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Langenwolmsdorf/Stolpen, Evang.-Luth. Kirche: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Aktuelle Version vom 3. Juli 2020, 14:51 Uhr


Orgel
Orgelbauer: Herbrig, Wilhelm Leberecht
Baujahr: 1844
Geschichte der Orgel: 1637, während der Zeit des 30jährigen Krieges, wurde die Kirche völlig zerstört.

1641 bis 1651 Kirchenneubau.

1689 weihte man die Orgel der Kirche ein.

1844 – 46 Größerer Umbau der Kirche, bei dem der Innenraum ein klassizistisches Aussehen erhielt. Die Orgel wurde von dem bekannten Orgelbauer Wilhelm Leberecht Herbrig aus Langenwolmsdorf komplett erneuert. Damit besitzt die Kirche mit zwei Manualen und 20 Registern das größte erhaltene Instrument des ortsansässigen Orgelbauers.

Der Einzug der Elektrizität erfolgte in der Langenwolmsdorfer Kirche zwischen 1962 und 1971. So wurde 1962 ein elektrisches Orgelgebläse und 1968 die elektrische Gebläseheizung eingebaut. 1971 erfolgte die Umstellung auf elektrisches Geläut. (Aus der Webseite: Geschichte Langenwolmsdorf)

Umbauten: 1862 und 1865 Stimmung und Reparatur durch den Erbauer

1923 Geringfügiges Umdisponieren durch Hermann Eule Orgelbau, Bautzen

1935, 38, 47, 49 kleinere Reparaturen, Reinigung und Imprägnierung

1963 - 67 Wartungsvertrag mit der Firma Hermann Eule Orgelbau, Bautzen 1974 und 1983 Durchsichten ebenfalls durch die Orgelbaufirma Eule

2005 Gutachten des Orgelsachverständigen Andreas Kühn, Lommatzsch: "... Das Instrument ist schätzungsweise bis zu 85% original erhalten. Die Gemeinde hat ... ein Denkmalinstrument und sollte dies dementsprechend pflegen und erhalten."

2005 Gutachten und zwei Kostenvoranschläge von Johannes Lindner, Radebeul und Wieland Rühle, Moritzburg

2014 Erneutes Gutachten von Orgelsachverständigen Hartmut Vetter, Sebnitz: "Der Gesamtzustand ist erstaunlich gut; ... war ich erstaunt, eine so klangfrische Orgel zu hören. Die 170 Jahre alte Orgel ... stellt einen Schatz dar ...und ist unbedingt zu erhalten."

2016, April bis Oktober. Umfangreiche Sanierung durch die Werkstatt Johannes Lindner(Radebeul), mit Rekonstruktion von 3 Orgelregistern und Korrektur der mehrfach veränderten Tonhöhe, sowie aufwendigen Arbeiten an der Traktur. Für eine Restaurierung im denkmalpglegerischen Sinne reichte das Geld nicht. Wiederinbetriebnahme des historischen Instruments am 6. November 2016. (aus der Webseite Herbrig Orgeln)

Stimmtonhöhe: 441,5 Hz
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 20
Manuale: II
Pedal: 1
Spielhilfen, Koppeln: Manualkoppel II-I

Pedalkoppel I

Calcanten-Klingel



Disposition

1.Manual (C-f) Hauptwerk Manual (C-f) Hinterwerk Pedal (C-c')
Quintatön 16´(EULE)1

Principal 8´

Bordun 8´

Octave 4´

Rohrflöte 4´

Octave 2 ´ Quinte 3´

Sifflöte 1´(EULE)2

Cornett 3fach, ab c´

Mixtur 4fach (EULE)3 Reko 2016 LINDNER

Gedackt 8´

Gambe 8´

Flauto 4´

Principal 4´

Nassat 3´

Spitzflöte 2´, umbenannt

Zimbel 3fach (EULE)4 Reko 2016 LINDNER

Subbass 16´

Principalbass 8´

Violoncellobass 8´ (EULE)5



Bibliographie

Literatur: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, Orgeldatenbank ORKASA

Lexikon norddeutscher Orgelbauer, Bd.2, Sachsen und Umgebung, Pape-Verlag Berlin, 2012, S.143

Klaus Mann: Auf den Spuren der Herbrigs und ihrer Orgeln. Stolpner Hefte, Heft 12. Hg. Kulturwerkstatt Stolpen e. V., September 2006

Klaus Mann: Die Orgelbauer Herbrig und die drei Gesichter ihrer Orgeln. In: Sächsische Heimatblätter 55. Jg. Heft 1/2009 S. 21–27.

Weblinks: Herbrig-Orgeln

Langenwolmsdorf Herbrig Orgel

Wikipedia Langenwolmsdorf

Geschichte Langenwolmsdorf