Freiburg (Breisgau), Münster Unserer Lieben Frau (Langhausorgel)

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Standort

Orgellandkarte

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Adresse: 79098 Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg, Deutschland
Gebäude: Katholische Münsterkirche Unserer Lieben Frau
Weitere Orgeln: Hauptorgel (Marienorgel), Michaelsorgel, Langhausorgel, Chororgel

Orgelbeschreibung

Langhausorgel
Freiburg, Münster Unserer Lieben Frau (28).JPG
Orgelbauer: Marcussen & Søn
Baujahr: 1965
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 21
Manuale: C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: I/II, I/P, I/P (Super), II/P, Rohraffe



Disposition

I Rückpositiv II Hauptwerk Pedal
Gedackt 8'

Prinzipal 4'

Rohrflöte 4'

Gemshorn 2'

Sifflöte 11/3'

Sesquialtera 2f 22/3'

Scharff 4-6f 2/3'

Dulzian 8'

Tremulant

Prinzipal 8'

Rohrflöte 8'

Oktave 4'

Blockflöte 4'

Oktave 2'

Mixtur 5-7f 11/3'

Trompete 8'

Prinzipal 16'

Oktave 8'

Oktave 4'

Hintersatz 5f 22/3'

Fagott 16'

Schalmei 4'



Bemerkung: Die Freiburger Münsterorgelanlage gilt mit insgesamt 151 (166) Registern als eine der größten Orgelanlagen der Welt. Sie besteht allerdings aus vier separaten Orgeln, die sich auf mehrere Standorte im Dom verteilen und allesamt von einem Generalspieltisch im Chorraum, sowie einem mobilen Zusatzspieltisch aus gemeinsam gespielt werden können. Bis auf die Chororgel besitzt jede Orgel einen eigenen mechanischen Spielschrank. Die Chororgel besitzt keinen separaten Spieltisch, sondern wird nur vom Generalspieltisch aus bedient. Der erste Generalspieltisch der heutigen Domorgelanlage wurde 1965 durch die Firma Eisenschmid erbaut, ihm folgte 1987 ein neuer Spieltisch von Fischer-&-Krämer. 2013 wurde durch die Firma Klais ein neuer Generalspieltisch geliefert und 2019 durch die Firma Laukhuff ein mobiler Zusatzspieltisch ergänzt.


Werkverteilung am Generalspieltisch von 2013: Frei wählbar für jedes Teilwerk jeder Orgel, ebenso die Belegung der Schwelltritte!


Koppeln am Generalspieltisch:

Normalkoppeln: II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P

Suboktavkoppeln: II/I (Michaelsorgel), III/I (Michaelsorgel)

Melodiekoppeln: I/II, II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II


Spielhilfen am Generalspieltisch: 7920 Setzerkombinationen pro Benutzer; PP, P, MP, MF, F, FF, Automatisches Pianopedal, 2 programmierbare Appels, Crescendowalze, Begrenzer für Walze, Zungen Ab, Mixturen Ab, Registerfessel, Tastenfessel additiv und ersetzend, USB-Schnittstelle, MIDI-Schnittstelle, Aufnahme- und Wiedergabefunktion, Programmierbare Intervallkoppeln, Transposer, Pedalteilung, Manuale elektrisch höhenverstellbar (!)


Welte-Orgel 1936-1965

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Michael Welte & Söhne
Baujahr: 1936
Geschichte der Orgel: Nachdem die große Schwalbennest-Hauptorgel aus dem Jahr 1929 bereits 1936 ins Querhaus versetzt worden war, wurde das Gehäuse wieder verkleinert und mit einer neuen erheblich kleineren Welte-Orgel ausgestattet. Sie wurde 1946 durch Willy Dold umdisponiert und 1965 durch die heutige Marcussen-Orgel ersetzt.
Umbauten: 1946
Windladen: Membranladen
Spieltraktur: elektropneumatisch
Registertraktur: elektropneumatisch
Registeranzahl: 15 (19)
Manuale: 2 C-c4
Pedal: 1 C-g1
Spielhilfen, Koppeln: Normal- und Oktavkoppeln, freie und Feste Kombinationen, Crescendowalze, Einzelabsteller



Disposition 1946-1965

I Hauptwerk II Oberwerk Pedal
Principal 8'

Spitzflöte 8'

Italienisch Principal 4'

Octave 2'

Mixtur 4-6f 2'

Trompete 8'

Weitgedackt 8'

Singend Principal 4'

Weitpfeife 2'

Schwiegel 1'

Terzzimbel 3f 4/5'

Trompetenregal 8'

Tremolo

Rohraffe

Principal 16'

Subbass 16'

Stillgedackt 16' [1]

Weitgedackt 8' [2]

Choralbass 4' [3]

Flötbass 2' [4]

Krummhorn 8'


Anmerkungen:

  1. Windabschwächung aus dem Subbass 16'
  2. Transmission aus dem Oberwerk (II), Weitgedackt 8'
  3. Transmission aus dem Oberwerk (II), Singend Principal 4'
  4. Transmission aus dem Oberwerk (II), Weitpfeife 2'


Disposition 1936-1946

I Hauptwerk II Oberwerk Pedal
Principal 8'

Spitzflöte 8'

Nachthorn 4'

Octave 2'

Mixtur 4-6f 2'

Trompetenregal 8'

Weitgedackt 8'

Italienisch Principal 4'

Weitpfeife 2'

Blockflöte 1'

Terzzimbel 3f 4/5'

Krummhorn 8'

Tremolo

Rohraffe

Principal 16'

Subbass 16'

Stillgedackt 16' [1]

Weitgedackt 8' [2]

Choralbass 4' [3]

Flötbass 2' [4]

Krummhorn 8' [5]


Anmerkungen:

  1. Windabschwächung aus dem Subbass 16'
  2. Transmission aus dem Oberwerk (II), Weitgedackt 8'
  3. Transmission aus dem Oberwerk (II), Italienisch Principal 4'
  4. Transmission aus dem Oberwerk (II), Weitpfeife 2'
  5. Transmission aus dem Oberwerk (II), Krummhorn 8'



Welte-Orgel 1929-1936

Orgelbeschreibung

Orgelbauer: Michael Welte & Söhne
Baujahr: 1929
Geschichte der Orgel: Die Welte-Orgel war ursprünglich 1929 als Langhausorgel des Freiburger Münsters erbaut. Bereits 1936 wurde die Langhausorgel wieder aufgegeben und die Welte-Orgel unter leichten Dispositionsveränderungen auf die Nordempore im Querhaus versetzt (Für Infos zu diesem Zustand siehe unter dem Eintrag „Hauptorgel“). Sie erhielt einen vollständig neuen Freipfeifenprospekt. Fern- und Bombardewerk wurden 1936 in die neue Michaelsoorgel integriert, da sie sich ohnehin bereits auf der Michaelsempore befanden.

1946 fand eine Umdisponierung durch den Freiburger Orgelbauer Willy Dold statt. Die Welte-Orgel wurde 1964 durch die heutige Rieger-Orgel ersetzt.

Umbauten: 1936, 1946
Windladen: Membranladen
Spieltraktur: elektropneumatisch
Registertraktur: elektropneumatisch
Registeranzahl: 66 (75)
Manuale: 3 C-c4
Pedal: 1 C-g1
Spielhilfen, Koppeln: Normal- und Oktavkoppeln, freie und Feste Kombinationen, Crescendowalze, Einzelabsteller



Disposition 1929-1936

I Hauptwerk II Oberwerk III Schwellwerk Hochdruckwerk [1] Pedal
Principal 16'

Principal 8'

Großflöte 8'

Nachthorn 8'

Gemshorn 8'

Gamba 8'

Octave 4'

Flöte 4'

Quinte 22/3'

Superoctave 2'

Mixtur 4-6f 22/3'

Cornett 3f 22/3'

Trompete 8'

Klarine 4'

Quintatön 16'

Geigenprincipal 8'

Rohrflöte 8'

Salicional 8'

Unda maris 8'

Praestant 4'

Blockflöte 4'

Waldflöte 2'

Harmonia aetheria 4f 22/3'

Englisch Horn 8'

Krummhorn 8'

Tremolo

Lieblich Gedackt 16'

Flötenprincipal 8'

Konzertflöte 8'

Bordun 8' [2]

Äoline 8'

Vox coelestis 8'

Octave 4'

Hornflöte 4'

Violine 4'

Bachflöte 2'

Septime 11/7'

Schwiegel 1'

Sesquialter 2f

Basson 16'

Tuba 8'

Oboe 8'

Zink 4'

Tremolo

Principal 8'

Großflöte 8'

Viola 8'

Octave 4'

Quintatön 4'

Rauschquinte 2f 22/3' + 2'

Tuba mirabilis 8'

Clairon 4'


Fernwerk [1]

Hornprincipal 8'

Harmonieflöte 8'

Echobordun 8'

Salicet 8'

Vox angelica 8'

Alphorn 4'

Echo Cornett 3f 22/3'

Trompete 8'

Vox humana 8'

Principalbass 16'

Subbass 16'

Salicetbass 16'

Zartbass 16' [3]

Quintbass 102/3'

Octavbass 8' [4]

Cellobass 8' [5]

Gedacktbass 8' [6]

Quintbass 51/3' [7]

Choralbass 4'

Mixtur 5f 51/3'

Contra Tuba 32' [8]

Posaune 16'

Trompete 8' [9]

Trompete 4' [9]


Anmerkungen:

  1. 1,0 1,1 Auf der Michaelsempore, schwell- und frei ankoppelbar
  2. Extension aus dem Lieblich Gedackt 16'
  3. Transmission aus dem Schwellwerk (III), Lieblich Gedackt 16'
  4. Extension aus dem Principalbass 16'
  5. Extension aus dem Salicetbass 16'
  6. Transmission aus dem Schwellwerk (III), Bourdon 8'
  7. Extension aus dem Quintbass 102/3'
  8. Durchschlagend; Auf der Michaelsempore aufgestellt
  9. 9,0 9,1 Extension aus der Posaune 16'


Bemerkung: Der Spieltisch der Orgel befand sich im Chorraum, von diesem war auch die Chororgel von Walcker spielbar.




Bibliographie

Weblinks: Webseite des Münsters

Übersicht über Orgelkonzerte im Münster

Über die Münsterorgeln