Alternativer Name: Stadtkirche
Orgelbauer: Groß, Ekkehart, Umbau der Müller-Jehmlich-Orgel
Baujahr: 2009/2010
Geschichte der Orgel: Die Laurentius-Kirche besteht nachweislich seit 1222. 1513 wurde die Kirche umgebaut und erweitert. Der Baumeister war Aßmann Pfeffer.

Der Einbau einer Emporen Anlage geschah 1612. 1839 erfolgte der Anbau der Treppenhäuser, die durch den Orgelneubau notwendig wurde.1896 wurde eine lang vorbereitete Kirchenrenovation durchgeführt.

Die erste Orgel der Laurentiuskirche stammte aus katholischer Zeit, aus dem Jahre 1465, die zweite wurde im Jahr 1615, die dritte im Jahr 1837 aufgestellt. Letztere erbaute der Orgelbauer Christian Gottlieb Steinmüller aus Grünhain. Sie hatte 24 Register auf 2 Manualen und Pedal. Die Einweihung erfolgte am 23. Oktober 1838.

1896, im Jahr der Kirchenrenovation, erbaute Emil Müller (1857-1928) aus Werdau eine neue Orgel mit 3 Manualen und 40 klingenden Stimmen, zu denen später noch 4 hinzukamen, alles verpackt in einem stilvollen reich vergoldeten Prospekt.

1920/21 wurde die Müller Orgel erneuert durch einen Umbau der Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil), Dresden, op.383. Die Orgel hatte nun 45 Register+1 Tr. und ein Fernwerk.

1966-1970 technische und klangliche Neugestaltung durch A. Schuster & Sohn, Zittau. 2007 Orgelneubau geplant

Im Oktober 2008 erklang die Müller-Jehmlich-Orgel letztmalig.

2009-2010 Umbau der Müller-Jehmlich-Orgel durch Ekkehart Groß aus Kubschütz unter Verwendung alter gut erhaltener Register. Das Fernwerk verfügt über eine elektrisch angespielte alte Kegellade. Die Schleifladen von Hauptwerk, Schwellwerk und Pedalwerk sind rein mechanisch gesteuert. Das Gehäuse wurde 80 cm nach vorn gezogen. Die Orgel hat jetzt 44 Register auf 3 Manualen und Pedal. Der Orgelprospekt von der Emil Müller-Orgel ist noch erhalten.

Stimmtonhöhe: 440 Hz bei 15, 0 °C
Temperatur (Stimmung): gleichstufig
Windladen: kombiniert
Spieltraktur: kombiniert
Registertraktur: kombiniert
Registeranzahl: 44
Manuale: 3, C-a³
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Manualkoppel II-I Zug und Tritt in Wechselwirkung

Pedalkoppel I Zug und Tritt in Wechselwirkung

Pedalkoppel II Zug und Tritt in Wechselwirkung

Superoktavkoppel III-III

Suboktavkoppel III-III

Tremulant I

Tremulant II

Jalousieschweller II

Jalousieschweller III

Becken als Tritt

Große Trommel als Tritt



Groß-Orgel 2010

I.MANUAL, HAUPTWERK II.MANUAL, SCHWELLWERK III.MANUAL, FERNWERK PEDAL

Bordun 16' [1]

Prinzipal 8' [2]

Rohrflöte 8' [3]

Holzflöte 8' [4]

Gamba 8' [5]

Octave 4' [6]

Gemshorn 4' [7]

Flöte 4' [8]

Quinte 2 2/3' [9]

Octave 2' [10]

Cornett 2 2/3' [11]

Mixtur 2' 4-5 fach, [12]

Trompete 8' [13]

Gedackt 16' [14]

Geigenprincipal 8' [15]

Salicional 8' [16]

Gedackt 8' [17]

Flauto traverso 8' [18]

Unda maris 8' [19]

Octave 4' [20]

Concertflöte 4' [21]

Salicet 4' [22]

Gemsquinte 2 2/3' [23]

Piccolo 2' [24]

Terz 1 3/5' [25]

Mixtur 1 1/3' 3-4 fach,[26]

Oboe 8' [27]

Dulcian 8' [28]

Gedackt 16' [29]

Flöte 8' [30]

Aeoline 8' [31]

Vox coelestis 8' [32]

Principal 4' [33]

Octave 2' [34]

Prinzipal 16' [35]

Kontrabaß 16' [36]

Subbaß 16' [37]

Oktavbaß 8' [38]

Cellobaß 8' [39]

Gedacktbaß 8' [40]

Choralbaß 4' [41]

Posaune 16' [42]

Trompete 8' [43]

Schalmei 4' [44]

  1. C-h° Müller, ab c´ Groß, Holz
  2. neu, teilw. Prospekt
  3. neu, C-H Holz, ab c° Zinn
  4. C-H Gebr. Jehmlich, ab c° Schuster
  5. neu
  6. neu
  7. alt
  8. neu
  9. neu
  10. neu
  11. 3 fach, neu
  12. neu
  13. alt, Becher C-H neu
  14. alt ergänzt
  15. alt, ergänzt
  16. neu
  17. neu, C-H Holz, ab c° Zinn
  18. neu, C-H Holz, ab c° Zinn
  19. alt, ergänzt
  20. neu
  21. cs°-a´´´ E. Müller
  22. neu
  23. alt
  24. neu
  25. neu
  26. neu
  27. neu
  28. alt und ergänzt
  29. alt aus Lagerbestand
  30. alt
  31. neu
  32. neu, ab c°
  33. alt
  34. alt
  35. alt
  36. neu
  37. alt
  38. neu Zinn
  39. neu Holz
  40. neu Holz
  41. alt
  42. alt
  43. neu
  44. alt

Jehmlich-Orgel 1921


Müller-Orgel 1896

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Emil Müller aus Werdau
Baujahr: 1896
Geschichte der Orgel: 1896, im Jahr der Kirchenrenovation, erbaute Emil Müller (1857-1928) aus Werdau eine neue Orgel mit 3 Manualen und 40 klingenden Stimmen, zu denen später noch 4 hinzukamen, alles verpackt in einem stilvollen reich vergoldeten Prospekt.
Gehäuse: Das Gehäuse der Orgel ist aus Eichenholz.
Windladen: Kegelladen
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: pneumatisch
Registeranzahl: 44
Manuale: 3, C-a³
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Coppel, II. Manual an das I. Manual

Coppel, III. Manual an das I. Manual

Coppel, III. Manual an das II. Manual

Pedalcoppel zum III. Manual

Pedalcoppel zum II. Manual

Pedalkoppel zum I. Manual

Octavkoppel zum I. Manual

Generalcoppel

Tuttizug für volles Werk

Tuttizug für III. Manual

Principalwerk pneumatische Druckknöpfe

Flötenwerk pneumatische Druckknöpfe

Gambenwerk pneumatische Druckknöpfe

Labialwerk pneumatische Druckknöpfe

Rohrwerke pneumatische Druckknöpfe

Crescendoausschaltung

Registerausschaltung

Tremolo für III. Manual

Calcantenglocke

Crescendoanzeiger an der Seite im Klavierschrank


Tritte über dem Pedal

Schwellkastentritt für III. Manual (Echowerk)

Tritt für Crescendo und Decrescendo



Disposition

I.MANUAL II.MANUAL III.MANUAL PEDAL

Bordun 16′

Prinzipal 8′

Gedeckt 8′

Gamba 8′

Hohlflöte 8′

Octave 4′

Rohrflöte 4′

Quinte 2 2/3′

Octave 2′

Cornett 3 bis 5fach (durchgehend) 4′

Mixtur 4 bis 5fach 2′

Trompete 8′

Quintatön 16′

Prinzipal 8′

Bordun 8′

Salicional 8′

Concertflöte 8′

Octave 4′

Spitzflöte 4′

Nassat 2 2/3′

Octave 2′

Cymbel 3fach

Clarinette 8′

Liebl. Gedeckt 16′

Geigenprinzipal 8′

Aeoline 8′

Rohrflöte 8′

Gemshorn 8′

Viola 4′

Concertflöte 4′

Waldflöte 2′

Harmonia aetheria 3 fach 2 2/3′

Oboe 8′

Principalbass 16′

Subbass 16′

Violonbass 16′

Flötenbass 16′

Octavbass 8′

Cello 8′

Octavbass 4′

Trompetenbass 8′

Posunenbass 16′



Bibliographie

Literatur: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, Orgeldatenbank ORKASA

Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

Lexikon norddeutscher Orgelbauer, Bd.2, Sachsen und Umgebung, Pape-Verlag Berlin, 2012. S.76 Crimmitschau, St. Laurentius, Dispositionsveränderung 1887, Engler, Albert (Meerane), S.255 Crimmitschau, St. Laurentius, Reparatur 1928 durch Michel, Hans (1896) III/42, S.260 Crimmitschau, St. Laurentius, 1896 Orgelneubau durch Emil Müller, III/42.

Oehme, Fritz: Handbuch über ältere, neuere und neueste Orgelwerke im Königreich Sachsen, Leipzig, Edition Peters, Reprints, 1978. Bd.3 S.128-130 Crimmitschau, St. Laurentius, 1896 Orgelneubau durch Emil Müller (1857-1928), III/44.

Oehme, Fritz: Handbuch über ältere, neuere und neueste Orgelwerke im Königreich Sachsen, Leipzig, Edition Peters, Reprints, 1978, Supplement. S.120 Crimmitschau, Stadtkirche Laurentius III 128: Erbauer E. Müller (Richter, Katechismus der Orgel), UB 1920/21 Gebr. Jehmlich, 1966 und 1970 technische und klangliche Neugestaltung A. Schuster.

Neue Sächsische Kirchengalerie. Die Ephorie Werdau. B. Die Kirchen Crimmitschaus, ihre Geschichte und ihr jetziger Zustand. Strauch, Leipzig, 1905, Sp.107-134.

Weblinks: Wikipedia, Crimmitschau, St. Laurentius

St. Laurentius, Crimmitschau

Crimmitschau, St. Laurentius

Crimmitschau, St. Laurentius, Orgel

Crimmitschau, St. Laurentius, Groß-Orgel von 2010

Christian Gottlob Steinmüller

Wikipedia, Emil Müller

Wikipedia, Jehmlich Orgelbau Dresden

Wikipedia, Schuster & Sohn, Zittau