unter dem Namen "Gebr. Ratzmann" weiterführen.

1985 Die in die Jahre gekommene und für zu klein befundene Ratzmann-Orgel wird in einen Neubau integriert. Dabei werden fast alle Register von 1880 wiederverwendet (in der Disposition mit (*) gekennzeichnet).

2019 Start eines Renovierungsprojekts für die Orgel von 1985.

Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 43
Manuale: 3 C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Normalkoppeln, Setzer mit 6 Kombinationen, Tutti, Organo Pleno, Zungen ab, Pianopedal; Spielregister "Riesling 2f" öffnet einen Auszug am Gehäuse, in dem eine Weinflasche und zwei Gläser Platz finden, und es ertönt Vogelgezwitscher.



Disposition

I Hauptwerk II Schwellwerk III Positiv Pedal
Bourdon* 16'

Principal 8'

Bourdon* 8'

Viola da Gamba* 8'

Octave 4'

Rohrflöte* 4'

Quinte 2 2/3'

Octave* 2'

Cornett* 5f 8'

Mixtur 5f 1 1/3'

Trompete* 8'

Geigenprincipal* 8'

Liebl. Gedeckt* 8'

Eoline* 8'

Salicional* 8'

Principal* 4'

Flaut travers* 4'

Nazard 2 2/3'

Flageolet 2'

Terz 1 3/5'

Fourniture 5f 2'

Basson 16'

Hautbois 8'

Tremulant

Rohrbourdon 8'

Holzflöte 4'

Doublette 2'

Larigot 1 1/3'

Sifflet 1'

Sesquialter 2f 2 2/3'

Cymbel 3f 2/3'

Cromorne 8'

Tremulant

Principal* 16'

Subbaß* 16'

Octave 8'

Baßflöte* 8'

Violoncello* 8'

Octave 4'

Mixtur 4f* 2 2/3'

Posaune* 16'

Trompete 8'

Clairon 4'




Bibliographie

Weblinks: Website der Kirchengemeinde

Wikipedia


Die Ratzmann-Orgel von 1880

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Gebr. Ratzmann (Wilhelm und Anton August)
Baujahr: 1880
Geschichte der Orgel: 1880 wird ein Vertrag mit August Ratzmann geschlossen (der noch im selben Jahr verstirbt), die Abnahme erfolgt bereits am 15. November desselben Jahres durch Domkapellmeister Weber aus Mainz. Der Sohn Wilhelm Ratzmann quittiert für den Neubau die Summe von 6025 Reichsmark.

Aus der Ratzmann-Orgel wurden 19 Register in den Neubau von 1985 übernommen (vgl. Wikipedia-Eintrag). Die Hauptwerks-Mixtur von Ratzmann wurde dabei als Pedalmixtur wiederverwendet, und das "Lieblich Gedackt 8'" im Schwellwerk der Orgel von 1985 ist offenbar die ehemalige Hohlflöte des I. Manuals.

Windladen: Kegelladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 20
Manuale: 2 C-f3
Pedal: C-d1
Spielhilfen, Koppeln: II/I, I/P, Tutti.



Disposition

I. Manual II. Manual Pedal
Bordun 16'

Prinzipal 8'

Hohlflöte 8'

Bordun 8'

Gamba 8'

Octav 4'

Rohrflöte 4'

Octav 2'

Mixtur 4f 22/3'

Cornett 5f 8'

Trompete 8'

Geigenprincipal 8'

Salicional 8'

Eoline [sic] 8'

Fugara 4'

Flöte 4'

Principalbaß 16'

Subbaß 16'

Violoncello 8'

Posaune 16'



Bibliographie

Anmerkungen: Nach Bösken hatte "der Prinzipal viel Strich, die Hohlflöte ist gegenüber dem Bordun rauher und stärker".
Literatur: Franz Bösken: Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins, Bd. 2/II, B. Schott's Söhne, Mainz (1974), S. 597-599