Kamenz, St. Just: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 10. März 2026, 16:52 Uhr


Datei:St Just Kamenz 13.jpg
Kamenz, St. Just, Orgel von Carl Eduard Jehmlich.
Datei:Kamenz, St. Just Carl Eduard Jehmlich Prospektansicht.jpg
Kamenz, St. Just, Carl Eduard Jehmlich -Orgel, Prospektansicht. Foto: Ekkehart Groß.
Datei:Kamenz, St. Just Carl Eduard Jehmlich Orgelansicht.jpg
Kamenz, St. Just, Carl Eduard Jehmlich-Orgel, Orgelansicht. Foto: Ekkehart Groß.
Datei:Kamenz, St. Just Carl Eduard Jehmlich -Spieltisch.jpg
Kamenz, St. Just, Carl Eduard Jehmlich-Orgel, Spieltisch. Foto: Ekkehart Groß.
Orgelbauer: Jehmlich, Carl Eduard, Dresden, op.72
Baujahr: 1882 für das Katholische Lehrerseminar in Bautzen, seit 1936 in St. Just Kamenz
Geschichte der Orgel: Die St.-Just-Kirche oder auch St.-Jodokus-Kirche ist eine aus dem Mittelalter stammende Kapelle, die als Pilgerkirche errichtet wurde und deren Name „Jodokus“ sich wohl zu „Just“ entwickelt hat. Ihre Entstehungszeit liegt wahrscheinlich im Anfang des 13.Jahrhunderts.

Die Orgel wurde von Carl Eduard Jehmlich aus Dresden 1882 für das Katholische Lehrerseminar in Bautzen erbaut.

1917 mußten die originalen Prospektpfeifen an die Kriegsswirtchaft abgegeben werden.

1930 hat die Bautzner Firma Eule die Orgel aufgekauft,umdisponiert im Geist der Orgelbewegung, um 1 Register erweitert und 1936 in der St.-Just-Kirche in Kamenz aufgestellt. Außerdem wurde die Pedalklaviatur im damals praktizierten Stil Hermann Eules vollständig erneuert

Bei der umfassenden Restaurierung in den Jahren 2019/20 durch den Orgelbau Ekkehart Groß aus Waditz bei Bautzen wurde das Innenleben der Orgel vollständig ausgebaut und in der Werksstatt restauriert. Die Orgel wurde in den ursprünglichen Zustand zurückgeführt unter Beibehaltung der vorhandenen Kastenbalganlage. Das ursprüngliche Firmenschild von C. E. Jehmlich fehlt. Anstelle dessen befand sich ein Pergament mit folgender Aufschrift in leuchtendem Rot: MUSIKA PRAELUDIUM VIVAE AETERNAE. Dieses Schild ist entfernt und auf der Innenseite der linken Gehäusetür angebracht worden. Anstelle dessen wurde das Firmenschild aus hinterseitig gelasertem, schwarzem Kunstglas neu ange- fertigt, mit goldener Schrift ausgelegt und an ursprünglicher Stelle über dem II. Manual unter einem schwarzen Zierrahmen befestigt. Der Text beinhaltet die drei Jahreszahlen der Hauptarbeiten an der Orgel mit den jeweilig ausführenden Firmenbezeichnungen. Die vorhandene Pedalklaviatur ist nicht mehr die Ursprüngliche. Sie wurde vermutlich 1936 durch die Firma Eule in ihrem damaligen firmeneigenen Baustil ersetzt. Als Verluste des ursprünglichen Metallpfeifenbestands sind sämtliche Prospektpfeifen (1917), C und Cs von Octave 4 Fuss (1936) und c° bis e³ von Flöte 8 Fuss (1936) und alle anderen offenen e³- Pfei- fen zu benennen. An den übernommenen originalen Pfeifen sind diverse Schädigungen und die Ein- schnitte von Stimmrollen zu beklagen. Im Manual sind die Pfeifen C-H des Gedackt 8 Fuss und die 6 tiefen von Prinzipal 8 Fuss aus Holz, im Pedal sämtliche Pfeifen des Subbass 16 Fuss. Die Pfeifen von Gedackt 8 Fuss waren seit 1936 nicht mehr vorhanden und mussten rekonstruiert werden. Die beiden originalen Kastenbälge wurden rundherum ertüchtigt und die Seile für die Aufzugsanlage ebenfalls neu an- gefertigt. Die Orgelelektrik wurde vollständig nach neuestem Stand der Technik und den Sicherheitsvorschriften erneuert. Die ursprüngliche Intonation ist durch Umsetzung und Umdisponierung der Orgel und des Pfeifen- werks nicht mehr eindeutig vorhanden gewesen. Im Zuge der dispositionellen Rückführung wurde versucht, die erkennbaren ursprünglichen Intonationsparameter wieder herzustellen. Die Klangstärken der 6 Register wurden behutsam an den Kirchenraum angepasst, da das Instrument ursprünglich für einen kleineren Raum mit anderen akustischen Voraussetzungen im Lehrerseminar in Bautzen geschaffen war. Dieses Gebäude existiert nicht mehr.

Gehäuse: Die farbliche Restaurierung des Orgelgehäuses wurde von Jörg Freund, Restaurator aus Doberschau-Gaußig ausgeführt.
Stimmtonhöhe: 435,0 Hz 15°C
Temperatur (Stimmung): leicht ungleich schwebende Temperierung
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 6
Manuale: 2, C-e³
Pedal: C-d1
Spielhilfen, Koppeln: Manualkoppel, Pedalkoppel




Disposition von 2020 nach Groß

I.MANUAL II.MANUAL PEDAL

Principal 8 Fuss

Oktave 4 Fuss

Gedackt 8 Fuss

Flöte 8 Fuss

Rohrflöte 4 Fuss

Subbaß 16'



Disposition nach Orcasa+ Eule

I.MANUAL II.MANUAL PEDAL

Principal 8'

Oktave 4'

Mixtur 3-4fach

Gedackt 8'

Rohrflöte 4'

Spitzflöte 2'

Subbaß 16 Fuss



Disposition 1882-1936 nach Groß

I.MANUAL II.MANUAL PEDAL

Principal 8 Fuss

Gedackt 8 Fuss

Octave 4 Fuss

Flöte 8 Fuss

Rohrflöte 4 Fuss

Subbaß 16 Fuss



Bibliographie

Quellen/Sichtungen: Webseite der Kirchgemeinde, Informationen zur Orgel vom Orgelbau Ekkehart Groß, Kubschütz
Literatur: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, Orgeldatenbank ORKASA

Ekkehart Groß Orgelbau in Kubschütz: Dokumentation über die Arbeiten einer umfassenden Restaurierung im Zeitraum 2019/2020

Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

Weblinks: Wikipedia, St. Just (Kamenz)

Kg-Kamenz-Cunnersdorf St.Justkirche

St. Jodok

Wikipedia, Jehmlich Orgelbau Dresden