Anmerkungen:

Orgelbauer: Mathis Orgelbau AG, Näfels (CH)
Baujahr: 1982
Geschichte der Orgel: Neubau 1982 (Firmenschild mit Jahreszahl am Spieltisch). 2000 Revision und Ausreinigung durch Mathis Orgelbau, dabei Stillegung des höchsten Chores des Plein jeu im Schwellwerk. Ab Anfang 2026 wird Mathis Orgelbau eine Ausreinigung und umfassende technische Revision der Orgel durchführen.
Stimmtonhöhe: a1 = 440 Hz
Temperatur (Stimmung): gleichstufig
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 45
Manuale: 3 Manuale, C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Fünf Normalkoppeln (mechanisch): II/I, III/I, I/P, II/P, III/P. Pleno-Tritte „an“ und „ab“ (Hauptwerk: Octave 8'4'2', Mixtur, Cymbel. Pedal: Principal 16', Octave 8'4', Mixtur). Vier Einführungstritte: Trompete 8' (HW), Trompette harmonique 8' (SW), Posaune 16' (Pedal), Trompete 8' (Pedal). Schwelltritt für II. Manual (Schwellwerk).



Mathis-Orgel (1982)

I Hauptwerk II Schwellwerk III Positiv Pedal[1]

Principal 16’

Octave 8’[2]

Flauto 8’

Gemshorn 8’

Octave 4’

Spitzflöte 4’

Quinte 22/3

Octave 2’

Mixtur III-IV 11/3

Cymbel III 2/3

Cornet V 8’[3]

Trompete 8’

Diapason 8’ Bourdon 8’

Gambe 8’

Unda maris 8’ [4]

Octave 4’

Traversflöte 4’

Nasat 22/3

Hohlflöte 2’

Terz 13/5

Plein jeu IV 2’[5]

Fagott 16’

Trompette harmonique 8’

Oboe 8’

Clairon 4’[6]

Tremulant

Holzgedackt 8’

Principal 4’[7]

Rohrflöte 4’

Sesquialter II 22/3

Octave 2’

Quinte 11/3

Scharf IV 1’

Krummhorn 8’

Regal 8’[8]

Tremulant

Untersatz 32’[9]

Principal 16’[10]

Subbass 16’

Octave 8’

Gedacktbass 8’

Octave 4’

Mixtur IV 22/3

Posaune 16’

Trompete 8’

Trompete 4’

  1. In seitlichen Pedaltürmen (C- und Cis-Seite) aufgeteilt.
  2. C-h1 im Prospekt.
  3. Aufgebänkt; ab f0.
  4. Schwebung zu Gambe 8'; ab c0.
  5. Ursprünglich 5-fach. Der höchste Chor (1/2’) wurde 2000 von Mathis Orgelbau stummgesteckt; seitdem 4-fach.
  6. Ab gis2 labial.
  7. D-b1 im Prospekt.
  8. Holz; ab cis3 Metall (labial).
  9. Auf Zusatzladen links und rechts hinter der Orgel.
  10. C-H im Prospekt.



Bibliographie

Anmerkungen: Bestandsaufnahme vor Ort (Martin Welzel). Ab Anfang 2026 wird Mathis Orgelbau eine Ausreinigung und umfassende technische Revision der Orgel durchführen. Dieses Instrument ist (nach der Kuhn-Orgel (1963) in der Kreuzkirche) die zweitgrösste Orgel der Stadt Wil.
Literatur: Holtz, Josef (1983). Meisterwerk der Orgelbaukunst: Stadtkirche St. Nikolaus Wil SG. Katholische Kirchenmusik (früher „Der Chorwächter“) 108. Jg., S. 231–232.
Holtz, Josef (1983). Meisterwerk der Orgelbaukunst. Stadtkirche St. Nikolaus Wil: Orgelkollaudation Sonntag, 24. April, 16 Uhr (Neues Wiler Tagblatt, 23. April 1983). In: Bulletin OFSG (Sankt Galler Orgelfreunde) 1, Nr. 1, S. 1. Online verfügbar
Lüthi, Franz (1983). Orgelkollaudation zu St. Nikolaus. Musikdirektor Josef Holtz, Frauenfeld, stellte das neue Instrument in einem Konzert vor (St. Galler Tagblatt, Ausgabe Fürstenland, 26. April 1983). In: Bulletin OFSG (St. Galler Orgelfreunde) 1, Nr. 1, S. 2. Online verfügbar
Lüthi, Franz (2013). Die Mathis-Orgel in der Stadtkirche St. Nikolaus in Wil. Bulletin OFSG (St. Galler Orgelfreunde) 31, Nr. 1, S. 33-40. Online verfügbar
Weblinks: Eintrag im Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein
Eintrag auf Wikipedia
Eintrag auf www.martinwelzel.ch


Kuhn-Orgel 1925–1981

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Orgelbau Kuhn AG, Männedorf (CH)
Baujahr: 1925
Geschichte der Orgel: 1925 Neubau durch Orgelbau Kuhn AG mit 50 Registern (11 Verlängerungen und Transmissionen), unter Verwendung von Pfeifenwerk aus der Orgel von Joseph Braun, Spaichingen (D) von 1866. Das III. Manual wurde als schwellbares Fernwerk über dem Gewölbe aufgestellt, ebenso wie das Gebläse für die Orgel. 1933 Erweiterung auf 57 Register. Zu Beginn der Kirchenrenovation 1981 wurde die Orgel abgetragen und durch ein neues Instrument von Mathis ersetzt. Pfeifenmaterial aus der Braun-Orgel von 1866 wurde zum Teil von Metzler Orgelbau (Dietikon) übernommen; weiteres Pfeifenmaterial der Kuhn-Orgel wurde im Kirchturm von St. Nikolaus eingelagert. Sechs Register der Kuhn-Orgel, darunter ein Register von Braun (1866; Doublette 2' aus dem II. Manual der Kuhn-Orgel von 1925), wurden 1985 von Lifart Orgelbau AG (Emmen LU) für den Orgelneubau in der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer in Tobel TG verwendet.
Umbauten: 1932 Abbau der Orgel im Rahmen der Umbaus der Kirche 1932–1933. Beim Wiedereinbau 1933 Erweiterung durch ein Rückpositiv mit sieben Registern (spielbar vom II. Manual) auf insgesamt 57 Register. Die Disposition des Rückpositivs in St. Nikolaus ist identisch mit dem Rückpositiv der 1932 ebenfalls von Kuhn erbauten Orgel in der reformierten Kirche in Wangen an der Aare (Kanton Bern).[1]
Stimmtonhöhe: a1 = 440 Hz
Temperatur (Stimmung): gleichstufig
Windladen: Taschenladen
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: pneumatisch
Registeranzahl: 57 (68)
Manuale: 3 Manuale, C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Fünf Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P. Superoktavkoppeln: II/I, III/I, II/II, III/III. Suboktavkoppeln: III/I, II/II, II/I. Generaloktavkoppel, Leerlaufkoppel I. Manual. Zwei Schwelltritte für II. und III. Manual. Crescendowalze. Handregister. Freie Kombination. Feste Kombinationen: mf, f, ff, Tutti. Handregister ab, Autopedal an, Crescendo ab, Koppeln ab, II. Manual ab, Rückpositiv ab. Einzelabsteller für die Zungenregister.



Kuhn-Orgel (1925/1933)

I. Manual II. Manual [2] III. Manual[3] Pedal

Geigenprincipal 16’

Bourdon 16’

Principal 8’

Bourdon 8’ [4]

Flauto amabile 8’

Gamba 8’

Dolce 8’

Gemshorn 8’

Octave 4’

Rohrflöte 4’

Quinte 22/3 [5]

Waldflöte 2’

Terz 13/5 [6]

Cornett III-V 8’

Mixtur IV-V 22/3

Trompete 8’

Grossgedackt 16’

Suavial 8’

Gedackt 8’

Salicional 8’

Traversflöte 8’

Harmonica 8’

Flûte d'amour 4’

Gemshorn 4’

Nasard 22/3

Doublette 2’[7]

Mixtur IV 11/3

Clarinette 8’

Tremulant


Rückpositiv
(1933)

Gedackt 8’

Gemshorn 8’

Principal 4’

Blockflöte 4’

Nachthorn 2’

Sesquialtera II 22/3

Zimbel IV 1’

Stillgedeckt 16’

Harfenprincipal 8’

Lieblich Gedackt 8’

Doppelflöte 8’

Viola 8’

Aeoline 8’

Quintatön 8’

Voix céleste 8’

Fugara 4’

Flûte pastorale 4’

Quintflöte 22/3 [8]

Piccolo 2’ [9]

Terzflöte 13/5 [10]

Septime 11/7 [11]

None 8/9

Harmonia aetheria IV 22/3

Basson 16’

Trompette harmonique 8’

Vox humana 8’

Tremulant

Principalbass 16’

Subbass 16'

Salicetbass 16'

Echobass 16’ [12]

Contrabass 16’ [13]

Quintbass 102/3

Flötbass 8’

Cello 8’

Aeolsbass 8’ [14]

Offenquinte 51/3 [15]

Principalflöte 4’

Mixtur IV 51/3

Bombarde 16’

Trompete 8’


Anmerkungen:

  1. Eintrag auf der Website von Orgelbau Kuhn.
  2. im Schwellkasten.
  3. Fernwerk über dem Gewölbe, im Schwellkasten. Pfeifenwerk bis g4 ausgebaut.
  4. Verlängerung Bourdon 16’.
  5. Auszug aus Cornett III-V 8’.
  6. Auszug aus Cornett III-V 8’.
  7. Register von Braun (1866); 1985 von Orgelbau Lifart beim Orgelneubau in Tobel übernommen.
  8. Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
  9. Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
  10. Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
  11. Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
  12. Transmission Stillgedeckt 16’ III. Manual.
  13. Transmission Geigenprincipal 16’ I. Manual.
  14. Transmission Aeoline 8’ III. Manual.
  15. Verlängerung Quintbass 102/3’.



Bibliographie

Weblinks: Eintrag im Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein.
Eintrag zur Kuhn-Orgel (1925) in St. Nikolaus auf der Website von Orgelbau Kuhn AG.
Eintrag auf Wikipedia


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