Mühlhausen (Thüringen), Marienkirche
Anmerkungen:
Adresse: Bei der Marienkirche 1, 99974 Mühlhausen, Thüringen, Deutschland
Gebäude: Ehemalige Evangelische Kirche St. Marien (14. Jh.)
| Orgelbauer: | Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) |
| Baujahr: | 1891 • op.544 |
| Geschichte der Orgel: | 1976 Umbau durch Friedrich Löbling
1985 Nobert Sperschneider, teilweiser Rückbau der Arbeiten von Löbling 2006 Teilrestaurierung durch Christian Scheffler (Sieversdorf). 2023 Restaurierung durch Alexander Schuke Orgelbau (Potsdam) mit intensiver Restaurierung des gesamten Pfeifenwerks und Anpassung der von Scheffler eingebauten Register, Restaurierung der Barkermaschienen und Ton- und Registertraktur, des Spieltisches mit Schellackpolituren sowie Rekonstruktion der Glasschilder, des Fagott 16' in Physharmonika-Bauweise, etlicher Labialregister und Integration und Umbau der Posaune 32' aus Leipzig Nikolaikirche. Die Restaurierung wurde durch eine wissenschaftliche Dokumentation im Umfang von über 400 Seiten begleitet und kann in der Orgelbauwerkstatt Alexander Schuke eingesehen werden. |
| Windladen: | Kegelladen |
| Spieltraktur: | mechanisch mit Barkermaschine für I. Manual und Pedal sowie die Koppeln |
| Registertraktur: | pneumatisch |
| Registeranzahl: | 61 |
| Manuale: | 3 C-g3 |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | II/I, III/I, III/II, I/P, II/P[1], 1 freie Kombination (Patent Sauer No 14576)[2], Mezzoforte, Forte, Tutti (ohne Zungen), Rohrwerk (alle Zungen außer Kontraposaune 32'), Rollschweller für Registercrescendo, Löffelschweller für III. Manual (Schwellwerk), Calcant. |
Disposition
| I. Manual | II. Manual | III. Manual [3] | Pedal |
- ↑ Es existiert keine Pedalkoppel III/P.
- ↑ Die freie Kombination wirkt nicht alternativ sondern additiv zu den Handregistern. Sie ist spieltechnisch quasi als frei einstellbarer Appeltritt im Sinne französischer Appels d'Anches zu verstehen.
- ↑ Die Beschriftung „Fernwerk“ für das III. Manual am Spieltisch bezeichnet nicht etwa ein tatsächlich entferntes Teilwerk, wie bei spätromantischen Orgeln üblich. Stattdessen handelt es sich vielmehr um ein Schwellwerk, welches sich über einen Löffeltritt bedienen lässt. Dabei ist zu beachten, dass die Schwelljalousien bei Nichteinrastung des Trittes automatisch wieder vollständig schließen.
- ↑ C-H Holz, c1-h1 Metall, ab c2 überblasend.
- ↑ Ab g0 mit Terzchor.
- ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 6,7 Aufschlagendes Zungenregister.
- ↑ 7,0 7,1 Neues bzw. rekonstruiertes Register von 2022.
- ↑ Gedeckt.
- ↑ Überblasend ab c2.
- ↑ C-Gis Akustisch, jedoch eigenständig (kein Gruppenzug). Ab A volle Länge.
- ↑ Eigenständig, keine Transmission.
- ↑ Labialregister.
- ↑ Originales Sauer-Register aus der Nikolaikirche Leipzig, 2022 eingebaut.
- ↑ Durchschlagendes Zungenregister in der Bauform als Block, ganz ohne Becher ähnlich einer Physharmonika, ausgeführt.
Bildergalerie
Prospekt:
Spieltisch:
I. Manual:
II. Manual:
III. Manual:
Pedal:
Technik:
Verweise
Bibliographie
| Quellen/Sichtungen: | Eigene Sichtung - Mai 2024 |
| Literatur: | Wolf Bergelt: Orgelreisen durch die Mark Brandenburg (Berlin, 2005) S. 70-71 |
| Weblinks: | Homepage der Kirchgemeinde |
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