Dresden/Neustadt, Simultankirche St. Martin (ehem. Garnisonkirche), kath. Teil, St. Franziskus Xaverius

Aus Organ index
Version vom 1. September 2020, 15:42 Uhr von Mlang (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Garnisonkirche,Kath.K.,Orgelansicht im Raum
Garnisonkirche,Kath.K.Orgel
Orgelbauer: Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil), op.158
Baujahr: 1900
Geschichte der Orgel: Die Garnisonkirche St. Martin in Dresden war die Garnisonkirche der Albertstadt, die als Militärstadt für große Teile der Sächsischen Armee angelegt wurde. Die Doppelkirche entstand in der zweiten Bauphase zwischen 1893 und 1900 in zentraler Lage des Kasernenkomplexes. Wikipedia

Im katholischen und evangelischen Teil der Garnisonkirche wurden 1900 Orgeln der Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil) errichtet. Beide Orgeln wurden durch eine gemeinsame Windversorgungsanlage verbunden. Die Disposition der Orgel in der katholischen Kirche blieb seit der Erbauung unverändert. Die Garnisonkirche diente nur bis 1945 der Garnison als Kirche. Danach wurde sie Heimat der katholischen St.-Franziskus-Xaverius-Gemeinde, deren Kirche an der Hauptstraße durch Bombenangriffe vom 13./14. Februar 1945 zerstört wurde. Seit dem Umzug der Offiziersschule des Heeres von Hannover nach Dresden im Jahre 1998 dient die Kirche der katholischen und evangelischen Militärseelsorge.

Umbauten: 1901 Wartungsvertrag mit der Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich abgeschlossen.

Kurz nach der Fertigstellung beider Orgeln wurde festgestellt, dass bei gleichzeitiger Nutzung der Orgeln die Orgel im katholischen Teil ungleichmäßig erklingt. Verantwortlich dafür war eine für beide Orgeln zentral angelegte Windversorgung.

1905 wurden diese misslichen Umstände durch den Einbau von Wassermotoren beseitigt.

1917 Abgabe der Prospektpfeifen aus Zinn an die Kriegswirtschaft.

1930 größere Wartungsarbeiten an der Orgel.

1937 wurden die Wassermotoren ausgebaut und durch elektrische Gebläsemotoren ersetzt.

1940 teilweise Erneuerung der Tonmembranen.

2003/2004 Restaurierung und Rekonstruktion der Orgel durch Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

Bemerkungen:

Windladen: Kegelladen
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: pneumatisch
Registeranzahl: 21
Manuale: 2
Pedal: 1
Spielhilfen, Koppeln: II/I, I/P, II/P

Oktav-Koppel (Anmerkung: Sog. Kreuzkoppel aus Superk. I-I + Superk. I-II + Subk. II-I)

Crescendoeinschaltung

Gruppeneinschaltung

Vorbereitungs- Registratur Einschalter

Druck Register Ausschalter

Koppelausschalter Vacat

Fortissimo

Forte

Mezzoforte

Crescendowalze

Schwelltritt



Disposition

I. Manual, Hauptwerk C-g3 II. Manual, Schwellwerk C-g3 Pedal C-d1
1. Bordun 16'

2. Prinzipal 8'

3. Gambe 8'

4. Flöte 8'

5. Oktave 4'

6. Gemshorn 4'

7. Quinte 2 2/3'

8. Oktave 2'

9. Mixtur 3-4fach

10. Cornett 3-4fach

11. Gedackt 16'

12. Geigenprinzipal 8'

13. Violine 8'

14. Gedackt 8'

15. Salicet 4'

16. Rohrflöte 4'

17. Piccolo 2'

18. Violonbaß 16'

19. Subbaß 16'

20. Oktavbaß 8'

21. Cellobaß 8'



Bibliographie

Literatur: Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

J. Kocourek: Orgelweihe in der Garnisonkirche, In: Dresdner Neueste Nachrichten, 3/4. April 2004

Fischer, Michael Bernd [ ... ]; Humm, Hansruedi [ Bearbeiter/In ] ; Pfarrei St. Franziskus Xaverius Unser Leben unser Lied : [Festschrift zur Wiedereinweihung der Orgel im katholischen Teil der St. Martin-Kirche in Dresden-Neustadt, 4. April 2004]

Weblinks: Wikipedia, Garnisonkirche St. Martin

Dresden, St. Martin, St. Franziskus Xaverius

Stadtwiki, Dresden, Garnisonkirche

Dresdner Stadtteile, Garnisonkirche