Crimmitschau/Leitelshain, Lutherkirche
Adresse: Lutherkirche Crimmitschau-Leitelshain, Johann-Sebastian-Bach-Straße 1a, 08451 Crimmitschau
Gebäude: Lutherkirche Crimmitschau-Leitelshain, Evangelisch-Lutherische Kirche
| Orgelbauer: | Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil), Dresden, op.494 |
| Baujahr: | 1937 |
| Geschichte der Orgel: | Die Weihe der Lutherkirche erfolgte am 7. März 1937. Es handelt sich um eine Kirche im funktionalen Stil (Eisenbeton-Skelettbau), errichtet unter der Leitung des Architekten Oswin Hempel (1876-1965).
Im Innern bildet der Saal einen fast traditionellen Kirchenraum mit einer Orgelempore an der Südseite. Die Orgel erbaute die Dresdner Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil). Die Disposition wurde unter Mitarbeit von Kirchenmusikdirektor Paul Gerhardt aus Zwickau erstellt. 1971 erfolgte eine Generalüberholung der Orgel durch Gebrüder Jehmlich (Otto & Rudolf). 1997 hat der Orgelbauer Christian Reinhold aus Bernsdorf eine Generalinstandsetzung mit geringer Umdisponierung vorgenommen (Trompete 8‘ aus dem I. Manual ins II. Manual umgesetzt, Oboe 8‘ im III. Manual aufgegeben, dazu Änderungen in den Mixturen). |
| Stimmtonhöhe: | 444 Hz |
| Temperatur (Stimmung): | gleichstufig |
| Windladen: | Kegelladen |
| Spieltraktur: | elektropneumatisch |
| Registertraktur: | elektropneumatisch |
| Registeranzahl: | 35+2Transmissionen+2 Extensionen+2Auszüge+1 Register mit Kanzellen Tremulant (nach Greß) |
| Manuale: | 3, C-a³ |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | Koppeln
Manualkoppel III:II, Manualkoppel III:I, Manualkoppel II:I Pedalkoppel III, Pedalkoppel II, Pedalkoppel I Genaralkoppel, abgeklebt Oberoctavkoppel I:I, Oberoctavkoppel II:II, Oberoctavkoppel III:III, Oberoctavkoppel II:I, Oberoctavkoppel III:I, Oberoctavkoppel III:II Generaloktavkoppel Unteroctavkoppel III:II, Unteroctavkoppel III:Ped
Crescendo ab abgeklebte Funktion Handregister ab Zungen ab p (Piano) mf (Mezzoforte) f (Forte) Tutti 2 freie Vorbereitungen Pianopedal Rollschweller Balancier-Schweller |
Disposition nach Frank-Harald Greß und Maximilian Beutner
| I. MANUAL, HAUPTWERK | II. MANUAL, OBERWERK | III.MANUAL, SCHWELLWERK | PEDAL |
Liebl. Gedackt 8’ Viola di Gamba 8’ Gemshorn 8’ Prästant 4’ Blockflöte 4’ Rohrquinte 2 2/3’ Waldflöte 2’ Terz 1 3/5’ Cymbel 3-4fach Trompete 8’ 1 Wippe unbesetzt |
Die Orgel von 1937
Orgelbeschreibung
| Orgelbauer: | Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil), Dresden, op.494 |
| Baujahr: | 1937 |
| Geschichte der Orgel: | Die Weihe der Lutherkirche erfolgte am 7. März 1937. Es handelt sich um eine Kirche im funktionalen Stil (Eisenbeton-Skelettbau), errichtet unter der Leitung des Architekten Oswin Hempel (1876-1965).
Im Innern bildet der Saal einen fast traditionellen Kirchenraum mit einer Orgelempore an der Südseite. Die Orgel erbaute die Dresdner Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil). Die Disposition wurde unter Mitarbeit von Kirchenmusikdirektor Paul Gerhardt aus Zwickau erstellt. |
| Gehäuse: | Fahrbarer Spieltisch aus Eiche mit echten Elfenbein-Untertasten. |
| Windladen: | Kegelladen |
| Spieltraktur: | elektropneumatisch |
| Registertraktur: | elektropneumatissch |
| Registeranzahl: | 36 Register+6 Transmissionen+4 unbesetzte Register=46 |
| Manuale: | 3, C-a³ |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | Koppeln, Spielhilfen und Orgelbeschreibung nach Friedrich, A.: Die neue Orgel der Lutherkirche zu Crimmitschau. Zeitschrift für Kirchenmusiker 19, 1937, 52. · Gebr. Jehmlich, Dresden.
Insgesamt also 46 Register und unter Abrechnung der gegenwärtig noch unbesetzten 4 Stimmen Oboe 8′, Clarinette 8′, Rauschpfeife 2fach und Baßcornett 3fach, wie der 6 Transmissionen = 36 reale klingende Stimmen. Dazu Generalkoppel (wie Pedalkoppel I auch als Tritt links unten, 4 Kombinationen p, mf, f ohne Pedalkoppeln I und II und Tutti als Druckknöpfe und als Tritte links unten (der Tutti-Tritt mit sämtlichen Koppeln) 4 Ausschalter für Handregister, Rohrwerke, Koppeln und Walze – mit in die zwei freien Vorbereitungen für alle Register und Koppel eingeschlossen -; der Walzen=Ausschalter auch als Tritt rechts unten; daneben ein Tritt „p=Pedal“ als Pedalumschaltung für Crescendo und Gruppen; Crescendo für das ganze Werk – bis zur letzten Steigerung, behufs unabhängigen Gebraus der einzelnen Klaviere, ohne Koppeln – als Walze (Rollschweller) und Handrad. Die Bewegung der Schwellerjalousien des Oberwerks erfolgt mittels eines elektrischen Schaltapparates, der ein Stehenbleiben der Jalousien in jeder beliebigen Öffnungsweite und somit ein Einstellen auf verschiedene Schwelldynamik ermöglicht. Fahrbarer Spieltisch aus Eiche mit echten Elfenbein-Untertasten, durch elektrisches Kabel mit dem Werk verbunden. Magazingebläse, Ventilator (System Ventus), Drehstrommotor und Dynamo (für die Regulierung des elektrischen Spielstromes) Winddruck 85 Millimeter Freistehender Prospekt mit 205 klingenden Pfeifen (Zink mit Aluminiumbronze) verschiedenster Länge und Mensur von den Register Prinzipal 8′ (I:C-H), Gambe 8′ (II:C-fis³), Prästant 4′ (II:C-h²), sowie den Pedalstimmen Violon 16′ (C-f1), Baßquinte 102/3′ (C-f1) und Baßoktave 8′ (C- f1), in drei Abteilungen gegliedert. |
Disposition
| I HAUPTWERK[1] | II MITTELWERK[2] | III OBERWERK[3] | PEDAL[4] |
- ↑ 11 Register im Umfang C-a³ = 58 Töne; Manualkoppeln II:I und III:I; Oberoktavkoppeln I:I, II:I, III:I
- ↑ 10 Register im Umfange C-a³ = 58 Töne; Manualkoppel III:II; Oberoktavkoppeln II:II und III:II; Unteroktavkoppel III:II
- ↑ im Schweller; 14 Register im Tonumfang C-a4 = 70 Töne, Oberoktavkoppel III:III
- ↑ 11 Register im Umfang C-f1 = 30 Töne; Pedalkoppeln I, II, III; Oberoktavkoppel III zu Pedal
- ↑ (kombiniert aus 2 2/3′ und 2′)
- ↑ (C= 2 2/3′; c = 2 2/3′, 2’, 1 1/3′, 1′; c1= 4′, 2 2/3′, 2′, 1 1/3′, 1′)
- ↑ (C = 1′, 2/3′, ½′, 1/3′ mit 4 Repetitionen)
- ↑ 8,0 8,1 8,2 8,3 (z.Z. noch unbesetzt)
- ↑ (von klein c ab)
- ↑ (Extension Quintatön 16')
- ↑ (C = 2′, 1 3/5′, 1 1/3′, 1′)
- ↑ 12,0 12,1 12,2 (Transmission)
- ↑ (5 1/3′, 4′, 3 1/5′)
Bibliographie
| Quellen/Sichtungen: | Frank-Harald Greß, Maximilian Beutner |
| Literatur: | Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, Orgeldatenbank ORKASA
Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH Friedrich, A.: Die neue Orgel der Lutherkirche zu Crimmitschau. Zeitschrift für Kirchenmusiker 19, 1937, 52. · Gebr. Jehmlich, Dresden. |
| Weblinks: | Wikipedia, Leitelshain
Heimatverein Crimmitschau, Lutherkirche |