Köln, St. Pantaleon

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Vorderseitiger historischer Prospekt der Klais-Orgel in St. Pantaleon Köln
Altar- und Lettner mit Orgel
Rückseitiger Prospekt im Stil der 1960er Jahre von Klais
Köln, St. Pantaleon (3).jpg
Orgelbauer: Johannes Klais Orgelbau (Bonn)
Baujahr: 1961-63 op.1241
Geschichte der Orgel: Vorgänger-Orgeln: 1652 Aufstellung einer Orgel von Meister Berger Hommersbach, als Schwalbennest-Orgel auf der Südseite des Langhauses

1695 Umsetzung auf den Lettner im Westen der Kirche

1895 Neubau ins historische Gehäuse durch W. Sauer (Frankfurt/Oder), II+P/16

Während des 2. Weltkriegs Einlagerung (im Südturm eingemauert); 1942-45 erhebliche Zerstörung der Kirche

1961-63 Neubau durch Klais ins historische Gehäuse

1977 Austausch eines Pedalregisters

2010 Reinigung durch Klais

2016 Überarbeitung und Einbau einer Setzeranlage durch Klais

Gehäuse: 1652 von Meister Balthasar, frühbarock; Eichenholz, reich dekoriert mit Schleierwerk und Profilen - gilt als der älteste historische Prospekt der Stadt Köln.
Stimmtonhöhe: a = 440 Hz (15°C)
Temperatur (Stimmung): gleichstufig
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch [1]
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 33 (34)
Manuale: 3 C-g3
Pedal: 1 C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln (elektrisch) II/I, III/II, I/P, II/P, III/P; (mechanisch) III/I

(2016) Setzer mit 10 x 1000 Speichermöglichkeiten, 2 freie Kombinationen, Pedal 2, geteilte Kombination 2 (Pistons)

(1963) 2 Freie Kombinationen, 1 feste Kombination, Tutti, Zungenabsteller



Disposition

I Hauptwerk II Schwellwerk III Brustwerk Pedal
Gedacktpommer 16'

Principal 8'[2]

Gemshorn 8'

Octav 4'[2]

Rohrflöte 4'

Quinte 22/3'

Superoctav 2'

Mixtur 4-6f 11/3'

Cornett 3f[3]

Trompete 8'

Holzflöte 8'

Quintadena 8'

Principal 4'

Violflöte 4'

Waldflöte 2'

Sifflöte 11/3'

Scharff 3-4f 1'

Dulcian 16'

Schalmey 8'[4]

Tremulant

Gedackt 8'

Koppelflöte 4'

Principal 2'

Nachthorn 1'

Cymbel 2f 1/3'

Vox humana 8'


Tremulant

Principal 16'[2][5]

Subbaß 16'

Gedacktpommer 16'[6]

Octavbaß 8'

Pommer 8'

Choralbaß 4'

Rauschpfeife 4f 22/3'

Posaune 16'

Clairon 4'[7]


Anmerkungen
  1. Stahlseil-Traktur
  2. 2,0 2,1 2,2 im Prospekt
  3. ab f0
  4. nach [1] bzw. [2] zwischenzeitlich gegen Trompete 4' bzw. 8' getauscht. Gemäß der CD trifft offenbar beides jedoch nicht (mehr) zu.
  5. auf der Rückseite in der Apsis; geflammte Kupferpfeifen
  6. Transmission aus Hauptwerk (I)
  7. 1977 statt Rohrtraverse 2' (1963)


Bibliographie

Anmerkungen: Ursprünglich bestand anscheinend in der Apsis eine "elektrische Nebentraktur mit einmanualigem Hilfsspieltisch" für die Begleitung des Chors mit dem Schwellwerk. Heute steht jedoch Hochchor und Hochaltar allerheiligster Bezirk, und der Chor steht im Schiff, wodurch das Schwellwerk eher die Aufgabe eines "Récit" als eines Begleitwerks hat (vgl. [2]).

Quellen: Literatur [2], [3], Beiheft CD

Discographie: Martina Mailänder: Bach in St. Pantaleon, Motette CD M14111 CD
Literatur: [1] Karl-Heinz Göttert, Eckhard Isenberg: Orgeln in Köln - Ein Rundgang zu 70 Instrumenten (J.P. Bachem Verlag, Köln, 1998)

[2] Clemens Reuter: Neue alte Orgeln in Köln. Instrumentenbau-Zeitschrift 19 (1961), 390-392

[3] 61. Internationale Orgeltagung der GdO in Köln, 28. Juli - 3. August 2013, Programmheft

"Orgeln 2020" - Orgelkalender (St. Benno-Verlag Leipzig)

Weblinks: Webseite der Kirchengemeinde

Orgelbeschreibung

Orgbase.nl (Link defekt)