Reinisch, Karl

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Orgeln von Reinisch, Karl auf der Landkarte

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Geb. 20. Juni 1876 in Steinach a. Br., gest. 2. Okt. 1932 in Innsbruck. Sohn von Franz (II) Reinisch. Nach der Ausbildung in der väterlichen Werkstatt (seit 1888) ging er 1904 zur Firma Steinmeyer nach Oettingen, wo er sich vor allem mit der Pneumatik befasste und als Intonateur tätig war. 1907 übernahm er die Leitung der Steinacher Werkstatt; die Firmenbezeichnung lautete nun: "Orgelbau-Anstalt Franz Reinisch, Inhaber Karl Reinisch". Im Ersten Weltkrieg wurde Karl zum Militär eingezogen; Anfang 1918 baute er in großen Teilen Nordtirols die Prospektpfeifen der Orgeln für Kriegszwecke aus. Nach der Wiedereröffnung der Werkstatt 1919 wurden 1924 auch ein Säge- und ein Elektrizitätswerk erworben. Von 1922 bis 1927 war Otto Heuss sen. (1895-1965) Werkmeister. Dieser ging anschließend in gleicher Funktion zu Förster & Nicolaus nach Lich (Oberhessen) und gründete dort 1953 eine eigene Firma für Spieltischbau. 1927 erhielt Reinisch das päpstliche Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice. Dass der Neubau der Orgel für die Pfarrkirche St. Jakob in Innsbruck 1931 an die Firma Rieger ging, führte in der wirtschaftlich schwierigen Zeit zur Entlassung von Mitarbeitern. Nach dem Tod des Inhabers wurde die Firma unter dem Namen "Karl Reinisch's Erben" fortgeführt.

Karl Reinisch baute zumeist Orgeln mit pneumatischen Taschenladen; gelegentlich verwendete er auch Kegelladen; die Elektrik kam nur in Ausnahmefällen (Fernwerk Maria Trost; Dreiheiligenkirche Innsbruck) zur Anwendung.

Quelle: Orgellandschaft Tirol