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Peter-Orgel in St. Severin Köln
Köln, St. Severin (2).jpg
Orgelbauer: Willi Peter
Baujahr: 1987
Geschichte der Orgel: 1750 Neubau durch Ludwig König (III/34)

1909 Neubau durch Ernst Seifert/Köln-Mannsfeld (III/63) 1944 Schwere Kriegsschäden an der Kirche und Vernichtung der Orgel

um 1950 Provisorische Orgel

1987-90 Neubau durch Willi Peter in mehreren Bauabschnitten: Die Orgel war zunächst nur ein Teilbau und wurde in den darauffolgenden drei Jahren bis 1990 sukzessive in den Endausbauzustand gebracht.

2010 Wasserschaden aufgrund eines Lecks im Dach

2012 Instandsetzung der Orgel, neuer Spieltisch, Umdisponierung und Erweiterung um 2 Register (Untersatz 32' sowie Konzertflöte 8' als Auxiliar) durch Mühleisen (Leonberg)

2017 Nachintonation und geringe Dispositionsänderung durch Mühleisen

Umbauten: Geringfügige Umdisponierung durch Mühleisen
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 44
Manuale: 3 C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln:

Normalkoppeln: I/II, III/II, Solo/II, III/I, Solo/I, Solo/III, I/P, II/P, III/P, Solo/P

Suboktavkoppeln (2012): III/I, III/II, III/III

Superoktavkoppel (2012): III/P


Spielhilfen: 64 Setzerkombinationen



Disposition seit 2017

I Rückpositiv II Hauptwerk III Schwellwerk Pedal
Gedecktflöte 8'

Quintade 8'

Praestant 4'

Rohrpommer 4'

Octave 2'

Gemsquinte 11/3'

Sesquialtera 2f

Scharff 4f 1'

Holzdulcian 16'

Krummhorn 8'

Tremulant

Bordun 16'

Principal 8'

Rohrflöte 8'

Octave 4'

Blockflöte 4'

Quinte 22/3'

Octave 2' [1]

Mixtur 5f 2'

Cornett 5f 8'

Trompete 8'

Tremulant


Solo

Konzertflöte 8'

Flötenprincipal 8'

Englische Gambe 8'

Bourdon 8'

Vox coelestis 8'

Principal 4'

Traversflöte 4'

Nasard 22/3'

Schweizerpfeife 2'[2]

Terz 13/5'

Mixtur 5f 2'[3]

Basson 16'

Oboe 8'

Clairon 4'

Tremulant

Untersatz 32'

Principal 16'

Subbaß 16'

Octavbaß 8'

Gedacktbaß 8'

Choralbaß 4'

Nachthorn 2'

Mixtur 3f 22/3'

Posaune 16'

Baßtrompete 8'

Anmerkungen
  1. 2017 statt Schweizerpfeife 2', diese wandert ins Schwellwerk (III)
  2. 2017 statt Superoctave 2', diese wandert ins Hauptwerk (II)
  3. 2017 tiefer gerückt, vorher 11/3'


Disposition 1990-2012

I Rückpositiv II Hauptwerk III Schwellwerk Pedal
Gedecktflöte 8'

Quintade 8'

Praestant 4'

Rohrpommer 4'

Octave 2'

Gemsquinte 11/3'

Sesquialtera 2f

Scharff 4f 1'

Holzdulcian 16'

Vox humana 8'

Tremulant

Bordun 16'

Principal 8'

Rohrflöte 8'

Octave 4'

Blockflöte 4'

Quinte 22/3'

Schweizerpfeife 2'

Mixtur 5f 2'

Cornett 5f 8'

Trompete 8'

Tremulant

Flötenprincipal 8'

Englische Gambe 8'

Vox coelestis 8'

Principal 4'

Traversflöte 4'

Nasard 22/3'

Octave 2'

Terz 13/5'

Sifflöte 1'

Mixtur 5f 11/3'

Basson 16'

Oboe 8'

Clairon 4'

Tremulant

Principal 16'

Subbaß 16'

Octavbaß 8'

Gedacktbaß 8'

Choralbaß 4'

Nachthorn 2'

Mixtur 3f 22/3'

Posaune 16'

Baßtrompete 8'


Seifert-Orgel 1909-1944

Orgelbeschreibung

Köln St Severin Seifert 1910.jpg
Orgelbauer: Ernst Seifert (Köln-Mannsfeld)
Baujahr: 1909
Geschichte der Orgel: Das große Werk von Seifert ähnelte in der orchestral angelegten Disposition dem Vorbild der Basilikaorgel von Kevelaer. Es wurde zum Ende des Weltkriegs 1944 vernichtet.
Gehäuse: Im historischen Prospekt von Christian Ludwig König 1750
Windladen: Seifert-Membranladen
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: pneumatisch
Registeranzahl: 61 (63)
Manuale: 3
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Generalkoppel, Manualoktavkoppel; Gruppenzüge Prinzipalchor, Rohrwerke, pp, p, mf, f, ff, Tutti, Generaltutti; Absteller Koppeln ab, Leerlaufkoppel I, 16' ab, Crescendo ab, Zungen ab für I / II / III / P; "Crescendowalze und Wagebalken für III. Man., schwarze, weiße, rote Freie Kombination. Balancenregisterwippen, die je nach Manual von verschiedener Farbe sind, mit 3 kleinen Zügen für die freien Kombinationen. 2 Motoren á 2 P.S., die beide an je eine Zentrifugalschleudermaschine gekuppelt sind."



Disposition

I. Manual II. Manual III. Manual[1] Pedal
Principal 16'

Bourdon 16'

Principal 8'

Flaut major 8'

Salicional 8'

Fugara 8'

Gedackt 8'

Flaut amabile 8'

Octave 4'

Hohlflöte 4'

Fugara 4'

Quinte 22/3'

Octave 2'

Mixtur 5f

Cymbel 5f

Cornett 4f

Tuba 16'

Trompete 8'

Viola 16'

Gedackt 16'

Geig.Principal 8'

Flute harm. 8'

Dolce 8'

Gamba 8'

Rohrflöte 8'

Keraulophon 8'

Praestant 4'

Dulciana 4'

Flauto 4'

Piccolo 2'

Cornett 2f

Oboe 8'

Clarinette 8'

Salicet 16'

Starkton-Principal 8'[2]

Starkton-Flöte 8'[2]

Violine 8'

Bourdon 8'

Quintatön 8'

Aeoline 8'

Vox coelestis 8'

Traversflöte 4'

Gemshorn 4'

Cremona 4'

Flautino 2'

Sesquialter 2f

Harm. Aeth. 3f

Karillon 3f

Tuba mirabilis 8'[2]

Euphone 8'

Tremulant

Contrabass 32'

Principalbass 16'

Violon 16'

Subbass 16'

Salicetbass 16'[3]

Gedacktbass 16'[3]

Quintbass 102/3'

Oktavbass 8'

Violon-Cello 8'

Bassflöte 8'

Liebl. Gedackt 8'

Starkton-Fugara 4'[2]

Posaune 16'

Trompete 8'


Anmerkungen:

  1. im Schwellkasten
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Hochdruckstimmen
  3. 3,0 3,1 Transmission aus III. Man.



Bibliographie

Anmerkungen: Das Einweihungskonzert der Seifert-Orgel 1910 spielten Konstantin Wassenhofen (Maria Himmelfahrt), Organist Schotten (St. Martin), Organist Fürth (St. Severin) und Carl Sattler (1874-1938; Maria im Kapitol, wo ebenfalls eine monumentale Seifert-Orgel mit ähnlicher Disposition (IV/90) errichtet worden war).

Die Zeitschrift für Instrumentenbau berichtet über das Einweihungskonzert: "Das meiste Interesse erweckte Herr Orgelvirtuose Sattler von Maria im Capitol. "Man kennt ihn ja schon", schreibt das Gregoriusblatt, (...) "Nun zeigte er sich in seiner groß angelegten B-moll Sonate auch dieser bedeutsamsten und schwierigsten Form vollkommen mächtig. Es herrschte eine Händelsche Größe in dem ersten Satz, eine Stimmung, die an das uferlose Meer gemahnt, wo, soweit nur das Auge reicht, Wogen auf Wogen schaumgekrönt die gewaltigen Häupter erheben. (...) Nach dem die Vortragsstücke verklungen waren, führte Herr Sattler die Orgel nochmals in freier Fantasie vor, und zeigte dabei, was das herrliche Werk unter einer kunstfertigen Hand zu leisten vermag, und trug besonderst dazu bei, daß so dem Erbauer der hierzu nötige Dank und die ihm gebührende Anerkennung zu Teil wurde."'

Literatur: Orgeln in Köln. Karl-Heinz Göttert und Eckhard Isenberg; Bachem-Verlag; Köln 1998; Zeitschrift für Instrumentenbau 1909/10 (Angaben und Bild zur Seifert-Orgel)
Weblinks: Die Orgel auf den Seiten der Gemeinde

Beschreibung der Umbauarbeiten 2012 durch Orgelbau Mühleisen