Chemnitz/Zentrum, St. Pauli (Kriegsverlust): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. März 2025, 18:23 Uhr


Alternativer Name: Vormals St. Johannis (Neue Kirche), 1875 umbenannt in St. Paulikirche
Orgelbauer: Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil), Dresden, op.430
Baujahr: 1928 Erweiterungsbau auf 85 Register
Geschichte der Orgel: Geschichte:

Durch das ständige Wachstum der Gemeinde entschloss man sich 1748 zu einem Kirchenneubau in der Innenstadt auf dem ehemaligen Gelände des Franziskanerklosters. Am 25. August 1750 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung. Den Plan zu der Kirche hatte der Freiberger Baumeister Johann Gottlieb Ohndorf (1702-1773) entworfen. Leider kam nicht genug Geld in die Baukasse, so verzögerte sich die Fertigstellung und auf einiges musste man in der Ausführung verzichten. 1756 war dann der Bau fertig. Die Einweihung der neuen Kirche fand am 31. Oktober 1756 statt. Die neue Johanniskirche wurde jetzt die Hauptkirche. Durch den ausgebrochenen dritten schlesischen Krieg kam das preußische Militär nach Chemnitz. Die neue Johanniskirche wurde für die preußischen Truppen als Quartier reserviert. Im Jahr 1757, nach Abzug der Preußen, war die Kirche wieder für die Gemeinde frei. 1758 rückte das preußische Militär erneut in Chemnitz ein. Erst vier Wochen nach Ostern 1759 zogen sie wieder ab. Am 9. Oktober 1813 wurde nach den Kämpfen um Penig die neue Johanniskirche zum Lazarett eingerichtet.

Am 19. Juni 1875 erfolgte die Umbenennung der neue St. Johanniskirche in St. Paulikirche. Sie wurde umfassend saniert und erhielt 1887 einen Turm.

Am 5. März 1945 brannte die Kirche durch Bomben völlig aus. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Ruine gesichert, enttrümmert und der Turm wieder hergestellt. Die Umfassungsmauern wurden instandgesetzt und für einen neuen Dachstuhl vorbereitet. Im Innenraum war der Einbau eines kirchlichen Veranstaltungszentrums vorgesehen. Allerdings zeichnete sich seit 1957 im Zuge der Neuplanung des Stadtzentrums die politisch motivierte Beseitigung der Paulikirche ab. Die Kirche wurde im April 1961 abgebrochen. An ihrer Stelle befinden sich heute ein Wohnblock sowie ein Parkplatz.

Orgelgeschichte: Für die neue Kirche sollte es auch eine neue Orgel geben. Dafür reichte das Geld nicht, so musste man die Silbermann-Orgel aus der alten Johanniskirche in die neue Johanniskirche umsetzen. Die Umsetzung in den Kirchenneubau wurde mit dem Einfügen eines zweiten Manualwerkes verbunden. Das wurde von Adam Gottfried Oehme, Freiberg, abgelehnt. Am 24. Dezember 1770 erhielt Johann Christian Immanuel Schweinefleisch aus Leipzig den Auftrag zum Überführen der Orgel und zum Einbau einer Viola da Gamba 8‘. Da Schweinefleisch 1771 starb, übernahm Johann Gottlob Maurer diese Arbeiten, die er vermutlich 1772 abschloss. In einem Kontrakt vom 8. März 1792 wurde Johann Gotthold Trampeli verpflichtet die Orgel auszubessern und ein Oberwerk mit 8 Registern einzubauen. Das Abnahmedatum ist unbekannt. 1879 wurde die alte Silbermannorgel an die Gemeinde in Auligk verkauft und vom Dresdner Hoforgelbauer Carl Eduard Jehmlich dort aufgestellt. Seit 1958 steht die Orgel in Bad Lausick.

Carl Eduard Jehmlich erbaute 1880 eine neue Orgel für die St. Paulikirche in Chemnitz mit 46 Registern auf 2 Manualen und Pedal als op.65.

1906 gab es einen Erweiterungsumbau durch Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil), Dresden, auf 80 Register mit III Manualen und Pedal, eine pneumatische Orgel mit Kegelladen als op.225.

1928 erfolgte ein Erweiterungsumbau durch Gebrüder Jehmlich (Bruno & Emil), Dresden, auf 85 Register mit 3 Manualen und Pedal,op.430, als pneumatische Orgel mit Kegelladen. „Die Orgel erhielt einen neuen Spieltisch mit bogenförmiger Anordnung der Registersstaffeln nebst 6fachen Vorbereitungsknöpfchen für das I. und II. Manual, das Pedal, sämtliche Koppeln und Absteller, während die Registratur für das III. Manual in gerade Reihe direkt über den Tasten desselben liegt. Der Spieltisch ist durchaus übersichtlich und beansprucht in Anbetracht der großen Zahl der darin untergebrachten Schaltorgane verhältnismäßig wenig Raum. Auf eine bequeme Erreichbarkeit aller Teile wurde besonders geachtet. Umgestaltet wurde ferner auch das Gehäuse und der Prospekt, welcher in offener Aufstellung ohne Pfeiler Pfeifen der Prinzipalregister bis zum 16‘=C enthält. Eine gleichzeitig bauliche Veränderung des Kircheninneren trug ihrerseits zur Verbesserung der Akustik wesentlich bei. Es hat sich herausgestellt, daß das Werk an Klangwert, Farbigkeit und Durchsichtigkeit entschieden gewonnen hat, gar nicht zu reden von der Bereicherung an neuen Registrierungsmöglichkeiten für das klare Nachzeichnen der Linien im polyphonen Sinne, wie es jede wertvolle Orgelmusik verlangt, gleichviel aus welcher Zeit sie stammen mag. Die von mancher Seite aus geäußerter Befürchtung eines mangelhaften Zusammengehens der barocken Rohrwerke mit den übrigen Stimmen hat sich als unbegründet erwiesen: es sind im Gegenteil alle Wünsche in dieser Hinsicht als erfüllt zu bezeichnen. Die vorzügliche Intonation des gesamten neuen Pfeifenwerks, wie die Angleichung einer großen Anzahl der früheren Register an die neue Disposition ist der großen Erfahrung, dem künstlerischen Feingefühl und der unermüdlichen Ausdauer des Herrn Orgelbaumeisters Bruno Jehmlich zu verdanken, welcher die ihm gestellte Aufgabe glänzend gelöst hat. Das Werk ist eine ideale Bachorgel geworden, in der nichts fehlt, um die ältere Orgelmusik stilgetreu wiederzugeben. Nebenbei erbringt es wieder einmal den Beweis – falls es eines solchen überhaupt noch bedarf - , daß ein guter Orgelbauer auf modernen pneumatischen, im vorliegenden Falle Kegelladen, alle Klangfarben in Reinkultur herauszubringen vermag, vor allem Prinzipale von Silbermannscher Fülle und Weichheit, mit den dazugehörigen glänzenden Oberton und gemischten Stimmen, und in Verbindung mit einer ungemein präzisen Pneumatik alle Voraussetzungen für ein klares, sauberes und klangschönes Orgelspiel zu schaffen imstande sein kann.“ Ernst Schnorr von Carolsfeld, Hellerau

Windladen: Kegelladen
Spieltraktur: pneumatisch
Registertraktur: pneumatisch
Registeranzahl: 85
Manuale: 3, C-a³
Pedal: C-f1



Die Orgel von 1928

Orgelbeschreibung



Disposition


Die Orgel von 1906

Orgelbeschreibung



Die Orgel von 1880

Orgelbeschreibung



Disposition



Bibliographie

Literatur: Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

Gebrüder Jehmlich, Königl. Sächs. Hoforgelbauer-N, Dresden 1910

Oehme, Fritz: Handbuch über ältere, neuere und neueste Orgelwerke im Königreich Sachsen, Leipzig, Edition Peters, Reprints, 1978. Bd.1, S.115-116 Chemnitz, St. Paulikirche, erbaut 1880 von dem Hoforgelbaumeister Jehmlich in Dresden.

Oehme, Fritz: Handbuch über ältere, neuere und neueste Orgelwerke im Königreich Sachsen, Leipzig, Edition Peters, Reprints, 1978, Supplement. Chemnitz, St. Paulikirche, Bd.1, S.115, Umbau 1904 Gebrüder Jehmlich (81 Register), Umbau 1928 Gebrüder Jehmlich (85/III/P) (ZfK X/1929, 168), 1945 mit der Kirche zerstört.

Lang, Marina: Jehmlich. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil 9, Him-Kel, Kassel, Bärenreiter 2003, Spalte 993-995.

Lang, Marina: Jubiläum der sächsischen Orgelbaufirma Jehmlich. In: Sächsische Heimatblätter. Zeitschrift für sächsische Geschichte, Denkmalpflege, Natur und Umwelt. 44. Jahrgang, 6.98, S. 354.

Lexikon norddeutscher Orgelbauer, Bd.2, Sachsen und Umgebung, Pape-Verlag Berlin, 2012. S.170 Chemnitz, St. Pauli, Orgelneubau durch Carl Eduard Jehmlich, 1880, III/46.

Butze, Robert: Die neue Orgel in der St. Paulikirche zu Chemnitz. In: Sächsische Schulzeitung. Zugleich Organ des Allgemeinen Sächsischen Lehrervereins und sseiner Zweigvereine. Herausgegeben zum Besten des Sächsischen Pestalozzivereins. Eigenthum der Herausgeber: Berthelt, Heger, Lansky, Petermann in Dresden. Nr.9, Sonntag, den 27. Februar 1881. S.74-75.

Die Parochie St. Johannis. In: Ephorien Chemnitz I und II Neue sächsische Kirchengalerie Strauch, Leipzig 1904.

Die Parochie St. Pauli. In: Ephorien Chemnitz I und II Neue sächsische Kirchengalerie Strauch, Leipzig 1904. Spalte 445-454.

Gress, Frank-Harald: Die Orgeln Gottfried Silbermanns, Dresden. Michael Sandstein Verlag, 2000. S.56-57 Orgel vormals in Chemnitz, St. Johannis (Neue Kirche), später umbenannt in St. Pauli.

Ernst Schnorr von Carolsfeld: Erneuerung der Orgel der St. Paulikirche in Chemnitz. In: Zeitschrift für Kirchenmusiker 1928-1932, S.168-169.

Weblinks: Wikipedia, Chemnitz, St. Paulikirche

Chemnitz, Stadtgeschichte, Paulikirche

Altes Chemnitz, Paulikirche

875 Jahre Stadt Chemnitz

Verlorene Kirche in Chemnitz, St. Paulikirche

Chemnitzgeschichte, Zentrum-West

SLUB Deutsche Fotothek, Bild von der Orgel in der St. Paulikirche in Chemnitz von einem unbekannten Fotografen

Wikipedia, Jehmlich Orgelbau Dresden