Osteel, Warnfried-Kirche

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Standort

Orgellandkarte

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Adresse: Fabriciusstraße, 26529 Osteel
Gebäude: Evangelisch-Lutherische Warnfried-Kirche

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Edo Evers, Emden/Jever
Baujahr: 1619
Umbauten: Nach nomine.net, Wikipedia.de und Seggermann/Weidenbach stellt sich die Geschichte der Orgel wie folgt dar:

1619 - Errichtung durch Edo Evers, dabei offensichtlich Verwendung älterer Pfeifen, die er bei der Errichtung seiner Orgel in der Nordener Ludgeri-Kirche (1616-18) von dort aus der vorhergehenden Orgel übernommen hatte.

Mitte des 18. Jahrhunderts - Umbau, wahrscheinlich durch Johann Friedrich Constabel und Adam Berner, Jever. Dabei Erweiterung des ursprünglichen Tunumfangs (FGA-g²a²) auf den damals üblichen (CD-c³). Eventuell auch Einbau eines neuen Brustwerkregisters. Die Pfeifen wurden teilweise aus älterem Material oder aus Holz gefertigt. Umbau und teilweise Erneuerung der Traktur wegen des erweiterten Tonumfangs

1830 - Aufgrund einer deutlichen Verkleinerung der Kirche wird die Orgel auf einer neuen Empore an der neuen Ostwand der Kirche wieder aufgestellt. Dabei massiver Veränderungen am Gehäuse, die bei nomine.net ausführlich beschrieben sind. Umstimmung von mitteltöniger Stimmung auf eine "möglichst gleichschwebende", Umbau des Regals im Brustwerk zu einem Krummhorn.

1890 - Umsetzung der Orgel auf die Westempore durch Johann Diepenbrok, Norden. Dabei Entfernung der drei Keilbälge und Einrichtung eines Magazinbalgs.

1930 - Instandsetzungsarbeiten durch Max Maucher, Emden

1932 - Die Orgel wird unter Denkmalschutz gestellt.

1956/57 - Instandsetzungsarbeiten durch Alfred Führer, Wilhelmshaven

1971-73 - Die Orgel wird bei Kirchenbauarbeiten beschädigt, sie ist starken klimatischen Schwankungen ausgesetzt, die Holzteile reißen lassen.

1994/95 - Restaurierung durch Jürgen Ahrend, Leer-Loga. Die im Einzelnen ausgeführten Arbeiten sind auf nomine.net ausführlich beschrieben.

Stimmtonhöhe: normal
Temperatur (Stimmung): modifiziert mitteltönig, ähnlich der Orgel der Nordener Ludgeri-Kirche
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 13 Register
Manuale: 2 Manuale, Tonumfang: CD-c³
Pedal: Tonumfang: CD-d¹
Spielhilfen, Koppeln: Tremulant

Normalkoppel: Manualkoppel

2 Sperrventile



Disposition seit 1994/95[1]

Hautpwerk (I) Brustwerk (II) Pedalwerk
Quintadena 16'[2][3]

Principal 8'[2][3]

Quintadena 8'[3]

Octave 4'[2][3]

Spitzflöte 4'[3]

Quinte 3'[3]

Octave 2'[3]

Mixtur IV[4]

Trompete 8' B/D[5]

Hohlflöte 4'[3]

Spitzflöte 2'[5]

Sifflöte 1'[3]

Krummhorn 8'[6]

angehängt an I,

keine eigenen

Register


Disposition nach Seggermann/Weidenbach nach den Arbeiten von Führer, also zwischen 1958 und 1994[7]

Hautpwerk (I) Brustwerk (II) Pedalwerk
Quintade 16'

Prinzipal 8'

Gedackt 8'

Oktave 4'

Spitzflöte 4'

Quinte 3'

Oktave 2'

Mixtur IV

Trompete 8' B/D

Hohlflöte 4'

Spitzflöte 2'

Sifflöte 1'

Regal 8'

angehängt an I,

keine eigenen

Register


Anmerkungen
  1. nach Wikipedia.de und nomine.net, nach Wikipedia.de soll dies die Disposition seit 1830 sein, was allerdings der Fassung bei Seggermann/Weidenbach (s.u.) widerspricht.
  2. 2,0 2,1 2,2 Prospekt
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 Register von Edo Evers, 1619
  4. Register von Jürgen Ahrend, 1994/95
  5. 5,0 5,1 Regsiter teilweise von Edo Evers, 1619 und von Johann Adam Berner, 1761
  6. Regsiter teilweise von Edo Evers, 1619 und von Johann Gottfried Rohlfs, 1830
  7. nach Seggermann/Weidenbach



Bibliographie

Literatur: Seggermann/Weidenbach, Denkmalorgeln zwischen Weser u. Ems, S. 59
Weblinks: Website der Gemeinde

Die Orgel auf nomine.net

Die Orgel auf wikipedia.de