Bochum/Querenburg, St. Augustinus

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Datei:St. Augustinus Bochum Orgel 1.jpg
Frontaler Blick auf die Orgel, ungefähr von der Mitte des Kirchenraumes aus. Das Instrument befindet sich in der Ecke links hinter dem Altar.
Datei:St. Augustinus Bochum Orgel 3.jpg
Seitlicher Blick auf die Orgel mit freistehendem Pedalwerk hinten sowie darüber erkennbarer Empore für das hinter den oberen Prospektpfeifen gelegene Schwellwerk.
Datei:St. Augustinus Bochum Orgel 4.jpg
Blick auf die Spielanlage.
Datei:St Augustinus.JPG
Außenansicht der Universitätskirche St. Augustinus (als Teil des Universitätsforums).
Orgelbauer: Johannes Klais, Bonn (opus 1544)
Baujahr: 1977
Geschichte der Orgel: 1975 wurde das Ökumenische Kirchenforum Bochum eingeweiht, in dem sich im oberen Stockwerk die evangelische Apostelkirche und im unteren Stockwerk die katholische St.-Augustinus-Kirche befand. 1977 wurden beide Kirchen mit Orgeln ausgestattet: Die Apostelkirche erhielt ein Instrument von Orgelbau Jehmlich, Dresden, und die St.-Augustinus-Kirche eines von Orgelbau Johannes Klais, Bonn. Das Instrument der St.-Augustinus-Kirche sollte sich von der norddeutsch-barock angelehnten Orgel der Apostelkirche unterscheiden und wurde daher im italienischen Stil entworfen. Seit 2012 besteht nur noch die St.-Augustinus-Kirche, die als Simultankirche von der evangelischen und von der katholischen Hochschulgemeinde genutzt wird. Die evangelische Apostelkirche wurde aufgegeben, die Jehmlich-Orgel abgebaut und eingelagert. Seit 2018 befindet sie sich in der Osterkirche Sperrieshoop, wozu sie vom Freiburger Orgelbau Späth umgebaut wurde. Umbauten an der Klais-Orgel in der St.-Augustinus-Kirche sind hingegen nicht bekannt (vgl. aber Anm. 1).
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 21
Manuale: 2 C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: sieben freie Kombinationen (als mechanische Generalsetzer); Koppeln: II/I, I/P, II/P (jeweils als Registerzug und als Fußschalter)




Disposition

I Hauptwerk[1] II Schwellwerk Pedal

Principale 8'

Voce umana 8'

Flauto coperto 8'

Ottava 4'

Quinta decima 2'

Decima nona 11/3'

Vigesima seconda 1'

Vigesima sesta 2/3'

Due di Ripieno 1/2' + 1/3'

Violoncello 16'[2]

Rohrflöte 8'

Blockflöte 4'

Principal 2'

Nasard 22/3'[3]

Terz 13/5'[4]

Sifflet 1'

Schalmey 8'

Tremulant

Subbass 16'

Holzoctav 8'

Tenoroctav 4'[5]

Fagott 16'

  1. Bei Paul Raab 2018 (s. Literatur) findet sich eine leicht abweichende Disposition des Hauptwerks: Decima seconda 22/3' anstelle von Decima nona 11/3' sowie Vigesima nona 11/2' anstelle von Vigesima seconda 1'. Es ist nicht bekannt, ob es zu entsprechenden Änderungen in der Disposition seit 2018 gekommen ist, ob Raab eine ursprüngliche Disposition von 1977 nennt, die irgendwann seitdem geändert wurde, oder ob seine Abweichungen auf einem Fehler beruhen. Da das Foto der Klais-Orgel in St. Augustinus in seinem Beitrag von 1999 stammt, scheint er das Instrument nicht 2018 gesichtet zu haben, sodass eine entsprechende Änderung in der Disposition wohl nach 1999 stattgefunden haben muss.
  2. Trotz des Namens handelt es sich um ein Zungenregister!
  3. Ab e.
  4. Ab e.
  5. Wie auch die anderen Pedalregister besteht die Tenoroctav 4' komplett aus Holz.



Bibliographie

Anmerkungen: Eigene Sichtung Oktober 2025.
Literatur: Paul Raab: Die „Schwestern“ der Osterkirchenorgel“, in: Die Jehmlich-Orgel op. 976 in der Osterkirche Sparrieshoop. Festschrift zur Einweihung im Juni 2018, S. 21–24 (zugängliche online auf orgel-sparrieshoop.de.