Wil SG, St. Nikolaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 11. Januar 2026, 12:46 Uhr
Adresse: 9500 Wil, Kirchgasse 27, Kanton St. Gallen, Schweiz
Gebäude: Kath. Stadtkirche St. Nikolaus
Datei:Mathis-Orgel, Stadtkirche St. Nikolaus, Wil SG.jpg Mathis-Orgel (1983) |
| Orgelbauer: | Mathis Orgelbau AG, Näfels (CH) |
| Baujahr: | 1983 |
| Geschichte der Orgel: | Neubau 1982–1983 (Das Firmenschild am Spieltisch trägt die Jahreszahl 1982), Einweihung am 24. April 1983, und Orgelabnahme am 12. August 1983. 2000 Revision und Ausreinigung durch Mathis Orgelbau, dabei wurde der höchste Chor des Plein jeu im Schwellwerk stillgelegt. Seit Anfang 2026 wird der Emporenbereich saniert sowie eine Ausreinigung und umfassende technische Revision der Mathis-Orgel, die bis Mitte März 2026 temporär stillgelegt ist, durch Mathis Orgelbau durchgeführt. |
| Stimmtonhöhe: | a1 = 440 Hz |
| Temperatur (Stimmung): | gleichstufig |
| Windladen: | Schleifladen |
| Spieltraktur: | mechanisch |
| Registertraktur: | mechanisch |
| Registeranzahl: | 45 |
| Manuale: | 3 Manuale, C-g3 |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | Fünf Normalkoppeln (mechanisch): II/I, III/I, I/P, II/P, III/P. Pleno-Tritte „an“ und „ab“ (Hauptwerk: Octave 8'4'2', Mixtur, Cymbel. Pedal: Principal 16', Octave 8'4', Mixtur). Vier Einführungstritte: Trompete 8' (HW), Trompette harmonique 8' (SW), Posaune 16' (Pedal), Trompete 8' (Pedal). Schwelltritt für II. Manual (Schwellwerk). |
Mathis-Orgel (1983)
| I Hauptwerk | II Schwellwerk | III Positiv | Pedal[1] |
Anmerkungen:
- ↑ In seitlichen Pedaltürmen (C- und Cis-Seite) aufgeteilt.
- ↑ C-h1 im Prospekt.
- ↑ Aufgebänkt; ab f0.
- ↑ Schwebung zu Gambe 8'; ab c0.
- ↑ Ursprünglich 5-fach. Der höchste Chor (1/2’) wurde 2000 von Mathis Orgelbau stillgelegt; seitdem 4-fach.
- ↑ Ab gis2 labial.
- ↑ D-b1 im Prospekt.
- ↑ Holz; ab cis3 Metall (labial).
- ↑ Auf Zusatzladen links und rechts hinter der Orgel.
- ↑ C-H im Prospekt.
Bibliographie
| Anmerkungen: | Bestandsaufnahme vor Ort (Martin Welzel). Ab Anfang 2026 wird Mathis Orgelbau eine Ausreinigung und umfassende technische Revision der Orgel durchführen. Dieses Instrument ist (nach der Kuhn-Orgel (1963) in der Kreuzkirche) die zweitgrösste Orgel der Stadt Wil. |
| Literatur: | Holtz, Josef (1983). Meisterwerk der Orgelbaukunst: Stadtkirche St. Nikolaus Wil SG. Katholische Kirchenmusik (früher „Der Chorwächter“) 108. Jg., S. 231–232. Holtz, Josef (1983). Meisterwerk der Orgelbaukunst. Stadtkirche St. Nikolaus Wil: Orgelkollaudation Sonntag, 24. April, 16 Uhr (Neues Wiler Tagblatt, 23. April 1983). In: Bulletin OFSG (Sankt Galler Orgelfreunde) 1, Nr. 1, S. 1. Online verfügbar Lüthi, Franz (1983). Orgelkollaudation zu St. Nikolaus. Musikdirektor Josef Holtz, Frauenfeld, stellte das neue Instrument in einem Konzert vor (St. Galler Tagblatt, Ausgabe Fürstenland, 26. April 1983). In: Bulletin OFSG (St. Galler Orgelfreunde) 1, Nr. 1, S. 2. Online verfügbar Lüthi, Franz (2013). Die Mathis-Orgel in der Stadtkirche St. Nikolaus in Wil. Bulletin OFSG (St. Galler Orgelfreunde) 31, Nr. 1, S. 33-40. Online verfügbar |
| Weblinks: | Eintrag im Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein Eintrag auf Wikipedia Eintrag auf www.martinwelzel.ch |
Kuhn-Orgel 1925–1981
Orgelbeschreibung
| Orgelbauer: | Orgelbau Kuhn AG, Männedorf (CH) |
| Baujahr: | 1925 |
| Geschichte der Orgel: | 1925 Neubau durch Orgelbau Kuhn mit 50 Registern (11 Verlängerungen und Transmissionen), unter Verwendung von Pfeifenwerk aus dem Vorgängerinstrument (II/24) von Martin Braun, Hofen bei Spaichingen (D) von 1866. Das III. Manual wurde als schwellbares Fernwerk über dem Gewölbe aufgestellt, ebenso wie das Gebläse für die Orgel. 1933 Erweiterung auf 57 Register. Zu Beginn der Kirchenrenovation 1981 wurde die Orgel abgetragen und durch ein neues Instrument von Mathis Orgelbau, Näfels (CH) ersetzt. Pfeifenmaterial aus der Martin Braun-Orgel von 1866 übernahm zum Teil Mathis Orgelbau in den Lagerbestand (für künftige Arbeiten an bestehenden Braun-Orgeln); weiteres Pfeifenmaterial der Kuhn-Orgel wurde im Kirchturm von St. Nikolaus eingelagert. Sechs Register der Kuhn-Orgel, darunter ein Register von Martin Braun (1866; Doublette 2' aus dem II. Manual der Kuhn-Orgel von 1925), wurden 1985 von Lifart Orgelbau AG (Emmen LU) für den Orgelneubau in der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer in Tobel TG verwendet. |
| Umbauten: | 1932 Abbau der Orgel im Rahmen der Umbaus der Kirche 1932–1933. Beim Wiedereinbau 1933 Erweiterung durch ein Rückpositiv mit sieben Registern (spielbar vom II. Manual) auf insgesamt 57 Register. Die Disposition des Kuhn-Rückpositivs von 1933 in St. Nikolaus war identisch mit dem Rückpositiv der 1932 ebenfalls von Kuhn erbauten Orgel in der reformierten Kirche in Wangen an der Aare (Kanton Bern).[1] |
| Stimmtonhöhe: | a1 = 440 Hz |
| Temperatur (Stimmung): | gleichstufig |
| Windladen: | Taschenladen |
| Spieltraktur: | pneumatisch |
| Registertraktur: | pneumatisch |
| Registeranzahl: | 57 (68) |
| Manuale: | 3 Manuale, C-g3 |
| Pedal: | C-f1 |
| Spielhilfen, Koppeln: | Fünf Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P. Superoktavkoppeln: II/I, III/I, II/II, III/III. Suboktavkoppeln: III/I, II/II, II/I. Generaloktavkoppel, Leerlaufkoppel I. Manual. Zwei Schwelltritte für II. und III. Manual. Crescendowalze. Handregister. Freie Kombination. Feste Kombinationen: mf, f, ff, Tutti. Handregister ab, Autopedal an, Crescendo ab, Koppeln ab, II. Manual ab, Rückpositiv ab. Einzelabsteller für die Zungenregister. |
Kuhn-Orgel (1925/1933)
| I. Manual | II. Manual [2] | III. Manual[3] | Pedal |
Grossgedackt 16’ Suavial 8’ Gedackt 8’ Salicional 8’ Traversflöte 8’ Harmonica 8’ Flûte d'amour 4’ Gemshorn 4’ Nasard 22/3’ Doublette 2’[7] Mixtur IV 11/3’ Clarinette 8’ Tremulant Rückpositiv Gedackt 8’ Gemshorn 8’ Principal 4’ Blockflöte 4’ Nachthorn 2’ Sesquialtera II 22/3’ Zimbel IV 1’ |
Stillgedeckt 16’ Harfenprincipal 8’ Lieblich Gedackt 8’ Doppelflöte 8’ Viola 8’ Aeoline 8’ Quintatön 8’ Voix céleste 8’ Fugara 4’ Flûte pastorale 4’ Quintflöte 22/3’ [8] Piccolo 2’ [9] Terzflöte 13/5’ [10] Septime 11/7’ [11] None 8/9’ Harmonia aetheria IV 22/3’ Basson 16’ Trompette harmonique 8’ Vox humana 8’ Tremulant |
Anmerkungen:
- ↑ Eintrag auf der Website von Orgelbau Kuhn.
- ↑ im Schwellkasten.
- ↑ Fernwerk über dem Gewölbe, im Schwellkasten. Pfeifenwerk bis g4 ausgebaut.
- ↑ Verlängerung Bourdon 16’.
- ↑ Auszug aus Cornett III-V 8’.
- ↑ Auszug aus Cornett III-V 8’.
- ↑ Register von Martin Braun (1866); 1985 von Orgelbau Lifart beim Orgelneubau in Tobel übernommen.
- ↑ Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
- ↑ Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
- ↑ Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
- ↑ Auszug aus Harmonia aetheria IV 22/3’.
- ↑ Transmission Stillgedeckt 16’ III. Manual.
- ↑ Transmission Geigenprincipal 16’ I. Manual.
- ↑ Transmission Aeoline 8’ III. Manual.
- ↑ Verlängerung Quintbass 102/3’.
Bibliographie
| Weblinks: | Eintrag im Orgelverzeichnis Schweiz und Liechtenstein. Eintrag zur Kuhn-Orgel (1925) in St. Nikolaus auf der Website von Orgelbau Kuhn AG. Eintrag auf Wikipedia |
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