Düsseldorf/Düsseltal, St. Paulus (Hauptorgel): Unterschied zwischen den Versionen
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|LITERATUR = Oskar Gottlieb Blarr / Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf, Düsseldorf 1982, S. 77 – 78 | |LITERATUR = Oskar Gottlieb Blarr / Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf, Düsseldorf 1982, S. 77 – 78 | ||
Manfred Becker-Huberti (Hrsg.), Düsseldorfer Kirchen - Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf; | Manfred Becker-Huberti (Hrsg.), Düsseldorfer Kirchen - Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf; | ||
Version vom 31. März 2026, 10:40 Uhr
Adresse: Paulusplatz, 40237 Düsseldorf-Düsseltal, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Gebäude: Katholische Pfarrkirche St. Paulus
Weitere Orgeln: Hauptorgel Klais 1954, Marienkapelle (Klais 1960)
| Orgelbauer: | Johannes Klais Orgelbau, Bonn |
| Baujahr: | 1954 (Opus 1066) |
| Geschichte der Orgel: | Nach Zerstörung der Kirche im II. Weltkrieg wurde die Kirche 1951 bis 1954 neu aufgebaut; die Orgel konnte 1954 vor allem durch die Spende des Bankiers und Generalkonsuls Leo Gottwald angeschafft werden. Der frühere Organist Wolfgang Rengier hatte auf seiner Internetseite über die Geschichte der Orgel berichtet und dabei auch auf die Inschrift am Unterbau der Orgel hingewiesen, die auf den Spender hinweist, gleichzeitig ein Chronogramm ist (die darin groß geschriebenen Buchstaben ergeben, als römische Zahlziffern zusammengezählt, 1954) und die folgendermaßen lautet:
SOLVE + VT + LEO + LABIA + ET + LINGVAS, + ORGANVM, + IN + SERVITIIS + REGIS, + LEONIS + ET + AGNI, + PERENNITER + INVERTIBILIS, + QVO + LEONI + CONSVLI + ET + HELENAE + VXORI, + QVI + REGIBVS + EVERSIS + REGALI + BENEFICENTIA + TE + OBTVLERVNT, + CANAS + GRATIAS. + Der darin mehrfach erwähnte LEO meint sowohl den Löwen als auch den Vornamen des Spenders. Leider ist die Inschrift für den normalen Kirchenbesucher nicht sichtbar, da die Orgel im Osten der Kirche hinter dem Altarbereich steht und Spieltisch, Chorpodeste und Orgelunterbau durch den Altarbereich verdeckt werden. Geschichte der Orgeln vor 1954: Die Kirche wurde 1910-1913 gebaut, aber die Geschichte der Orgeln vor 1930 ist noch nicht bekannt. 1930 erhielt die Kirche bereits eine Orgel von Johannes Klais, Bonn, (Opus 753) - siehe unten. Kirche und Orgel wurde Pfingsten 1943 durch Bomben zerstört. |
| Umbauten: | 1986 neuer Spieltisch, neue Setzeranlage durch Johannes Klais Orgelbau, Bonn
2008 Reinigung und Umintonierung, Austausch zweier Register, Sequenzertasten für die Setzeranlage ergänzt, durch Josef Weimbs Orgelbau, Hellenthal. |
| Windladen: | Kegelladen |
| Spieltraktur: | elektropneumatisch |
| Registertraktur: | elektropneumatisch |
| Registeranzahl: | 60 |
| Manuale: | 4 Manuale, C-g3 |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | III/I, IV/I, I/II, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P;
neue Setzeranlage [1]:32 Setzerkombinationen, Walze, Tutti, Einzelabsteller für Zungen, Gruppenabsteller: Mixturen ab, Zungen ab; zusätzlich zur Setzeranlage neue Drücker für Sequenzer [2] |
Anmerkungen:
Disposition
| I Positiv | II Hauptwerk | Oberwerk | Schwellwerk | Pedal |
Quintade 8’ Stillgedackt 8’ Blockflöte 4’ Hohlflöte 2’ [1] Rohrflöte 2’ Superoktave 1’ Cymbel 4f Vox humana 8’ Trichterregal 4’ |
Prinzipal 16’ Oktave 8’ Grobgedackt 8’ Gemshorn 8’ Große Quinte 51/3’ Superoktav 4’ Rohrflöte 4’ Große Terz 31/5’ Prinzipal 2’ [2] Rauschpfeife 3f Mixtur 6-8f. Bombarde 16’ Trompete 8’ Kopftrompete 4’ |
Prinzipal 8’ Rohrflöte 8’ Weidenpfeife 8’ Oktav 4’ Koppelflöte 4’ Nasat 22/3’ Schwegel 2’ Sifflöte 11/3’ Scharff 4-6f Trompete 8’ Krummhorn 8’ Tremulant |
Gedacktpommer 16’ Holzprinzipal 8’ Gambe 8’ Prinzipal 4’ Spitzflöte 4’ Flachflöte 2’ Sesquialter 2f Mixtur 5-6f Septimzimbel 3f Dulzian 16’ Schalmei 8’ Zink 4’ Tremulant |
Untersatz 32’ Prinzipal 16’ Subbass 16’ Gedacktpommer 16’ Oktavbass 8’ Gedackt 8’ Choralbass 4’ Bassflöte 4’ Nachthorn 2’ Mixtur 6f Hintersatz 4f Posaune 16’ Trompete 8’ Singend Cornett 2’ |
Anmerkungen:
Bibliographie
| Anmerkungen: | Sichtung durch Frank Berger
Der frühere Organist Wolfgang Michael Rengier hatte bis zu seinem Tod 2003 eine Internetseite mit Informationen zur Geschichte der Orgeln in St. Paulus und zu seiner Hausorgel (Jann, 1978, opus 28), die heute laut Jann-Homepage in Remscheid steht. Die Informationen der damaligen Internetseite sind hier mit verwertet worden. |
| Literatur: | Oskar Gottlieb Blarr / Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf, Düsseldorf 1982, S. 171
Programmhefte IDO Festival 2009, 2010, 2012, 2013, 2015, 2017 |
| Weblinks: | Christian Masur: Improvisation über Christist erstanden und Victimae paschali laudes [ https://www.youtube.com/watch?v=ZNctdxZC_Mw ]
Christian Masur: Gustav Holst, Aus: Planeten : Mars [ https://www.youtube.com/watch?v=FRc1zlrTpnQ ] |
Klais - Orgel 1930 bis 1943
Orgelbeschreibung
| Orgelbauer: | Johannes Klais Orgelbau, Bonn |
| Baujahr: | 1930 |
| Geschichte der Orgel: | 1930 Neubau durch Hans Klais als Opus 753.
1936 Erweiterung durch Klais auf IV + P / 76, worüber keine weiteren Angaben vorliegen Die Orgelgeschichte vor 1930 in der 1910 - 1913 erbauten Kirche ist nicht bekannt. |
| Stimmtonhöhe: | vermutlich ca. a1 = 435 Hz[1] |
| Windladen: | vermutlich Kegelladen[1] |
| Spieltraktur: | elektropneumatisch |
| Registertraktur: | elektropneumatisch |
| Registeranzahl: | 67 |
| Manuale: | 4 Manuale, C-g3 |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | Koppeln und Spielhilfen sind nicht dokumentiert. Vermutlich waren neben sämtlichen Normalkoppeln auch zahlreiche Oktavkoppeln sowie freie Kombinationen vorhanden[1] |
Disposition
| I Rückpositiv | II Hauptwerk | III Schwellwerk | IV Brustwerk | Pedal[2] |
Rohrgedackt 8’ Quintadena 8’ Praestant 4’ Blockflöte 4’ Flageolett 2’ Nachthorn 1’ Terzflöte 13/5’ Kleincymbel 2-3f Schalmei 8’[3] |
Kupferprincipal 16’ Kupferprincipal 8’ Offenflöte 8’ Nachthorngedackt 8’ Dolce 8’ Kupferoctave 4’ Doppelflöte 4’ Spillpfeife 4’ Spitzquinte 22/3’ Superoctave 2’ Mixtur 4f Cornett 3-4-5f Dulzian 16’ Trompete 8’ Kopftrompete 4’ |
Stillgedackt 16’ Hornprincipal 8’ Violdigamba 8’ Holzflöte 8’ Salicional 8’ Vox coelestis 8’ Octave 4’ Quintflöte 4’ Querflöte 2’[4] Quinte 22/3’ Glöckleinton 2f Nachthornterz 13/5’ Cymbel 4f Progressio 3-5f Bombarde 16’ Solotrompete 8’ Klarine 4’ |
Harfenprinzipal 8’ Rohrflöte 8’ Schweizerpfeife 8’ Geigend Principal 4’ Spitzflöte 4’ Gemshorn 2’ Nasard 11/3’ Scharff 3-4f Oboe 8’ Singend Regal 4’ |
Bibliographie
| Literatur: | Oskar Gottlieb Blarr / Theodor Kersken, Orgelstadt Düsseldorf, Düsseldorf 1982, S. 77 – 78
Manfred Becker-Huberti (Hrsg.), Düsseldorfer Kirchen - Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf; Köln, 2009, S. 160 , Nr. 49 |
| Weblinks: | Klais Informationen 1928 - 1932 : https://klais.de/m.php?tx=123&q=1931 |
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Angaben, die mit vermutlich gekennzeichnet sind, berufen sich auf vergleichbare erhaltene Instrumente der Erbauerfirma
- ↑ möglicherweise wurden einige Pedalregister durch Extensionen gewonnen
- ↑ im Faltblatt der Firma Klais steht an dieser Stelle Krummhorn 8'.
- ↑ bei Klais als 4' aufgelistet, es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen Tippfehler
- ↑ 5,0 5,1 vermutlich Transmission aus dem Schwellwerk
- Orgeln aus dem Zeitraum 1920-1939
- Orgeln aus dem Zeitraum 1940-1959
- Orgeln mit 51-60 Registern
- Orgeln mit 61-70 Registern
- Orgeln in Deutschland
- Klais, Orgelbau
- Orgeln in der kreisfreien Stadt Düsseldorf
- Orgeln in Nordrhein-Westfalen
- Orgeln im Stadtbezirk 2 (Flingern Süd, Flingern Nord, Düsseltal)
- Weimbs Orgelbau