Bad Berka, St. Marienkirche

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Standort

Orgellandkarte

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Adresse: Bad Berka
Gebäude: evangelische Kirche St. Marien

Orgelbeschreibung

Prospekt
Spieltisch
Orgelbauer: Gerhard Böhm (Gotha)
Baujahr: 1991
Geschichte der Orgel: Vorgeschichte:

1743: Heinrich Nicolaus Trebs/ Christian/ Wilhelm Trebs/ Joh. Christian Immanuel Schweinefleisch (Weimar): Entwurf einer Disposition von Johann Sebastian Bach für 2 Manuale und 28 Register (1729) ursprünglich für eine mittlere Orgel, wie die in Bad Berka (?) angedacht – aber dann in Erlöserkirche in Bad Homburg v.d. Höhe umgesetzt - Johann Caspar Vogler (1696-1763) schuf in Bad Berka wegen Platzmangel verkleinerte Disposition mit 13 Registern, welche daraufhin jährlich von ihm selbst gewartet wurde.

(? - Jahreszahl unbekannt): Joh. Friedrich Hartung (Schloßvippach): zwei neue Register (Flauto traverso und Vox humana)

1797: Blitzschlag

1840: Johann Friedrich Schulze (Paulinzella): Reparatur und Neubau wegen Blitzschlag, Dispositionsänderungen (20 Register)

1882: Fam. Poppe (Roda): Erneuerungsarbeiten, Verringerung der Registerzahl auf 18

1922/23: Georg Friedrich Wilhelm Böttcher (Weimar): Dispositionsänderungen

1938: Gerhard Kirchner (Weimar): Reparatur/ Generalreinigung/ Holzwurmbekämpfung

1950: Gerhard Kirchner (Weimar): neobarocke Klangveränderungen

Neubau: 1991: Gerhard Böhm (Gotha): versetzt auf 1. Empore und Orgelneubau, Einbeziehung des historischen Prospektes von 1743 mit leichten Veränderungen (z.B. Prospekt um 55 cm erhöht), gebaut durch Bernhard Kutter und Joachim Stade

2006: Orgelbau Waltershausen: Große Hauptdurchsicht

Gehäuse: 1743
Stimmtonhöhe: 440 Hz bei 18°C
Windladen: Schleifladen mit Tonkanzellen
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: mechanisch
Registeranzahl: 26 Zug – Register (große, braune Manubrien/ weiße Porzellanplättchen/ schwarze Schrift, durchnummeriert -Werke auf Holztäfelchen über den zugehörigen Registern vermerkt)
Manuale: 2, C-g3
Pedal: C-f1
Spielhilfen, Koppeln: Zimbelstern (als Manualbegrenzungszug rechts), Vogelgeschrei (als Manualbegrenzungszug links), mechanische Koppeln II/I; I/P; II/P als Zug, mechanische Koppeln II/I; I/P; II/P als Tritt

Disposition

Hauptwerk Oberwerk Pedal
Bordun 16’

Principal 8’

Koppelflöte 8’

Octava 4’

Spitzflöte 4’

Nasat 2 ⅔’

Octave 2’

Mixtur 4-5fach 1 ⅓’

Trompete 8’

Tremulant (starr)

Gedackt 8’

Quintade 8’

Salicional 8’

Principal 4’

Rohrflöte 4’

Gemshorn 2’

Octave 1’

Sesquialtera 2fach

Scharf 3-4fach 1’

Krummhorn 8’

Tremulant (verstellbar)

Subbass 16’

Principalbass 8’

Gedacktbass 8’

Octavbass 4’

Basscornett 4fach 5 ⅓’

Hintersatz 3fach 2’

Posaune 16’



Bibliographie

Literatur: Viola-Bianka Kießling, Jürgen Postel: "Königin der Instrumente - Ein Orgel-Führer durch die Region Weimar und Weimarer Land", herausgegeben vom Landratsamt Weimarer Land, FAGOTT-Verlag, Friedrichshafen, 2007, ISBN 978-3-00-021071-6
Weblinks: Homepage der evangelisch-lutherischen Gemeinde Bad Berka