Olfen, St. Vitus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Organ index
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 153: Zeile 153:
'''Fahrbarer Spieltisch'''
'''Fahrbarer Spieltisch'''


Im Jahr 2024 erhielt die Orgel einen durch Herrn Jonah Halfmann umgebauten, jedoch historischen, fahrbaren Spieltisch für den Kirchraum. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Spieltisch der Breil-Orgel der Propsteikirche in Vechta, der zuvor in der Orgel in Brockdorf bis 1994 im Einsatz war. Dieser Spieltisch wurde midifiziert und befindet sich nun im Kirchraum. Am Spieltisch selbst wurden einige Veränderungen vorgenommen. Die Elektrik wurde erneuert, die Kollektivdrücker wurden entfernt und durch eine Setzerleiste ausgetauscht, eine Touchscreen-Schublade kam hinzu sowie auch die alten Registerwippen für die Koppeln (welche jetzt über den Touchscreen oder kleine Registertaster bedienbar sind) wurden umfunktioniert und schalten nun die Register des Positif's. Die ursprünglich für die Walze und FK zuständigen Wippen waren zunächst für die Koppeln angedacht. Diese werden jetzt jedoch für die Register von Chamade, sowie auch z.T. für einige Register des Positif's
Im Jahr 2024 sollte die Orgel einen durch Herrn Jonah Halfmann umgebauten, jedoch historischen, fahrbaren Spieltisch für den Kirchraum erhalten. Es handelte sich dabei um den ehemaligen Spieltisch der Breil-Orgel der Propsteikirche in Vechta, der zuvor in der Orgel in Brockdorf bis 1994 im Einsatz war. Bei dem Umbau dieses Spieltisches wurden jedoch diverse Holzschäden aufgrund con Feuchtigkeit (Der Spieltisch stand von 1994 bis 2024 in einem Traffoturm in der nähe der Kirche) sowie Holzwurm. Dieser Spieltisch wurde nach langen Überlegen doch nicht verwendet.
 
Derzeit jedoch wird ebenfalls von Herrn Jonah Halfmann ein 3 Manualiger Spieltisch gebaut. Dieser Spieltisch verfügt über 3 Manuale + Pedal. Die Register werden mitthilfs der Software ,,Hauptwerk'' von Milan Digital Audio gesteuert. Das bedeutet, dass dieser Spieltisch ein sogennanter MIDI- Spieltisch wird. Dadurch werden viele neue Möglichkeiten offen, wie u.A. die hinzufügung eines Digitalen 4. Werkes (II. Man) sowie auch einigen Effektregistern.  


Die Disposition an diesem Spieltisch lautet wie folgt:
Die Disposition an diesem Spieltisch lautet wie folgt:


{{Disposition3
{{Disposition3
|ÜBERSCHRIFT    =Disposition, Breil Spieltisch  
|ÜBERSCHRIFT    =Disposition, Fahrbarer Spieltisch  
|WERK 1          = I Grand Orgue
|WERK 1          = I Grand Orgue
|REGISTER WERK 1 =  
|REGISTER WERK 1 =  
Bourdon 16'
Bourdon 16'


Monter 8'
Montre 16' *
 
Montre 1ieme 8'
 
Montre 2ieme 8' *


Flûte Creusé 8'  
Flúte Bouché 8'


Bourdon 8'  
Bourdon 8'  


Praestant 4'  
Praestant 4'


Flûte Harmonique 4'  
Flúte Harmonique 4'


Doublette 2'
Doublette 2'


Cornet V  
Cornet V


Fourniture IV  
Plein Jeu IV


Trompette 8'  
Trompette 8'


Tuba Mirabilis 8' *


'''Chamade'''


'''Chamade'''
Bombarde Chamade 16' *


Trompette Chamade 8' *


Bombarde 16' *
Trompette Imperalé 8' *


Trompette 8' *
Tuba Mirabillis    8' *


Trompette 5'1/3*
Carillion


Clairon 4' *
|WERK 2          = II Positif Expressif ²*
 
 
|WERK 2          = II Récit
|REGISTER WERK 2 =  
|REGISTER WERK 2 =  


Diapason 8'  
Bourdon 16'


Flûte Traversiere 8'
Montre 8'


Viola di Gamba 8’
Viola d' Amour 8'


Voix Coeleste 8'
Unda Maris  8'


Praestant 4'  
Praestant 4'  


Flûte en Chaminée 4'
Flûte 4'


Quinte 3'
Quinte 2'2/3


Octavin 2'  
Picollo 2'  


Tierce 1 3/5'  
Tierce 1 3/5'  


Plein Jeu III  
Fourniture III  


Trompette Harmonique 8'
Basson 16'


Basson et Hautbois 8'
Basson et Hautbois 8'


Clairon 4'  
Voix Humanié 8'
 


''Tremolo''
''Tremolo''


|WERK 3      = II Positif ²
Celesta
|REGISTER WERK 3 =  Gambe 16


Praestant Major 8
Xylophone


Flûte Harmonique 8'
|WERK 3      = II Recit Expressif
|REGISTER WERK 3 =  Bourdon 16'


Bourdon 8
Diapason 8


Quintaton 8
Flûte Traversieré 8'


Viola di Gamba 8'
Viola Di Gamba 8


Voix céleste 8'
Voix céleste 8'
Zeile 246: Zeile 251:
Praestant 4
Praestant 4


Viola 4
Flúte Chamineé 4


Quinte 3'
Quinte 2'2/3


Doublette 2'
Octavin 2'


Cor Anglais 16
Plein jeu III


Trompette heroique 8'
Trompette Harmonique 8


Voix humaine 8'
Basson ét Hautbois 8'


Clarinette 8
Clarinette 8'


Cromorne Dessues 8' *


Tremolo
Clairon 4'


''Rossignol''


''Carillon''
Tremolo


''Celesta''  
''Celesta''


''Harp Orchestralé


|WERK 4      =Pedalé
|REGISTER WERK 4 =


|WERK 4      =Pedal
Grand Bourdon 32' *
|REGISTER WERK 4 =


Grand Bourdon 32'  
Bassé Acoutique 32'  


Montre 16'
Montre 16'
Zeile 284: Zeile 289:


Bassé 8'  
Bassé 8'  
Violoncellé 8' *


Praestant 4'  
Praestant 4'  
Zeile 293: Zeile 296:
Bombarde 16'
Bombarde 16'


Trompette 8' *
Basson 16' *


''SOLO - Pedalé''
''Pedalé - POS Combi'' ¹


}}
}}
'''Anches:'''
Grand Orgue, Récit, Pedale
'''Koppeln:'''
RÉC 16', RÉC 4'
RÉCIT - G.O. 16'
RÉCIT - G.O. 8'
RÉCIT - G.O. 4'
RÉC - PED 8'
RÉC - PED 4'
G.O. 16'
G.O. 4'
G.O. - PED 8'
G.O. - PED 4'
'''POSITIF ACTIVISION'''
POS 16', POS 4'
POS - RÉC
POS - G.O.
POS - RÉC 16'
POS - G.O. 16'
POS - RÉC 4'
POS - G.O. 4'
+ Extrakoppeln (''Frei'', wie z.B. Quint/Terz/Septimkoppeln).
'''Accessoires:'''
'''''Eigens für den Spieltisch entwickeltes Setzersystem mit folgenden features'''''''
5 Accounts (Passwortgeschützt) mit je '''A - H''' ,  '''1 - 9''' x 499
MIDI Replay
MIDI SCHNITTSTELLE 8für den Anschluss eines Computers)
USB Schnittstelle
Loop Recorder (General o. jedes Teilwerk einzeln)
Pizzicato (General o. jedes Teilwerk einzeln)
Sostenuto (General o. jedes Teilwerk einzeln)
Sforzando (General o. jedes Teilwerk einzeln)
Sub, - Super & Extrakoppeln
Tasten & Oktavtransponeur
Crescendowalze
2 Schwellpedale
'''9 Fußtritte:'''
'''''L -> R'''''
Tutti Generale
Copula Generale
Anches G.O. (Dazu zählen auch die virtuellen Register wie Tuba und Chamade)
Anches RÉC 
Anches PÉD  (Dazu zählen auch die virtuellen Register wie Bombarde 32' und 8')
Tremulo de Récit
Tirasse Grand Orgue 
Tirasse Récit Expressif
Tirasse Positif
       


'''Anmerkungen'''
'''Anmerkungen'''
¹: Pedalé - POS Combi
Zweigeteiltes Pedal: C - d<sup>0</sup>: Pedal / d<sup>0</sup> - f¹: Solo


²: Keine Pfeifen-Register!Es werden hier Samples des Programmes "Hauptwerk" verwendet.  
²: Keine Pfeifen-Register!Es werden hier Samples des Programmes "Hauptwerk" verwendet.  

Version vom 24. Mai 2025, 10:48 Uhr


Orgelbauer: Willis & Sons, Friedrich Fleiter, Merten Orgelbau
Baujahr: 1874, 1883, 2015
Geschichte der Orgel: 1675: Erste Orgelrenovierung und Ausfall in St. Vitus

In historischen Aufzeichnungen der Pfarrei wird erwähnt, dass am 29. November 1675 eine Pfeifenorgel in St. Vitus nach einer umfassenden Renovierung wieder in Betrieb genommen wurde. Doch in der Weihnachtsnacht desselben Jahres versagte das frisch restaurierte Instrument.

1883: Bau der Fleiter-Orgel

Nach dem Neubau der Kirche im Jahr 1880 ließ man 1883 eine neue Orgel von der Firma Fleiter aus Münster für 7.000 Mark installieren. Das Gehäuse wurde von der Schreinerei Theo Lackmann für 2.025 Mark gefertigt. Die Gesamtkosten wurden aus dem Vermächtnis der Witwe Schulze Bockolt finanziert. Pfarrer August Dirking vermerkte begeistert in der Pfarrchronik, dass das Projekt ohne fremde Kollekten und ausschließlich durch die Opferbereitschaft der Gemeinde ermöglicht wurde.

1908: Bestrebungen zur Erweiterung

In den Jahren 1908 und 1927 gab es Bestrebungen, den Tonumfang der Orgel (pneumatisch, 56 Töne) zu erweitern und zusätzliche Register hinzuzufügen (Quintadena 8' im Hauptwerk andere noch unbekannt).

1929: Umzug und Erweiterung der Orgel

Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte der Chorgesang in den katholischen Kirchen einen Aufschwung. Da der Chor auf der kleinen Orgelempore über der Josephskapelle kaum Platz fand, entschied man sich im Frühjahr 1929, eine neue, größere Empore zwischen den beiden hinteren Turmpfeilern zu errichten. Maurermeister Hermann Bester übernahm die Bauausführung. Die Orgel wurde von der Firma Fleiter umgestellt, erhielt einen elektrischen Windmotor und wurde nochmals um zwei Register auf Kegelladen erweitert. Das Gehäuse wurde umgebaut, um es an die Form des Westfensters anzupassen, was jedoch akustische Nachteile mit sich brachte. Die Umstellung und Erweiterung wurden durch Spenden und Sammlungen des Kirchenchores finanziert.

1975: Gründliche Überholung der Orgel

Die Orgel, nun mit 24 Registern, wurde 1975 von den Orgelbauern Friedrich und Friedhelm Fleiter aus Münster ausgebaut und umfassend überholt. Unter dem Druck des Organisten wurde das Obergehäuse komplett neu gebaut (Neugotisch verändertes Gehäuse von 1883/1920 entfernt) und die Disposition weitgehend verändert. Dabei gingen einige originale Stimmen verloren, auch die Winddrosselung der Posaune 16' und Trompete 8' im Pedal. Die überholte Orgel wurde erstmals am Palmsonntag gespielt, und die Kosten betrugen fast 90.000 DM.

1995: Austausch eines Registers

Im Jahr 1995 musste ein Register der Orgel ausgetauscht werden.

2015: Bau der neuen Merten-Orgel

Auf Initiative der ehm. Kirchenmusikerin Christine Leicht wurde der Verein "Pro Organo" gegründet, um Spenden für die Restaurierung der Orgel zu sammeln. Das Historische unveränderte Pfeifenwerk der Fleiter Orgel aus dem Zeitraum von 1883 - 1902 wird wiederverwendet. Es kommt bei dem Neubau der Orgel jedoch noch 80% an Pfeifenwerk einer 1874 erbauten Willis & Son Orgel hinzu.

Umbauten: Restaurierung: Orgelbau Merten (2015)
Gehäuse: Untergehäuse: Neugotisch, Links und Rechts neben dem Emporenfenster verbunden durch das Obergehäuse. In der Mitte befindet sich ein Durchgang zur Empore.

Obergehäuse: Angelehnt an die ursprüngliche Fleiter Orgel 1883, Modern

Stimmtonhöhe: a1 = 435 Hz bei 19 °C
Temperatur (Stimmung): gleichstufig
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: Elektrisch
Registertraktur: Elektrisch
Registeranzahl: 31 (49)
Manuale: 2, C-c4
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Koppeln: II/A - I 16', II/A - I, II/A - I 4' , II/B - I 16' , II/B - I , II/B - I 4' , I - I 16' , I - I 4' , II/A - P, II/B - P



Disposition

Great Swell A Swell B Pedal
Bourdon 16' (W)

Open Diapason 8' (M)

Bourdon 8' (F)

Hohl Fute 8' (W)

Principal 4' (W)

Harmonic Flute 4' (W)

Fiftheenth 2' (W)

Cornet V (F)

Mixture IV (M)

Trumpet 8' (W)

Tremolo

Violin Diapason 8'(W)

Clarabell Flute 8' (W)

Viola di Gamba 8’(W)

Voix Celeste 8'(W)

Gemshorn 4' (W)

Rohr Flute 4' (F)

Twelfth 2'2/3 (W)

Flute 2' (M)

Terz 1'3/5 (M)

Mixture III (M)

Tremolo

Trumpet Harmonic 8' (W)

Oboe 8' (W)

Clarinet 8' (W)

Clarion 4' (F)

Tremolo

Acoustic Bass 32' (F)

Open Diapason 16’ (M)

Bourdon 16’ (F)

Bass Flute 8‘ (F)

Octave 8' (F)

Bass Flute 8‘ (F)

Octave 4' (F)

Trombone 16' (F)


(W) = Willis & Son , 1874
(F) = Fleiter , 1884/1902
(M) = Merten Orgelbau, 2015


Fahrbarer Spieltisch

Im Jahr 2024 sollte die Orgel einen durch Herrn Jonah Halfmann umgebauten, jedoch historischen, fahrbaren Spieltisch für den Kirchraum erhalten. Es handelte sich dabei um den ehemaligen Spieltisch der Breil-Orgel der Propsteikirche in Vechta, der zuvor in der Orgel in Brockdorf bis 1994 im Einsatz war. Bei dem Umbau dieses Spieltisches wurden jedoch diverse Holzschäden aufgrund con Feuchtigkeit (Der Spieltisch stand von 1994 bis 2024 in einem Traffoturm in der nähe der Kirche) sowie Holzwurm. Dieser Spieltisch wurde nach langen Überlegen doch nicht verwendet.

Derzeit jedoch wird ebenfalls von Herrn Jonah Halfmann ein 3 Manualiger Spieltisch gebaut. Dieser Spieltisch verfügt über 3 Manuale + Pedal. Die Register werden mitthilfs der Software ,,Hauptwerk von Milan Digital Audio gesteuert. Das bedeutet, dass dieser Spieltisch ein sogennanter MIDI- Spieltisch wird. Dadurch werden viele neue Möglichkeiten offen, wie u.A. die hinzufügung eines Digitalen 4. Werkes (II. Man) sowie auch einigen Effektregistern.

Die Disposition an diesem Spieltisch lautet wie folgt:


Disposition, Fahrbarer Spieltisch

I Grand Orgue II Positif Expressif ²* II Recit Expressif Pedalé
Bourdon 16'

Montre 16' *

Montre 1ieme 8'

Montre 2ieme 8' *

Flúte Bouché 8'

Bourdon 8'

Praestant 4'

Flúte Harmonique 4'

Doublette 2'

Cornet V

Plein Jeu IV

Trompette 8'


Chamade

Bombarde Chamade 16' *

Trompette Chamade 8' *

Trompette Imperalé 8' *

Tuba Mirabillis 8' *

Carillion

Bourdon 16'

Montre 8'

Viola d' Amour 8'

Unda Maris 8'

Praestant 4'

Flûte 4'

Quinte 2'2/3

Picollo 2'

Tierce 1 3/5'

Fourniture III

Basson 16'

Basson et Hautbois 8'

Voix Humanié 8'


Tremolo

Celesta

Xylophone

Bourdon 16'

Diapason 8

Flûte Traversieré 8'

Viola Di Gamba 8

Voix céleste 8'

Flûte octaviante 4'

Praestant 4

Flúte Chamineé 4

Quinte 2'2/3

Octavin 2'

Plein jeu III

Trompette Harmonique 8

Basson ét Hautbois 8'

Clarinette 8'

Cromorne Dessues 8' *

Clairon 4'


Tremolo

Celesta

Grand Bourdon 32' *

Bassé Acoutique 32'

Montre 16'

Sousbasse 16'

Octavebassé 8'

Bassé 8'

Praestant 4'

Contre Bombarde 32' *

Bombarde 16'

Basson 16' *


Anmerkungen

²: Keine Pfeifen-Register!Es werden hier Samples des Programmes "Hauptwerk" verwendet. Die Lautsprecher dafür befinden sich neben der Hauptorgel

(*) = Ebenfalls über Hauptwerk geschaltet. Die Lautsprecher befinden sich im Orgelgehäuse.



Bibliographie

Quellen/Sichtungen: Eigene Sichtung
Weblinks: Beschreibung bei Orgelbau Merten

...auf den Seiten der Pfarrei

Wikipedia