Göttingen, St. Marien: Unterschied zwischen den Versionen
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''Nederlandse orgelbouw in de 20ste eeuw:'' achtergronden / Hans Fidom, in: Het Orgel, jrg. 97 nr. 5, september 2001. | ''Nederlandse orgelbouw in de 20ste eeuw:'' achtergronden / Hans Fidom, in: Het Orgel, jrg. 97 nr. 5, september 2001. | ||
''Orgeln und Orgelbauer in | ''Orgeln und Orgelbauer in Göttingen'': Karl Heinz Bielefeld. Berlin: Pape Verlag, 2007. | ||
|WEBLINKS = [https://marienkirche-goettingen.wir-e.de St. Marienkirche Göttingen (Website der Kirchengemeinde] | |WEBLINKS = [https://marienkirche-goettingen.wir-e.de St. Marienkirche Göttingen (Website der Kirchengemeinde] | ||
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Version vom 15. Juli 2025, 13:18 Uhr
Adresse: Neustadt 21, 37073 Göttingen, Niedersachsen, Deutschland
Gebäude: Evangelisch-lutherische St. Marien-Kirchen
Datei:Göttingen, St. Marien (01).jpg Prospekt |
Datei:Göttingen, St. Marien (02).jpg Orgel im Raum |
Datei:Göttingen, St. Marien (10).jpg Prospektpfeifen aus Kupfer |
| Orgelbauer: | P. Furtwängler & Hammer (Hannover) |
| Baujahr: | 1925/26 |
| Geschichte der Orgel: | Im Spannungsfeld zwischen spätromantischen Bauprinzipien und Rückbesinnung auf die Prinzipien des norddeutschen Orgelbaus zur Barockzeit entstand in St. Marien ein Orgelwerk, das sich wieder am Werkaufbau, Mensuration und Intonation des Orgelbaus der Barockzeit orientierte, ohne jedoch eine Stilkopie einer barocken Orgel zu sein. Mit der Fertigstellung des Orgelwerkes 1926 wurde ein wichtiger Impuls für die Wiederaufnahme der elsässischen Orgelreform nach dem Ersten Weltkrieg gegeben. Bedeutende Organisten der damaligen Zeit wie Günther Ramin, Fritz Heitmann oder Albert Schweitzer konzertierten an dem neuen Werk. Die Orgel wurde Ausgangspunkt der Göttinger Orgelbewegung.
Mahrenholz entwarf 1927 einen neuen Prospekt, der im selben Jahr genehmigt wurde. Im Frühjahr 1928 wurden die Windladen gebaut und Giesecke fertigte die kupfernen Prospektpfeifen. Der heute vorhandene, klingende Prospekt wurde im Mai 1928 vorgebaut. Bis dahin erfolgten auch kleine Änderungen in der Disposition. Die Einweihung fand am 14. Mai 1928 durch Mahrenholz statt. Da die Röhrenpneumatik immer unzuverlässiger wurde, so dass beispielsweise das Rückpositiv seit 1966 nicht mehr spielbar war, wurde im Vorfeld der Generalüberholung der Umbau der Orgel auf Schleifladen geprüft. Dieser Gedanke wurde aber sowohl von Mahrenholz als auch von der ausführenden Werkstatt Emil Hammer Orgelbau abgelehnt. Stattdessen wurden die röhrenpneumatische Traktur gegen eine elektro-pneumatische Traktur und die pneumatischen Koppeln des Spieltisches gegen elektrische Koppeln ausgetauscht. Der Spieltisch konnte so in seiner äußeren Form erhalten bleiben. Bei der Generalrenovierung 2003 wurde der Zustand der Pfeifen durch Erhöhung der inzwischen erniedrigten Aufschnitthöhen und Öffnung der stark zugekulpten Fußlöcher wieder auf den Originalzustand zurückgeführt, und der Winddruck wieder auf 70 mmWS gesenkt. Windladen, Spieltisch und Trakturen wurden instand gesetzt. Der Spieltisch wurde überarbeitet, die Elemente neu angeordnet und eine 30-fache Setzeranlage neu eingebaut. |
| Umbauten: | 1928 Umbau und Erweiterung, neuer Prospekt.
1950 In der Vorbereitung des in Göttingen im selben Jahr stattfindenden Bachfestes ändert Paul Ott in Zusammenarbeit mit Mahrenholz teilweise den Pfeifenbestand sowie die Intonation und überholt den gesamten technischen Apparat. Weitere Register erhielten durch die Umintonation und Änderung des Mensurverlaufes mehr Klangschärfe. Der Winddruck wird auf ca. 65 mmWS gesenkt. 1970/71 Generalüberholung durch Emil Hammer (Hannover) und Elektrifizierung. 2003 Generalrenovierung durch Gebr. Hillebrand mit dem Ziel, die Disposition von 1928 größtenteils wiederherzustellen. Dabei wurde auch eine Setzeranlage eingebaut. |
| Stimmtonhöhe: | a1 = 440 Hz bei 16 °C |
| Temperatur (Stimmung): | gleichschwebend |
| Windladen: | Taschenladen |
| Spieltraktur: | elektropneumatisch[1] |
| Registertraktur: | elektropneumatisch[1] |
| Registeranzahl: | 48 (45)[2] |
| Manuale: | 3, C–g3 |
| Pedal: | C–f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | Manualkoppeln: II/I, I/II, III/II, III/I
Pedalkoppeln: I/P, II/P, III/P Schwelltritt für das Oberwerk Crescendowalze Setzeranlage (2003) Zimbelstern |
Disposition
| I Rückpositiv | II Hauptwerk | III Oberwerk[3] | Pedal |
Bordun 8′ Quintade 8′ Salizional 8′ Prinzipal 4′ Blockflöte 4′ Schweizerpfeife 2′ Rohrflöte 2′ Scharf III Sesquialtera II Rankett 16′ Krummhorn 8′ Tremulant |
Groß-Gedackt 16′ Prinzipal 8′ Viola di Gamba 8′ [4] Holzflöte 8′ Oktave 4′ Gemshorn 4′ Oktave 2′ Mixtur V Kornett V Trompete 8′ |
Geigend-Prinzipal 8′ Liebl. Gedackt 8′ Fernflöte 8′ Prinzipal 4′ Rohrflöte 4′ Nasat 22/3’ Waldflöte 2′ Nachthorn 1′ Zimbel III Dulzian 16′ Oboe 8′ Regal 4′ Tremulant |
- Anmerkungen
Orgel im Raum
- Göttingen St. Marien Prospekt.jpg
Prospekt seitlich
- Göttingen St. Marien Prospekt seitlich 2.jpg
Prospekt seitlich
- Göttingen St. Marien Orgel im Raum.jpg
Blick von Seitenempore
- Göttingen, St. Marien (06).jpg
Prospekt Hauptwerk
- Göttingen, St. Marien (05).jpg
Prospekt Hauptwerk
- Göttingen St. Marien Prospekt Rückpositiv.jpg
Prospekt Rückpositiv
- Göttingen St. Marien Orgelempore.jpg
Orgelempore
- Göttingen St. Marien Rückpositiv.jpg
Rückpositiv an der Brüstung
- Göttingen St. Marien Prospekt seitlich.jpg
Prospekt seitlich mit Spieltisch
- Göttingen St. Marien Spieltisch und Gehäuse.jpg
Spieltisch und Gehäuse
- Göttingen St. Marien Spieltisch.jpg
Spieltisch
- Göttingen St. Marien Klaviaturen.jpg
Manuale
- Göttingen St. Marien Pedal.jpg
Pedal
- Göttingen St. Marien Registerschalter Rückpositiv.jpg
Registerschalter Rückpositiv
- Göttingen St. Marien Registerschalter Hauptwerk.jpg
Registerschalter Hauptwerk
- Göttingen St. Marien Registerschalter Oberwerk.jpg
Registerschalter Oberwerk
- Göttingen St. Marien Registerschalter Pedal.jpg
Registerschalter Pedal
- Göttingen St. Marien Registerschalter Koppeln.jpg
Registerschalter Koppeln
- Göttingen St. Marien Display Setzeranlage.jpg
Display Setzeranlage
- Göttingen St. Marien Prospektpfeifen.jpg
Prospektpfeifen Pedal
- Göttingen, St. Marien (16).jpg
Prospektpfeifen Details
- Göttingen, St. Marien (04).jpg
Innenraum
- Göttingen, St. Marien (27).jpg
Altarraum
- Göttingen, St. Marien (33).jpg
Altar
- Göttingen, St. Marien (35).jpg
Altar Details
- Göttingen, St. Marien (36).jpg
Kanzel
- StMarien Goettingen 01.jpg
Außenansicht
Bibliographie
| Anmerkungen: | Eigene Besichtigung am 2. Juli 2025. |
| Literatur: | Die neue Orgel in der St. Marienkirche zu Göttingen: Eine Sammlung von Aufsätzen unter Mitwirkung von Wilhelm Furtwängler und Fritz Lehmann / Christhard Mahrenholz. Kassel: Bärenreiter-Verlag, 1926.
Een belangrijke Orgelverbouwing, in: Het Orgel, 24e Jaargang No. 5, Februari 1927. Internationale Orgeltagung der Gesellschaft der Orgelfreunde: 28. Juli bis 3. August 1991 Hildesheim: Programmheft. Orgeln in Niedersachsen: Herausgegeben von der Niedersächsischen Sparkasssenstiftung / Harald Vogel, Günter Lade, Nicola Borger-Keweloh, Volkhard Hofer. Bremen: Verlag H.M. Hauschild GmbH, 1997. Nederlandse orgelbouw in de 20ste eeuw: achtergronden / Hans Fidom, in: Het Orgel, jrg. 97 nr. 5, september 2001. Orgeln und Orgelbauer in Göttingen: Karl Heinz Bielefeld. Berlin: Pape Verlag, 2007. |
| Discographie: | Paul Hindemith – Orgelwerke. Roman Summereder. Ambiente Audio ACD-2024 (m. Rezensionen), 2012, CD, YouTube, Spotify
Späte Romantik – Frühe Moderne. Roman Summereder. Ambiente-Orgelportrait, ACD 1017 (m. Rezensionen), 2004, CD, YouTube, Spotify |
| Weblinks: | St. Marienkirche Göttingen (Website der Kirchengemeinde
St. Marien Göttingen (Wikipedia) |
Videos
P. Hindemith: 2 Stücke für Orgel: No. 1, Präludium. Sehr lebhaft. Durchweg sehr leise – Roman Summereder:
P. Hindemith: Ludus Tonalis (Arr. H. Bornefeld for Organ) : No. 5, Interlude. Pastorale, Moderato – Roman Summereder:
M. Reger: Fantasie und Fuge in D Minor, Op. 135b: I. Fantasie – Roman Summereder:
M. Reger: Fantasie und Fuge in D Minor, Op. 135b: II. Fuge – Roman Summereder: