Hage, St. Ansgari

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Standort

Orgellandkarte

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Adresse: Halbemonder Straße 2, 26524 Hage
Gebäude: Evangelisch-Lutherische Kirche St. Ansgari (13. Jh.)

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Dirk Lohmann, Emden
Baujahr: 1783
Umbauten: Nach nomine.net wurden folgende Arbeiten an der Orgel ausgeführt:

1776-1783 - Neubau durch Dirk Lohmann, dabei Verwendung einzelner älterer Pfeifenbestände aus dem Vorgängerinstrument

1860-1861 - Reparatur durch Freric Rohlfs, Esens, der heute vorhandene Dulcian trägt an er größten Pfeife seine Signatur

1884 - Johann Diepenbrok, Norden, ersetzt Vox humana 8' durch eine Aeoline 8' und Holpijp 8' durch Violon 8'

1917 - Abgabe der Prospektpfeifen zu Kriegszwecken

1919 - Furtwängler & Hammer, Hannover, setzen ersatzweise Zinkpfeifen ein

1921 - Dieselbe Werkstatt ersetzt Waldflöte 2' durch Salicional 8'

1935/36 - Wiederum durch Furtwängler & Hammer werden Aeoline 8' durch Sifflöte 1' ersetzt und die Quinte 3' des Pedals zu Prinzipal 2' umgearbeitet.

1966/67 - Umsetzung der Orgel auf die neu errichtete Westempore. Dabei beginnt die Werkstatt Alfred Führer einen Umbau, bei dem es zum Verlust von historischen technischen Bauteilen kommt, der Verlust historischer Pfeifen konnte durch Verhängung eines Baustopps verhindert werden.

1979 - Die Werkstatt Alfred Führer beginnt eine bis 1987 andauernde Restaurierung nach denkmalpflegerischen Grundsätzen mit Rekonstruktion der verloren gegangenen Teile.

1987 - Abschluss der Restaurierung mit der Rekonstruktion der Balganlage

2002 - Bartelt Immer, Norden, reinigt und überholt die Orgel und überarbeitet die Intontation

Stimmtonhöhe: a¹ = 479 Hz (=fast ein Ganzton höher als 440 Hz, "Chorton")
Temperatur (Stimmung): wohltemperiert (1/5 Komma)
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 21 Register
Manuale: 2 Manuale, Tonumfang: C-d³
Pedal: Tonumfang: C-d¹
Spielhilfen, Koppeln: Normalkoppeln: II/I[1], I/Ped



Disposition nach der Restaurierung durch Führer (1987)[2]

Hauptwerk (I) Brustwerk (II) Pedalwerk
Quintadena 16'[3][4]

Prestant 8'[3][5]

Gedackt 8'[3][4]

Octaaf 4'[3][4]

Quint 3'[3]

Octaaf 2'[3][4]

Mixtuur IV[3][4][5]

Trompet 8'[4]

Vox humana 8'[6]

Gedackt 8'[3][4]

Prestant 4'[4][5]

Fluit doux 4'[4]

Woudfluit 2'[5]

Cornet II[4]

Dulciaan 8'[7]

Subbas 16'[4][5]

Prestant 8'[5]

Holpijp 8'[4][5]

Octaaf 4'[3][4]

Quint 3'[4]

Bazuin 16'[4]

Trompet 8'[4]


Anmerkungen
  1. Schiebekoppel
  2. In der Schreibweise nach nomine.net und Wikipedia.de. Seggermann/Weidenbach verwendet eine modernisierte Schreibweise.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 Ältere Register bzw. Pfeifen aus einer Vorgängerorgel
  4. 4,00 4,01 4,02 4,03 4,04 4,05 4,06 4,07 4,08 4,09 4,10 4,11 4,12 4,13 4,14 4,15 Register bzw. Pfeifen von Lohmann (1783)
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 Register bzw. Pfeifen von Führer (1977)
  6. noch nicht wieder eingebaut, Schleife vakant
  7. Register wahrscheinlich von Rohls (1861)



Bibliographie

Literatur: Seggermann/Weidenbach, Denkmalorgeln zwischen Weser u. Ems, S. 55
Weblinks: Website der Kirchengemeinde

Die Orgel auf der Website der Kirchengemeinde

Die Orgel auf nomine.net

Die Kirche auf Wikipedia.de