Hamburg/Langenhorn, Ansgarkirche: Unterschied zwischen den Versionen

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|GESCHICHTE      = Diese Orgel entstand 1931 unter dem Hamburger Orgelreformer Hans-Henny-Jahnn und ist daher ein ganz frühes Beispiel der Hamburger Orgelbewegung. Während die Aufstellung in einer Orgelkammer hinter der Emporenückwand und die pneumatische Registertraktur auch bei vielen weiteren Orgeln der Zwischenkriegszeit Anwendung fand bekam diese Orgel als eine der ersten ihrer Art in Deutschland wieder Schleifladen und eine mechanische Spieltraktur. Darüberhinaus sind die Register in „maskulin und „feminin“ aufgeteilt. Hinter dieser ungewöhnlichen Bezeichnung steckt ein Konzept, welches ganz ähnlich aber nicht identische zur Aufteilung in „Jeux de fonds“ und „Jeux de combinaison“ bei Aristide Cavaillé-Coll ist. Man versuchte den Charakter eines Registers einem dieser beiden Geschlechter zuzuordnen. Die maskulinen Stimmen sind am Spieltisch rechts angeordnet, die femininen Stimmen links. Es gibt auch einige „Zwitter“ die sowohl beiden Gruppen zugeordnet sind und dementsprechend auf beiden Seiten des Spieltisches auftauchen. Letztendlich können beide Sektionen durch Einführungstritte zu und abgeschaltet werden und sind somit eine Spielhilfe für . In der Disposition sind sie mit dem Zusatz ''m'' oder ''f'' gekennzeichnet.
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|GESCHICHTE      = Diese Orgel entstand 1931 unter dem Hamburger Orgelreformer Hans-Henny-Jahnn und ist daher ein ganz frühes Beispiel der Hamburger Orgelbewegung. Während die Aufstellung in einer Orgelkammer hinter der Emporenückwand und die pneumatische Registertraktur auch bei vielen weiteren Orgeln der Zwischenkriegszeit Anwendung fand, bekam diese Orgel als eine der ersten ihrer Art in Deutschland wieder Schleifladen und eine mechanische Spieltraktur. Darüberhinaus sind die Register in „maskulin" und „feminin“ aufgeteilt. Hinter dieser ungewöhnlichen Bezeichnung steckt ein Konzept, welches ganz ähnlich aber nicht identisch zur Aufteilung in „Jeux de fonds“ und „Jeux de combinaison“ bei Aristide Cavaillé-Coll ist. Man versuchte den Charakter eines Registers einem dieser beiden Geschlechter zuzuordnen. Die maskulinen Stimmen sind am Spieltisch rechts angeordnet, die femininen Stimmen links. Es gibt auch einige „Zwitter“ die sowohl beiden Gruppen zugeordnet sind und dementsprechend auf beiden Seiten des Spieltisches auftauchen. Letztendlich können beide Sektionen durch Einführungstritte zu und abgeschaltet werden und sind somit eine Spielhilfe für . In der Disposition sind sie mit dem Zusatz ''m'' oder ''f'' gekennzeichnet.
 
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|WINDLADEN      = Schleifladen
 
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|SPIELTRAKTUR    = mechanisch
 
|SPIELTRAKTUR    = mechanisch
|REGISTERTRAKTUR = pneumatisch
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|REGISTER        = 36
 
|REGISTER        = 36
 
|MANUALE        = 3 C-f<sup>3</sup>
 
|MANUALE        = 3 C-f<sup>3</sup>

Version vom 10. August 2019, 18:12 Uhr


Standort

Orgellandkarte

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Adresse: 22415 Hamburg-Langenhorn, Hamburg, Deutschland
Gebäude: Evangelisch-Lutherische Ansgarkirche

Orgelbeschreibung

Alternativer Name: „Hans-Henny-Jahnn-Orgel“
Orgelbauer: Furtwängler & Hammer
Baujahr: 1931
Geschichte der Orgel: Diese Orgel entstand 1931 unter dem Hamburger Orgelreformer Hans-Henny-Jahnn und ist daher ein ganz frühes Beispiel der Hamburger Orgelbewegung. Während die Aufstellung in einer Orgelkammer hinter der Emporenückwand und die pneumatische Registertraktur auch bei vielen weiteren Orgeln der Zwischenkriegszeit Anwendung fand, bekam diese Orgel als eine der ersten ihrer Art in Deutschland wieder Schleifladen und eine mechanische Spieltraktur. Darüberhinaus sind die Register in „maskulin" und „feminin“ aufgeteilt. Hinter dieser ungewöhnlichen Bezeichnung steckt ein Konzept, welches ganz ähnlich aber nicht identisch zur Aufteilung in „Jeux de fonds“ und „Jeux de combinaison“ bei Aristide Cavaillé-Coll ist. Man versuchte den Charakter eines Registers einem dieser beiden Geschlechter zuzuordnen. Die maskulinen Stimmen sind am Spieltisch rechts angeordnet, die femininen Stimmen links. Es gibt auch einige „Zwitter“ die sowohl beiden Gruppen zugeordnet sind und dementsprechend auf beiden Seiten des Spieltisches auftauchen. Letztendlich können beide Sektionen durch Einführungstritte zu und abgeschaltet werden und sind somit eine Spielhilfe für . In der Disposition sind sie mit dem Zusatz m oder f gekennzeichnet.
Umbauten: 1964 Restaurierung durch Alfred Führer Orgelbau

2008 umfangreiche Restaurierung durch Gebr. Jehmlich Orgelbau (Dresden)

Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektropneumatisch
Registeranzahl: 36
Manuale: 3 C-f3
Pedal: 1 C-g1
Spielhilfen, Koppeln: II/I, II/P, 2 freie Kombinationen (wobei die zweite werksweise getrennt schaltbar ist), Einführungstritt, für die feminine und die maskuline Registergruppe, Auslösungstritte für jede der genannten Funktionen



Disposition

I Hauptwerk II Schwellwerk III Kronpositiv Pedal
Prinzipal 16' m

Pommer 16' f

Oktave 8' m

Rohrflöte 8' f

Oktave 4' m

Glöckleinton 2f 2' + 1' f

Bauernpfeife 2f f

Mixtur 5f 'm

Nachthorn 8' f

Gedackt 8' m

Italienisch Prinzipal 4' f

Flûte octaviante 4'

Hornaliquot 51/3' m/f

Hornaliquot 31/5' m/f

Flachflöte 2' m/f

Sesquialter 2f f

Scharf 5f m

Zimbel 2f m

Dulzian 8' f

Quintade 8' m/f

Koppelflöte 4' f

Nassat 22/3' m/f

Flûte octaviante 2' m

Blockflöte 2' f

Kleinflöte 1' m

Terzian 2f f

Prinzipal 16' m

Pommer 16' m/f

Oktave 8' m

Rohrflöte 8' f

Oktave 4' m

Rohrquinte 51/3' f

Nachthorn 2' f

Flûte octaviante 1' m

Rauschpfeife 3f m

Dulzian 16' f



Bibliographie

Anmerkungen: Sichtung durch S. W. - August 2019
Weblinks: Webseite der Kirchengemeinde