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Düsseldorf-Kaiserswerth, St. Suitbertus, 1976
Spieltisch
Orgelbauer: Rudolf von Beckerath Orgelbau, Hamburg
Baujahr: 1976
Geschichte der Orgel: Geschichte der Kirche:
Ursprünge der Kirche (Westwerk) liegen im frühen 11. Jahrhundert. Bereits im 8. Jahrhundert soll an dieser Stelle eine kleine Kirche gestanden haben, deren Gründung auf Suitbertus zurückgeht. Das von Suitbertus gegründete Kloster soll im Laufe des 11 Jh. zum Kanonikerstift umgewandelt worden sein. In der Zeit wurde auch der Bau der Stiftskirche begonnen, sie soll 1215 - 1237 in ihrer heutigen Gestalt fertiggestellt worden sein, 1237 wurde sie geweiht. Das Stift wurde 1803 aufgehoben, danach Übernahme der Kirche durch die Pfarrgemeinde. Nach Umbauten im Laufe der Zeit wurde die Kirche 1961 bis 1966 restauriert.

In einer 1905 (Autor: Karl Beck) erschienenen "Geschichte von Kaiserswerth" wird vom 14. Jh. berichtet: "Zu damaliger Zeit machten sich in manchen Kirchen ans Bizarre und Lächerliche grenzende theatralische Schaustellungen und Aufzüge bemerkbar" ... "In der Kaiserswerther Stiftskirche wurden besondere Feste durch rohes Geschrei und Lärm mit Trompeten, Flöten, Leiern und Pauken begangen. Am 9. August 1311 untersagte Erzbischof Heinrich II. von Köln diese u. a. gottesdienstliche Mißbräuche und führte namentlich an, daß sich im Hause des Herrn nur die Orgel gezieme."

Geschichte der Orgeln:
Bis 1703 gibt es bislang keine Daten zur Orgelgeschichte. Der verstorbene Jürgen Buschmann aus Oberhausen hat zur Geschichte der Orgeln in Kaiserswerth geforscht und seine Ergebnisse mitgeteilt:

1703 Orgel vorhanden, vermutete Disposition.

19xx Umbau durch Edmund Fabritius, Kaiserswerth.

1950 Teilbau einer Orgel durch Edmund Fabritius, Düsseldorf - Kaiserswerth, der jedoch nicht vervollständigt wurde.

1954 Neubau durch Ernst Seifert, Bergisch Gladbach.

1975 Interimsorgel, Orgelbauer unbekannt.

1976 Neubau durch Rudolf von Beckerath, Hamburg.

Stimmtonhöhe: a¹ = 440 Hz
Temperatur (Stimmung): gleichstufig
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 39 Register
Manuale: 3 Manuale, Tonumfang: C-g³
Pedal: Tonumfang: C-g¹
Spielhilfen, Koppeln: Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

6-fache Setzeranlage



Disposition

Hauptwerk (I) Rückpositiv (II) Schwellwerk (III) Pedalwerk
Gedackt 16'

Principal 8'

Spielflöte 8'

Octave 4'

Spitzflöte 4'

Nasat 22/3

Octave 2'

Terz 13/5

Mixtur VI

Trompete 8'


Tremulant

Gedackt 8'

Principal 4'

Rohrflöte 4'

Gemshorn 2'

Larigot 11/3

Septime 11/7

Sesquialtera II

Scharf IV

Cromorne 8'


Tremulant

Holzgedackt 8'

Gemshorn 8'

Schwebung 8'

Holzprincipal 4'

Waldflöte 2'

Sifflöte 1'

Schlagtöne III

Zimbel III

Regal 16'

Oboe 8'

Clairon 4'


Tremulant

Principal 16'

Octave 8'

Gedackt 8'

Offenflöte 4'

Nachthorn 2'

Mixtur V

Posaune 16'

Trompete 8'

Trompete 4'



Bibliographie

Discographie: Die Orgel der Basilika in Düsseldorf-Kaiserswerth; Wolfgang Amdeus Mozart (KV 594, 616, 608); Johann Nepomuk Hummel, Sämtliche Orgelwerke; Paul Heuser, Orgel; Arsica (Kaarst) 810, LP.
Literatur: Ommer, Neuzeitliche Orgeln am Niederrhein, S. 62

Oskar Gottlieb Blarr / Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf, Düsseldorf 1982, S. 122 f.

Oskar Gottlieb Blarr (Text) / Friedemann Fey (Fotos), Orgelstadt Düsseldorf - Ein immerwährender Kalender, Düsseldorf 2009, Juli I

Weblinks: Website der Pfarreigemeinschaft

Die Orgel auf der Website des Basilika-Chores



Vermutete Disposition 1703

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: unbekannter Orgelbauer
Baujahr: 1703
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 16
Manuale: 2
Pedal: 1



Disposition

I Hauptwerk II Positiv Pedal
Bourdon 16’

Principal 8’

Viola di gamba 8’

Hohlflöte 8’

Octav 4’

Octav 2’

Mixtur 4f 1’

Cymbel 3f

Trompete 8’

Clairon 4’ Bass

Posaune 16’ Bass

Hohlpfeife 8’

Principal 4’

Quinte 3’

Octav 2’

Krummhorn 8’

Vox humana 8’

angehängt



Bibliographie

Anmerkungen: Frdl. Mitteilung von Herrn Jürgen Buschmann (+), Oberhausen, vom 2.2.1982 an Frank Berger


Umbau Fabritius 19??

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Edmund Fabritius, Kaiserswerth
Baujahr: 19??
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: pneumatisch
Registeranzahl: 22
Manuale: 2
Pedal: 1



Disposition

I Hauptwerk II Positiv Pedal
Bordun 16’

Principal 8’

Hohlflöte 8’

Gamba 8’

Oktave 4’

Rohrflöte 4’

Quinte 22/3

Blockflöte 2’

Mixtur 11/3

Gedackt 8’

Quintatön 8’

Prinzipal 4’

Traversflöte 4’

Oktave 2’

Waldflöte 2’

Mixtur – Scharf

Krummhorn 8’

Prinzipalbass 16’ (Holz)

Subbass 16’ (Holz)

Bassflöte 8’ (Holz)

Choralbass 4’

Posaune 16’



Bibliographie

Anmerkungen: Frdl. Mitteilung von Herrn Jürgen Buschmann (+), Oberhausen, vom 2.2.1982 an Frank Berger


Teilbau Edmund Fabritius 1950

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Edmund Fabritius, Kaiserswerth
Baujahr: 1950
Registeranzahl: 6
Manuale: 2
Pedal: 1



Disposition

I Hauptwerk II Positiv Pedal
Gedackt 8’

Oktave 4’

Rohrflöte 4’

Oktave 2’

Quinte 11/3

nicht besetzt Subbass 16’



Bibliographie

Anmerkungen: Frdl. Mitteilung von Herrn Jürgen Buschmann (+), Oberhausen, vom 2.2.1982 an Frank Berger


Neubau Ernst Seifert 1954

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Ernst Seifert, Bergisch-Gladbach
Baujahr: 1954
Windladen: Taschenladen
Spieltraktur: elektrisch
Registertraktur: elektrisch
Registeranzahl: 43
Manuale: 3 Manuale, Tonumfang: C-g³
Pedal: Tonumfang: C-g¹
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Sub II/I, Super II/I, Super II; 1 freie Kombination, , Tutti, Crescendo ab, Zungen ab, 16’ ab, Pedal für II. Manual, Pedal für III. Manual, Pedalkoppeln ab, I. Manual ab



Disposition

Hauptwerk (I) Oberwerk (II) Schwellwerk (III) Pedalwerk
Bordun 16’

Principal 8’

Hohlflöte 8’

Oktave 4’

Fernflöte 4’

Quinte 22/3

Superoktave 2’

Mixtur 4f

Horn 8’

Gedackt 8’

Salizional 8’

Schwebung 8’

Principal 4’

Waldflöte 2’

Zimbel 3f

Quintade 16’

Quintade 8’

Flachflöte 8’

Spitzflöte 4’

Nachthorn 4’

Nasat 22/3

Hörnlein 2’

Sifflöte 2’

Larigot 11/3

Septime 11/7

Schwiegel 1’

Rankett 16’

Crummhorn 8’

Regal 4’

Contrabass 16’

Subbass 16’

Gedacktbass 16’

Quintbass 102/3

Oktavbass 8’

Gedacktbass 8’

Quintade 8’

Choralbass 4’

Nachthorn 4’

Bassflöte 4’

Flötbass 2’

Hintersatz 4f

Mildposaune 16’

Rankett 16’ [1]

Trompete 8’

Krummhorn 8’ [1]

Regal 4’ [1]


Anmerkungen:

  1. 1,0 1,1 1,2 Transmission aus III



Bibliographie

Anmerkungen: Frdl. Mitteilung von Herrn Jürgen Buschmann (+), Oberhausen, vom 2.2.1982 an Frank Berger


Interimsorgel 1975

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: unbekannter Orgelbauer
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 5
Manuale: 1





Manual

Gedackt 8’

Rohrflöte 4’

Prinzipal 2’

Quinte 11/3

Scharff 3f




Bibliographie

Anmerkungen: Eigene Aufzeichnung von Herrn Jürgen Buschmann;

Frdl. Mitteilung von Herrn Jürgen Buschmann (+), Oberhausen, vom 2.2.1982 an Frank Berger