Wels, evang. Christuskirche (AB)

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Alternativer Name: „David-Orgel“
Orgelbauer: Wilhelm Zika sen.
Baujahr: 1931
Geschichte der Orgel: Die Orgel entstand in einem tiefgreifenden Umbau aus einer romantischen Vorgängerorgel (Augustin Bittner, 1852/Johann Lachmayr, ca. 1900), deren Gehäuse (in veränderter Form) bis heute erhalten ist. Der damals in Wels als Organist und Chorleiter tätige Komponist Johann Nepomuk David erstellte das Konzept dafür. Für diese Zeit stellte die Verwendung mechanischer Schleifladen samt entsprechender Intonation der Pfeifen eine visionäre Pioniertat dar; es sollte in Österreich noch Jahrzehnte dauern, bis sich diese Bauweise wieder allgemein durchsetzte. So erbaute z. B. Mauracher zeitgleich in der benachbarten Welser Herz-Jesu-Kirche eine monumentale spätromantische Orgel auf pneumatischen Laden (heute verwahrlost und unspielbar).

Zu Lebzeiten Davids erfolgten 1934 und 1960 Umbauten an Technik und Disposition; die heutige Gestalt erhielt die Orgel 1985 unter Aufsicht des Welser Komponisten Josef Friedrich Doppelbauer, hierbei wurden vor allem „Löcher“ in der Disposition „gestopft“. Somit liegt heute ein gewachsener Zustand vor, in dem sich alle Bauphasen des Instruments wiederfinden.[1]

Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 28
Manuale: 2, C–g′′′
Pedal: 30 Töne, C–f′
Spielhilfen, Koppeln: MK II-I, PK I-P, PK II-P




Disposition

I. Hauptwerk II Oberwerk Pedal

Quintadena 16'

Principal 8'

Kupfergedeckt 8'

Octav 4'

Blockflöte 4'

Quinte 2⅔

Octave 2'

Mixtur 3-5f. 1⅓'

Trompete 8'

Rohrflöte 8'

Holzgedeckt 8'

Prinzipal 4'

Kleingedeckt 4'

Nasat 2⅔'

Nachthorn 2'

Terz 1⅗'

Sifflöte 1'

Scharf 3f. ½'

Rankett 16'

Krummhorn 8'

Terzzimbel 3f.

Subbaß 16'

Octavbaß 8'

Baßflöte 8'

Chroalbaß 4'

Hintersatz IV 2⅔'

Gemshorn 2'

Dulcian 16'



Bibliographie

  1. Gottfried Allmer, „Orgeln in den evangelischen Kirchen Österreichs. 2. Teil“, in: das orgelforum Nr. 22/2018, S. 60f.